Wassersparen für LöscharbeitenWaldbrand in Hessen: Bürger sollen auf Duschen verzichten

Tausende Quadratmeter Wald stehen in Hessen nahe der bayerischen Grenze in Flammen. Die Ursache der Brände ist noch unklar, Behörden schließen Brandstiftung nicht aus. Um Wasser zu sparen, greift der betroffene Landkreis nun zu drastischen Maßnahmen.
Wegen eines großen Waldbrandes bei Rodenbach und des hohen Wasserbedarfs ruft der Wasserversorger im Main-Kinzig-Kreis die Bevölkerung zum Wassersparen auf. Die Wasserreserven würden für die Brandbekämpfung benötigt, heißt es in einer Warnmeldung des Landkreises. "Bitte verzichten Sie möglichst auf Duschen, Baden, das Bewässern von Gärten sowie wasserintensive Tätigkeiten." Der Verbrauch solle auf "das absolut Notwendigste" reduziert werden. Der Aufruf richtet sich an die Bewohner von Freigericht, Bruchköbel sowie Langenselbold und Umland.
Die Menschen im Main-Kinzig-Kreis wurden zudem aufgefordert, Fenster und Türen zu schließen sowie Lüftungen und Klimaanlagen abzuschalten. Örtlich könne auch Brandasche herabregnen, hieß es.
Es gibt mehrere Brände in einem Waldstück zwischen Ober- und Niederrodenbach. "Noch ist unklar, ob die einzelnen Brandstellen in einem Zusammenhang stehen. Nach bisherigem Stand ist eine Waldfläche von mehreren tausend Quadratmetern betroffen", sagte ein Polizeisprecher. Die Kreisbrandinspektion aus dem bayerischen Aschaffenburg, die bei den Löscharbeiten unterstützte, sprach von mindestens 30.000 Quadratmetern Brandgebiet. Die Einsatzkräfte waren auch in der Nacht noch mit den Löscharbeiten beschäftigt. Das Feuer flamme immer wieder auf, hieß es.
Die Ursache der Brände ist noch unklar, Behörden schließen Brandstiftung aber nicht aus. Die Löscharbeiten dauerten die ganze Nacht über an. "Wann diese abgeschlossen sein werden, ist derzeit noch nicht absehbar", sagte der Sprecher. An einzelnen Stellen hätten Feuer bereits gelöscht werden können, in anderen schwer zugänglichen Bereichen brenne der Wald aber weiterhin.