Panorama

Sechster Anstieg in FolgeZahl der Drogentoten steigt weiter

06.06.2017, 14:35 Uhr
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Heroin kommt zurück und fordert in Europa so viele Todesopfer wie seit vielen Jahren nicht mehr. (Foto: REUTERS)

Erneut steigt die Zahl der Drogentoten in Europa. Mehr als 8400 Menschen sterben dem Europäischen Drogenbericht 2015 zufolge nach dem Konsum. Die überwiegende Mehrheit steht in Verbindung mit Heroin.

Die Zahl der Drogentoten in Europa ist 2015 zum dritten Mal in Folge gestiegen. Die Entwicklung sei "besorgniserregend", heißt es in dem Jahresbericht 2017 der Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht der Europäischen Union (EMCDDA). In den 28 Mitgliedstaaten der EU sowie in der Türkei und Norwegen starben 2015 den Angaben zufolge insgesamt 8441 Menschen an einer Überdosis. Dies entspreche einer Zunahme von sechs Prozent im Vergleich zu 2014, als 7950 Todesfälle registriert worden seien. Ein Anstieg der Zahl der Todesfälle sei 2015 in Deutschland, Litauen, den Niederlanden, Schweden, dem Vereinigten Königreich und der Türkei gemeldet worden, so die EU-Behörde.

In Deutschland kamen 2015 dem Bericht zufolge 1226 Menschen an einer Überdosis ums Leben. Im Jahr zuvor lag dieser Wert noch bei knapp über 1000 Fällen. Die am weitesten verbreitete illegale Droge hierzulande war Cannabis - 13,3 Prozent der Deutschen zwischen 18 und 34 Jahren nutzen die Pflanze demnach zur Berauschung. Amphetamine nehmen 1,9 Prozent, Kokain 1,2 Prozent der Befragten.

Die EMCDDA hob hervor, dass die meisten Todesfälle in Verbindung mit Heroin und anderen Opioiden stehen. Es gebe "zunehmende Gesundheitsgefahren durch hochpotente synthetische Opioide", die die Wirkungen von Heroin und Morphin imitieren, hieß es. Zudem gebe es Hinweise auf eine steigende Verfügbarkeit von Kokain, das vor allem in Süd- und Westeuropa konsumiert werde.

Quelle: bdk/dpa

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