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Krankenhaus zahlte Millionen Woran starb Neil Armstrong wirklich?

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Neil Amstrong war der erste Mensch auf dem Mond. 2012 starb er im Alter von 82 Jahren.

(Foto: imago/Cinema Publishers Collection)

Kurz nach dem Jubiläum der Mondlandung kommt eine pikante Nachricht um Armstrongs Tod ans Licht. Das Krankenhaus, in dem der Astronaut 2012 starb, soll sich Stillschweigen erkauft haben. Offenbar sind bei der Behandlung von Armstrong Fehler passiert.

Rund sieben Jahre nach dem Tod von US-Astronaut Neil Armstrong ist bekannt geworden, dass das Krankenhaus, in dem er starb, eine Vergleichssumme von sechs Millionen Dollar gezahlt hat. Wie die "New York Times" berichtet, soll der erste Mann auf dem Mond aufgrund falscher OP-Nachsorge gestorben sein. Beweis für den Vergleich ist ein Gerichtsdokument, welches der Zeitung vorliegt.

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Amstrong, der am 21. Juli 1969 als erster Mensch auf dem Mond landete, starb mit 82 Jahren im Krankenhaus von Cincinnati. Die Familie erklärte damals, dass er infolge eines schweren Herzeingriffs gestorben sei.

Kurz nach der OP soll sich Armstrong allerdings gut gefühlt haben. Denn seine Frau sagte nach seiner Bypass-OP im August 2012 der AP, dass ihr Mann "erstaunlich belastbar" sei. Nichts deutete daraufhin, dass er kurze Zeit später sterben würde.

Nun berichtet die "NYT", dass bei der Nachsorge medizinische Fehler geschahen, die für Armstrongs Tod mitverantwortlich sein sollen. Laut dem Bericht sollen seine Söhne die "inkompetente post-operative Behandlung" kritisiert haben, die "Armstrong das Leben kostete".

Auch ein vom Krankenhaus beauftragter Experte soll demnach "ernsthafte Probleme" gesehen haben. Die Söhne Rick und Mark hatten dem Krankenhaus wohl vor fünf Jahren gedroht, die Nachricht über die Nachsorge-Fehler öffentlich zu machen. Das Krankenhaus selbst verteidigte offenbar seine Behandlungsmethode, überwies aber dennoch sechs Millionen Dollar an die Angehörigen.

Laut dem Artikel soll das Krankenhaus die Zahlung aufgrund eines ungerechtfertigten Todesfalls gezahlt haben. Der größte Teil, etwa 5,2 Millionen Dollar, soll unter den Söhnen aufgeteilt worden sein. Außerdem erhielten auch Armstrongs Brüder, Schwestern und Enkelkinder einen Anteil.

Durch die Zahlung sollte die fehlerhafte Behandlung vor der Öffentlichkeit verborgen werden. Die entsprechenden Dokumente kamen wohl zum Vorschein, nachdem sie beim Nachlassgericht eingereicht wurden. Das Schriftstück wurde anschließend der "New York Times" zugespielt. Krankenhaus-Sprecherin Maureen Richmond lehnte es ab, über Einzelheiten im Fall Armstrong zu sprechen.

Quelle: n-tv.de, sgu

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