Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 01:07 Kampfflugzeuge schießen Drohne über Litauen ab +++
Über Litauen haben Kampfflugzeuge der Nato eine Drohne abgeschossen. "Ich danke den Einsatzkräften der Allianz für ihre schnelle Reaktion", schreibt Präsident Gitanas Nauseda auf X. "Angesichts der zunehmenden Aggression Russlands gegen die Ukraine ist diese Bereitschaft für unsere Region von entscheidender Bedeutung. Gemeinsam mit unseren Nato-Verbündeten wird Litauen seinen Luftraum verteidigen." Litauen grenzt an die russische Ostsee-Exklave Kaliningrad sowie an Russlands Verbündeten Belarus.
+++ 00:29 Kampfjet-Übergabe und Suche nach Raketen: Pistorius zu Besuch im Pentagon +++
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius reist für mehrere Tage in die USA. Dort wird er den ersten von 35 neuen Kampfjets vom Typ F-35 offiziell für die Bundeswehr in Empfang nehmen. Für diesen Dienstag ist im Pentagon in Washington ein Treffen mit US-Verteidigungsminister Pete Hegseth geplant. Dabei dürfte es um die Überprüfung der US-Truppenpräsenz in Europa gehen, die Hegseth im Juni angekündigt hatte. Thema dürfte auch die Lieferung weiterer Waffen an die Europäer und die Ukraine sein - und inwiefern das aktuell überhaupt möglich ist. Denn US-Medienberichten zufolge wächst in den USA seit dem Krieg gegen den Iran die Sorge über einen möglichen Munitionsmangel. Betroffen sind demnach insbesondere Langstrecken-Lenkraketen und das Luftabwehrsysteme Patriot des US-Rüstungskonzern Raytheon.
+++ 23:04 Selenskyj nennt Bedingung für Energie-Waffenruhe +++
Der ukrainische Präsident Selenskyj erklärt sich zu einer von den USA vorgeschlagenen Waffenruhe bei Angriffen auf Energieanlagen bereit, stellt aber Bedingungen. Kiew werde einen solchen Schritt aber nur unterstützen, wenn die US-Regierung garantiere, dass Moskau den Krieg tatsächlich beenden wolle, sagt Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. US-Präsident Trump hatte zuvor auf Social Media erklärt, Russland und die Ukraine hätten sich darauf geeinigt, keine Energieziele des jeweils anderen mehr anzugreifen. Russland äußerte sich dazu bislang nicht. Ein Abkommen müsse verlässlich sein und echte Auswirkungen auf das Leben der Menschen haben, betont Selenskyj.
+++ 22:13 Ukraine: Jüngste Angriffe auf Westukraine mit Hilfe von Belarus ausgeführt +++
Für seine jüngsten Drohnenangriffe auf die westliche Ukraine soll Russland erneut in Belarus stationierte Technik benutzt haben. Dies betreffe Luftangriffe auf die Gebiete Riwne, Wolhynien und Lwiw, sagt der Sprecher des Grenzschutzdienstes, Andriy Demchenko, laut "Ukrajinska Prawda" im ukrainischen Fernsehen. Die Flugkörper seien über Relaisstationen in Belarus mit einem Signal versorgt worden. Diese Stationen dienen dazu, die Reichweite zu erhöhen. Ukrainische Behörden zählten am Samstag mindestens fünf Verletzte bei Angriffen im Westen des Landes.
+++ 21:41 Slowakei stellt sich wohl bei Russland-Sanktionen quer +++
In der EU gibt es erneut Streit um Russland-Sanktionen. Wie ein Sprecher der irischen Ratspräsidentschaft mitteilt, konnten sich die Mitgliedstaaten nicht darauf einigen, an diesem Dienstag auslaufende Strafmaßnahmen gegen rund 3000 Personen, Einrichtungen und Unternehmen wie ursprünglich geplant um zwölf Monate zu verlängern. Vereinbart werden konnte demnach nur eine Verlängerung um sieben Tage. Bis dahin soll über Streitfragen gesprochen werden. Grund für die Querelen ist nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur insbesondere die Forderung der Slowakei, die EU-Sanktionen gegen den russischen Oligarchen Alischer Usmanow aufzuheben. Das Land droht demnach, die Verlängerung aller Strafmaßnahmen zu blockieren, wenn Usmanow nicht von der Liste genommen wird. Laut Diplomaten wurde die Slowakei dabei zuletzt auch von Frankreich unterstützt. Der genaue Hintergrund für das Engagement der Länder für Usmanow ist unklar.
+++ 20:55 Von Trump verkündete Einigung in Kiew anscheinend nicht bekannt +++
Obwohl US-Präsident Donald Trump verkündete, Russland und die Ukraine seien bereit, ihre Angriffe auf Energie-Ziele einzustellen, scheint in Kiew nichts von einer derartigen angeblichen Einigung bekannt gewesen zu sein. Ein hochrangiger ukrainischer Energiebeamter sagt dem Nachrichtenportal "Kyiv Independent" unter der Bedingung der Anonymität, man habe von einem solchen Energie-Waffenstillstand nichts gehört. Dem "Kyiv Independent" zufolge hatte Selenskyj am Sonntag im ukrainischen Fernsehen erklärt, er wolle mit Trump bei einem möglichen Treffen kommende Woche in New York über eine Waffenruhe im Schwarzen Meer und bezüglich Energieinfrastruktur sprechen. "Wir sind offen für einen Waffenstillstand auf See sowie für einen Waffenstillstand im Energiebereich", wird der Präsident der Ukraine zitiert.
+++ 20:17 Reisner erklärt neue Frontlogik: Statt Nulllinie in Ukraine "haben wir jetzt Todeszone" +++
Militärexperte Markus Reisner vom österreichischen Bundesheer sieht bei der Front zwischen der Ukraine und Russland eine Neuerung: statt der klassischen Nulllinie dehnen sich zu beiden Seiten - auch durch den Einsatz von Drohnen - unbegehbare Todeszonen aus.
+++ 19:53 AfD-Chef fordert Aus von Ukraine-Hilfe, um Sprit-Steuern zu senken +++
Der AfD-Co-Vorsitzende Tino Chrupalla plädiert dafür, unter anderem die deutsche Ukraine-Hilfe komplett zu streichen, um die Steuern und damit Preise für Diesel und Benzin zu senken. Im ntv-Talk "Blome & Pfeffer" sagt Chrupalla: "Wir haben ganz klar gesagt, dass wir die Ukraine-Hilfe, die ja auch mit diesen Steuersätzen finanziert wird, streichen wollen." Deutschland habe in den "letzten vier Jahren über 100 Milliarden Euro in die Ukraine gepumpt". Diesen Spielraum und den Klima-Transformationsfonds will der AfD-Chef für eine Steuersenkung bei Benzin und Diesel nutzen. Der Staat kassiere fast 60 Prozent Steuern und Abgaben auf den Treibstoff. Chrupalla: "Unser Vorschlag ist klar. Die Energiesteuer runter, CO2 Steuer auf Kraftstoffe komplett streichen und zwar dauerhaft." Am Sonntag wird in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin gewählt. Zu sehen ist die Sendung "Blome & Pfeffer" um 20:15 Uhr und 23:30 Uhr auf ntv, auf YouTube, ntv.de sowie auf der Streamingplattform RTL+.
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