Panorama

Bericht über Vorfall in ItalienWolf soll Familienhündin getötet haben

23.07.2026, 11:38 Uhr
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Der Wolf (nicht im Bild) näherte sich dem Hof ohne Angst. (Foto: picture alliance / imageBROKER)

Ein Wolf soll sich Medienberichten zufolge auf das Grundstück eines Bauernhauses in Italien begeben haben. Wenig später ist der Hund einer Familie tot. Der Vorfall entfacht erneut die Debatte über Wölfe in der Nähe menschlicher Siedlungen.

Ein Hund soll in Italien einem Wolf zum Opfer gefallen sein. Italienischen Medienberichten zufolge ereignete sich der Vorfall am vergangenen Samstag in dem Toskana-Dorf Orbicciano.

An diesem Abend bereitete der 39-jährige Vater alles zum Grillen vor, die Mutter war in der Küche - auch ein zweijähriges Kind befand sich im Haus. Dann habe sich ein großer Wolf dem Hof genähert, vermutlich angelockt vom Grillgeruch. Das Tier habe sich nicht an der Anwesenheit der Familie gestört. Im nächsten Moment habe der Wolf den Familienhund, der sich draußen aufhielt, angegriffen und fortgezerrt.

"Destiny war sehr tapfer, aber dieser riesige Wolf hat ihr keine Chance gelassen", sagte die Mutter der italienischen Online-Nachrichtenseite "Versilia Today". Ihr Mann habe erst bemerkt, was passiert war, als er das Wimmern des Hundes gehört habe. Als sich der Mann umdrehte, hatte der Wolf Destiny bereits in den Hals gebissen.

Mehr als ein Tier?

Die Familie war erst im April 2025 in das Bauernhaus eingezogen. Laut Polizeibericht nach einer Inspektion ist das Haus nicht eingezäunt. In den Tagen vor dem Angriff hatte es bereits Meldungen über Wölfe in der Gegend gegeben.

Der Vater und mehrere herbeigeeilte Nachbarn versuchten, den Wolf zu verfolgen und den Hund zu retten. Das gelang jedoch nicht, erst am nächsten Morgen wurden die Überreste des Hundes gefunden. Der italienische Nationale Verband zum Schutz der Umwelt und des ländlichen Lebens vermutet, dass es mindestens drei oder vier Wölfe waren, die den Hund, der etwa 22 Kilogramm wog, gemeinsam gefressen haben.

Die Behörden wollen den Vorfall untersuchen. Er befeuert in Italien erneut die Debatte über die Anwesenheit von Wölfen in besiedelten Gebieten und laut der Rural Protection Agency die Notwendigkeit, ein effektiveres Management von Exemplaren zu entwickeln, die ein selbstbewusstes Verhalten zeigen.

Hinweis: In einer vorherigen Version des Artikels hieß es, das zweijährige Kind der Familie sei in Gefahr gewesen und der Hund habe es vor dem Wolf beschützt. Nach Angaben des Bürgermeisters der Gemeinde Camaiore habe sich die Familie zum Zeitpunkt des Vorfalls jedoch im Haus befunden.

Quelle: ntv.de, sba

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