Panorama

Gefahr für Passagiere? Zug in Leipzig geräumt, Fahrgast "ausgerastet"

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Blick auf das Messegelände in Leipzig.

(Foto: picture alliance / dpa)

In Leipzig wird ein ganzer Zug wegen eines einzelnen Passagiers geräumt. Er sei "ausgerastet", sagt die Polizei. Was das genau bedeutet, ist noch nicht klar. Die Polizei ist derzeit im Großeinsatz.

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Nach einer offenbar heftigen Auseinandersetzung ist ein Zug in Leipzig gestoppt und geräumt worden. Es habe eine Auseinandersetzung gegeben, zu der aber noch keine näheren Angaben gemacht werden könnten, sagte eine Sprecherin der Leipziger Polizei. Das Ganze passierte am Bahnhof Leipzig-Messe.  Ein Fahrgast sei "ausgerastet", teilte die Polizei mit. Was er genau getan hat, ist bisher nicht bekannt. Auch ob es eine Bedrohungslage für die übrigen Passagiere gab, ist unklar. Der Fahrgast wurde in einem Waggon eingeschlossen.

Die Polizeisprecherin sagte, Verletzte habe es nach den bisher vorliegenden Erkenntnissen nicht gegeben. Berichte über eine Bombendrohung konnte sie nicht bestätigen.

Einen Terrorverdacht sieht die Polizei bisher nicht. Ein Fahrgast, der in Leipzig in den Zug Richtung Berlin gestiegen sei, habe sich verwirrt und aggressiv gezeigt. Er soll Drohungen ausgestoßen haben - welche konkret, könne zunächst nicht gesagt werden. Das Zugpersonal habe daraufhin am Messe-Bahnhof die Räumung des ICE veranlasst. "Wir haben derzeit eine statische, gut beherrschbare Lage", hieß es weiter von der Polizei.

Es handelte sich laut Bahn um einen IC auf dem Weg von München nach Berlin. Um 11.48 Uhr sei der Zug gestoppt und anschließend am Messe-Bahnhof geräumt worden. Das Gelände sei großräumig abgesperrt worden, sagte ein Bahnsprecher. Die Leipziger Verkehrsbetrieben teilten mit, dass Straßenbahnen und Busse nicht mehr zur Messe fahren. Auch der Fernverkehr ist betroffen: Inzwischen ist der Zugverkehr im Großraum Leipzig massiv gestört. Die Strecke in Richtung Berlin sei dicht, sagte ein Bahnsprecher. Die Züge "stapelten" sich vor dem Leipziger Hauptbahnhof.

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Quelle: n-tv.de, hul/dpa