Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 09:23 Russland attackiert Logistikzentrum in Saporischschja: Acht Menschen verletzt +++
Bei einem russischen Angriff auf die Stadt Saporischschja sind acht Menschen verletzt worden. Der Leiter der Militärverwaltung des Gebiets Saporischschja, Iwan Fedorow, berichtet gegen 6.20 Uhr von Explosionen in der Stadt. Nur wenige Minuten später werden bereits erste Verletzte gezählt. Später schreibt Fedorow auf Telegram, dass bei dem Angriff ein Verteilzentrum eines Logistikunternehmens getroffen worden sei. Zum Zeitpunkt des Angriffs seien acht Mitarbeiter vor Ort gewesen. Sie hätten Verletzungen erlitten.
+++ 08:51 Kiew will Moskau finanziell ausbluten lassen - Trump-Entscheidung durchkreuzt ukrainischen Plan +++
Es ist eine harte Kalkulation, aber die Ukraine zielte bis zum Ausbruch des Iran-Kriegs darauf ab, Russlands Invasion finanziell ausbluten zu lassen - und so zu stoppen. Der Kreml braucht immens viele Soldaten für seinen Krieg in der Ukraine. Dazu wurden im Laufe der Zeit die Rekrutierungsprämien angehoben - sie betragen laut "The Independent" 24.000 US-Dollar. Bei den avisierten Zahlen pro Monat müsste Moskau nach Kiews Berechnungen etwa 840 Millionen US-Dollar zahlen. Dazu werden deutlich höhere Gehälter gezahlt als in vielen Branchen. Für gefallene Soldaten zahlt der Kreml zudem eine Entschädigung von 165.000 Dollar. Bei von Kiew "geplanten" 35.000 getöteten russischen Soldaten pro Monat kämen allein dadurch Kosten in Höhe von knapp 5,8 Milliarden US-Dollar zusammen - pro Monat. Inklusive der Rekrutierungsprämien seien es mehr als 6,6 Milliarden Euro. Dazu kommen die Gehälter. Kiews Plan war es, pro Monat, 50.000 russische Soldaten zu töten, um die Kosten für den Kreml in die Höhe zu treiben - und die Zahl der Neurekrutierungen des russischen Militärs deutlich zu übertreffen. Der Ausbruch des Iran-Kriegs und die Sanktionslockerungen der USA für den Verkauf russischen Öls machen diese Kalkulation aber zunichte. Nach Kiews Berechnungen nimmt der Kreml nun 6 bis 10 Milliarden US-Dollar monatlich zusätzlich ein. Damit seien die Kosten der monatlichen Kriegsopfer mehr als gedeckt.
+++ 08:16 Ukraine: 930 russische Soldaten verletzt oder getötet +++
Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs werden am Montag 930 russische Soldaten bei Kämpfen in der Ukraine getötet oder verletzt. Ihre Gesamtzahl seit Beginn der russischen Vollinvasion übersteigt damit den Wert von 1,28 Millionen, heißt es. Zudem seien zwei Panzer und 20 Artilleriesysteme zerstört worden. Die Zahl zerstörter oder abgefangener Drohnen soll bei knapp 2000 liegen.
+++ 07:40 Russland: Haben mehr als 200 ukrainische Drohnen abgefangen +++
Laut russischem Verteidigungsministerium sind in der vergangenen Nacht 206 ukrainische Drohnen unschädlich gemacht worden. 43 davon wurden in der Region Moskau abgefangen. Das Ministerium macht keine weiteren Angaben zu Schäden oder möglichen Opfern.
+++ 07:02 Costa: Wenn Trumps Initiative fehlschlägt, muss EU für Russland-Gespräche bereit sein +++
Die Europäische Union sollte sich aus Sicht von Ratspräsident António Costa trotz des laufenden Ukraine-Kriegs auf mögliche Gespräche mit Russland vorbereiten. Es könnte eines Tages nötig sein, die Bemühungen von US-Präsident Donald Trump um einen Frieden in der Ukraine zu übernehmen, sagt Costa in einem Interview des Nachrichtenagentur-Netzwerks European Newsroom (enr). Denkbar wäre dies nach seinen Worten etwa, wenn Trump mit seinen Anstrengungen scheitern oder aber beschließen sollte, sie nicht mehr fortzusetzen. Costa mahnt zugleich an, bei Kontakten mit Russland keine Alleingänge zu unternehmen. Derzeit sollten Trumps Bemühungen um einen gerechten und dauerhaften Frieden in der Ukraine nicht gestört werden, sagt der frühere portugiesische Regierungschef. "Vorerst besteht unser Hauptbeitrag dazu darin, den wirtschaftlichen Druck auf Russland zu erhöhen und die Ukraine weiterhin mit allen Mitteln zu unterstützen." Die gestiegenen Preise für Öl, Gas und Sprit ändern laut Costa nichts an der Strategie der EU. "Wir wollen uns von der russischen Energieversorgung unabhängig machen und nicht mit Russland über den Energiepreis verhandeln", betont er im Interview des enr-Netzwerks.
+++ 06:23 Ukraine als Testfeld - Kiew testet französische Alternative zu Patriot-System gegen Russland +++
Die ukrainische Luftwaffe gibt Einzelheiten zum neuen, in Europa hergestellten Boden-Luft-Raketensystem SAMP-T NG bekannt, das in der Ukraine getestet werden soll. Laut Juri Ihnat, dem Leiter der Kommunikationsabteilung des Luftwaffenkommandos, wird Kiew damit ballistische Raketen abfangen. Zu den Zielen zählen die russische Iskander-M, die nordkoreanische KN-23 und die Hyperschallrakete Kinschal. Die Ukraine plant, im Laufe des Jahres 2026 zu testen, ob das SAMP-T NG ballistische Bedrohungen erfolgreich abfangen kann, sagt Präsident Selenskyj. Sollte sich das System als wirksam erweisen, könnte es zu einer langfristigen Verstärkung für das ukrainische Luftabwehrnetzwerk werden. Ignat betont, wie wichtig es ist, dass Frankreich diese Systeme liefert, da es an Raketen aus den USA mangelt. "Zu wissen, dass Frankreich bereit ist, uns mit SAMP-T NG zu versorgen, ist sehr ermutigend, insbesondere wenn das System ballistische Raketen abfangen kann", sagt er.
+++ 05:57 Selenskyj zu Irans Drohnen-Lieferungen: Teheran hat uns belogen +++
Russland hat dem Iran dabei geholfen, seine Angriffsdrohnen zu verbessern, und nun sehen sich Israel, die Golfstaaten sowie die US-Truppen im Nahen Osten derselben Bedrohung ausgesetzt, mit der die Ukraine vor einigen Jahren konfrontiert war. Dies erklärt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einem Interview mit der "Jerusalem Post". "Wir haben schreckliche Erfahrungen mit diesen Drohnen gemacht. [...] Die Ukraine war letztendlich so etwas wie ein Testfeld für diese Drohnen. Man kann die erste Generation der Shahed, die zu Beginn des Krieges im Einsatz war, gar nicht mit den heutigen Shahed vergleichen", sagt er. Laut Selenskyj kontaktierte Kiew zu Beginn der groß angelegten Invasion Russlands, als Beweise auftauchten, dass der Iran Russland mit Drohnen belieferte, Teheran und forderte es auf, die Drohnen nicht zu liefern, um nicht zum Komplizen bei der Tötung von Zivilisten zu werden. "Sie sagten: 'Okay … wir sind in dieser Sache keine Verbündeten'", erinnert er sich. Er sagte, die Iraner hätten der Ukraine mitgeteilt: "'Wir haben den Russen diesen Teil der Shaheds verkauft, und es werden 1200 oder 1300 sein, und das ist alles.' Aber das stimmte nicht. Sie haben natürlich gelogen." Er wies darauf hin, dass der Iran nicht nur Drohnen geliefert, sondern auch russische Bediener ausgebildet und Russland durch die Weitergabe von Lizenzen und Technologien beim Aufbau eigener Produktionsstätten unterstützt habe. Heute, fügt Selenskyj hinzu, versorge Russland den Iran mit modernisierten Drohnen und technischem Know-how.
+++ 03:48 Moskau meldet neue Drohnenangriffe +++
Moskau wird offenbar erneut von ukrainischen Drohnen angegriffen. Bürgermeister Sergej Sobjanin meldet im Verlauf der letzten Stunden immer wieder Abschüsse durch die Flugabwehr. Über eventuelle Schäden ist nichts bekannt. Am Wochenende hatte es laut russischen Behörden den größten Angriff auf die Hauptstadt seit mehr als einem Jahr gegeben. Binnen zwei Tagen seien etwa 250 Drohnen mit Kurs auf Moskau abgeschossen worden, so Sobjanin.
+++ 01:14 Ukraine greift in Melitopol an +++
Die Ukraine greift in der Nacht Ziele in russisch besetzten Territorien an. In der von Russland kontrollierten Stadt Melitopol in der Oblast Saporischschja seien heftige Explosionen zu hören, berichtet der ukrainische Kanal Exilenova+. Ob und welche Ziele getroffen wurden, ist bislang nicht bekannt.
+++ 23:33 Selenskyj: Russische Offensive vereitelt +++
Der Ukraine ist es nach Angaben ihres Präsidenten gelungen, eine für den März geplante strategische Offensive des russischen Militärs zu vereiteln. "Und auch wenn die Attacken stetig sind und die Sturmversuche anhalten, ist ihre Intensität und der Maßstab der Auseinandersetzung nicht so groß, wie die Russen das geplant und ihre Kommandeure das der politischen Führung versprochen haben", sagt Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. Nach Angaben unabhängiger Militärexperten ist der Vormarsch der russischen Truppen zuletzt ins Stocken geraten. An einigen Frontabschnitten, speziell im Süden des Landes, konnten die Ukrainer demnach bei Gegenangriffen sogar Territorium zurückerobern. Die Lage bleibt aber schwierig, auch wegen des Soldatenmangels.
+++ 22:03 Selenskyj reist nach London und Madrid +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj reist am Dienstag nach London und einen Tag später nach Madrid. Der britische Verteidigungsminister John Healey kündigt Selenskyjs Besuch in London an und bekräftigt die "uneingeschränkte Entschlossenheit" seines Landes, der Ukraine beizustehen. Kurz zuvor hatte der britische Premierminister Keir Starmer angekündigt, dass er den ukrainischen Präsidenten "bald" treffen werde. Starmer hatte Selenskyj zuletzt im Dezember empfangen. Am Mittwoch wird Selenskyj in Madrid zu Gesprächen mit dem spanischen Regierungschef Pedro Sánchez erwartet. Der ukrainische Präsident werde während seines Besuchs Abkommen unterzeichnen und gemeinsam mit Sánchez eine Pressekonferenz geben, heißt es. Es ist das vierte Mal seit Februar 2022, dass Selenskyj Spanien besucht.
+++ 21:30 Nato kassierte bei weiterer Übung herbe Niederlage gegen die Ukraine +++
Die Ukraine hat nach einem Bericht der "FAZ" bei einem weiteren Manöver im vergangenen Jahr tiefgreifende Schwächen aufseiten der Nato aufgedeckt. Demnach gewannen die von Kiews Soldaten angeführten Seestreitkräfte im September vor der Küste Portugals fünf Übungsszenarien. Ein Grund für den Erfolg sollen die aus dem Schwarzen Meer bekannten Seedrohnen vom Typ Magura sein. Auch andere Einheiten sollen bei den sich gegenseitig ergänzenden Nato-Großübungen "Repmus" und "Dynamic Messenger" Seedrohnen verwendet haben. Eine ukrainische Quelle erzählte der "FAZ", dass die Ukrainer ein Team aus amerikanischen, britischen und spanischen Einheiten angeführt hätten. Einmal seien während eines simulierten Angriffs so viele Übungstreffer gegen eine Fregatte gelungen, dass diese in der Realität gesunken wäre. Es ist nicht das einzige Manöver im vergangenen Jahr, bei dem große Schwächen aufseiten der Nato in Bezug auf unbemannte Systeme zutage kamen. Bei der Übung "Hedgehog" in Estland hatte die 412. Nemesis-Brigade der ukrainischen Drohnenstreitkräfte innerhalb eines Tages laut "Wall Street Journal" unter anderem 17 Fahrzeuge ausgeschaltet.
+++ 21:04 Moskau: Beschädigter russischer Tanker treibt mit 700 Tonnen Kraftstoff im Mittelmeer +++
Ein vor knapp zwei Wochen beschädigter russischer Tanker treibt nach Angaben Moskaus mit hunderten Tonnen Treibstoff führerlos im Mittelmeer. Die "Arctic Metagaz" habe "schwere Schäden davongetragen", erklärt die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, in Moskau. An Bord seien Detonationen zu hören, das Schiff neige sich immer stärker zur Seite und es seien vereinzelte Brände beobachtet worden. Als die Besatzung das Schiff verließ, befanden sich laut Sacharowa 450 Tonnen Schweröl und 250 Tonnen Diesel "sowie eine erhebliche Menge Erdgas" in den Tanks. Am 3. März hatten sich mehrere Explosionen an Bord des Tankers ereignet. Moskau wirft der Ukraine vor, das Schiff mit Drohnen attackiert zu haben. Die Ukraine hat sich bislang nicht zu dem Vorfall geäußert. Die "Arctic Metagaz" befindet sich auf Sanktionslisten der Europäischen Union und der USA, die das Schiff der russischen "Schattenflotte" zurechnen.
+++ 20:15 Ukraine meldet "ungewöhnlichen" russischen Luftangriff auf Kiew +++
Die russische Armee hat heute einen seltenen Angriff am helllichten Tag auf Kiew geflogen. Nach Angaben von Reportern der Nachrichtenagentur AFP waren Explosionen zu hören und Rauchwolken stiegen auf, während Einwohner Schutz suchten. Auch stürzten Drohnentrümmer auf den Maidan, den Platz der Unabhängigkeit im Zentrum der ukrainischen Hauptstadt. Die ukrainische Luftwaffe beschrieb den Angriff zur Hauptverkehrszeit als "ungewöhnlich" - die russische Armee führt ihre Luftangriffe auf Kiew und andere ukrainische Städte meist nachts aus. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe wurden in der vergangenen und dann tagsüber 194 von 211 abgefeuerten russischen Drohnen abgefangen.
+++ 19:33 Ukrainische Drohnen treffen Öldepot für Russlands Front +++
Die Ukraine hat im Süden Russlands ein Öldepot angegriffen. Behörden in der Region Krasnodar melden eine Drohnenattacke auf die Anlage in Labinsk. Aufnahmen aus sozialen Medien zeigen das brennende Depot und eine gewaltige Rauchsäule.
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