Panorama

Container sollte an den NiederrheinZollfahnder fangen 2,9 Tonnen Kokain ab

28.04.2016, 17:40 Uhr
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In den Niederlanden ist Fahndern ein riesiger Kokain-Fund gelungen. (Foto: dpa)

Im Hafen von Rotterdam finden Zollbeamte in einem Container mit Hausrat 2,9 Tonnen Kokain. Im illegalen Straßenhandel hätte das Rauschgift etwa 100 Millionen Euro erbracht. Die Empfangsadresse der Kartons führt die Ermittler nach Deutschland.

Die vielen Kartons mit weißem Pulver sind ein spektakulärer Fund: Rund 2,9 Tonnen Kokain mit einer Empfangsadresse am Niederrhein haben Zollfahnder im Hafen von Rotterdam entdeckt. Der Drogenfund im Straßenverkehrswert von schätzungsweise 100 Millionen Euro sei bereits am 11. März in einem Container aus Curaçao gemacht worden, teilte das Zollfahndungsamt Essen mit.

Neben Hausrat befanden sich 100 Umzugskartons mit dem Kokain in dem Container. Eine Spur führt nach Angaben der Ermittler nach Kranenburg im Kreis Kleve, der Empfangsadresse im Frachtbrief. Während die Drogen bereits vernichtet wurden, dauern die Ermittlungen auch in Deutschland an. Vor diesem Hintergrund informierten die Behörden erst jetzt über den Fund in den Niederlanden. Sie wollten auch keine weiteren Details bekanntgeben.

"Dieser Fall ist ein Beispiel für die intensive und erfolgreiche Zusammenarbeit, die wir seit vielen Jahren mit den Drogenbekämpfungsbehörden der Niederlande pflegen", sagte Norbert Drude, Präsident des Zollkriminalamtes Köln. Nach Angaben der niederländischen Staatsanwaltschaft ist der jüngste Erfolg der bisher drittgrößte Drogenfund im Rotterdamer Hafen. 2005 war eine Ladung von 4,2 Tonnen Kokain entdeckt worden, 2013 waren 3 Tonnen gefunden worden.

Die Niederlande sind unter anderem wegen Europas größtem Hafen in Rotterdam eine Drehscheibe des internationalen Drogenschmuggels. Die Ermittlungen einer Spezialeinheit der Kriminalpolizei in Zusammenarbeit mit Zoll, Hafenpolizei und Steuerfahndung dauern noch an.

Quelle: ntv.de, jki/dpa

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