Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 09:56 Russland meldet Angriff auf Moskau mit mehr als 400 Drohnen +++
Nach Angaben des Moskauer Bürgermeisters, Sergej Sobjanin, sind in der Nacht 417 ukrainische Drohnen in Richtung der Region der russischen Hauptstadt geflogen. Das meldet das Exilmedium Meduza. Opfer gab es demnach keine, der Großteil der Drohnen sei schon weit entfernt unschädlich gemacht worden. Laut der russischen staatlichen Nachrichtenagentur Tass war der Angriffsversuch einer der größten seit Jahresbeginn. An Moskauer Flughäfen kam es zu Flugeinschränkungen.
+++ 09:31 Dritte Festnahme in Deutschland nach Starlink-Brand in Polen +++
Im Zusammenhang mit dem Feuer an einer Starlink-Station in Polen im September ist in Deutschland eine dritte Person festgenommen worden. Das berichtet der polnische Sender RMF FM. Näheres ist noch nicht bekannt.
+++ 09:27 Von der Leyen verurteilt Angriffe auf Schiffe vor Bulgarien +++
Nach Bekanntwerden erneuter Angriffe auf zwei Schiffe vor der bulgarischen Küste verurteilt EU-Kommissionschefin die Vorfälle "aufs Schärfste". "Das Schwarze Meer ist zu einer weiteren Eskalationsfront im russischen Krieg in der Ukraine geworden", schreibt von der Leyen bei X. "Das ist inakzeptabel. Ich verurteile die Drohnenangriffe auf Handelsschiffe vor der bulgarischen Küste aufs Schärfste."
+++ 09:09 Brennende Häuser in Lwiw nahe Polen +++
Bei einem russischen Angriff auf die ukrainische Region Lwiw unweit der Grenze zu Polen sind zwei Häuser in Brand geraten. Eine abgeschossene Drohne sei herabgestürzt, berichten Medien unter Berufung auf die regionale Militärverwaltung. Auch Autos wurden demnach beschädigt.
+++ 08:34 Erneut zwei Schiffe vor Bulgarien getroffen - eines sinkt +++
Bei einem mutmaßlichen Drohnenangriff im Schwarzen Meer vor der bulgarischen Küste sind zwei Schiffe getroffen worden. Um 1.30 Uhr in der Nacht sei ein erstes Signal "über ein in Seenot geratenes Schiff empfangen worden", schreibt Bulgariens Ministerpräsident Radew bei Facebook. Die Besatzung konnte demnach gerettet werden. Ihren Angaben zufolge wurde das unter maltesischer Flagge fahrende und der Ukraine gehörende Schiff "von drei Drohnen aus der Luft" getroffen. Laut Radew wurde ein weiteres Schiff getroffen und sank. Ein Besatzungsmitglied sei gerettet worden. Der Regierungschef kündigt an, angesichts dieses "inakzeptablen Vorfalls" die russische Botschafterin einbestellen zu wollen. Auch die Nato sei informiert worden.
+++ 08:20 Russischer Angriff trifft Charkiw schwer +++
Bei dem schweren russischen Angriff auf Charkiw sind nicht nur mehrere Menschen verletzt und diverse Wohnhäuser beschädigt worden, sondern auch Todesopfer zu beklagen. Auf Bildern der Nachrichtenagentur Reuters ist unter anderem die Bergung von Leichen zu sehen.
+++ 07:47 Russland meldet abgewehrten Angriff auf Chemie-Zentrum +++
Russland hat nach Angaben des regionalen Gouverneurs einen Drohnenangriff auf ein Industriegebiet in der Stadt Newinnomyssk in der südlichen Region Stawropol abgewehrt. Das teilt Gouverneur Wladimir Wladimirow bei Telegram mit. Newinnomyssk ist unter anderem ein wichtiges Zentrum der chemischen Industrie.
+++ 07:22 Wadephul: Auch wir sind im Fadenkreuz +++
Bundesaußenminister Wadephul will angesichts anhaltender Angriffe Russlands auf die Ukraine bei einem Besuch in Polen ein Zeichen der Geschlossenheit setzen. "Auch wir sind im Fadenkreuz", warnt der CDU-Politiker vor seiner Abreise zur Teilnahme an einer Sicherheitskonferenz in Warschau. Deswegen komme er mit engen Freunden Deutschlands aus Polen, Norwegen und dem Vereinigten Königreich zusammen. Der Auftritt dürfte auch als politisches Symbol nach den jüngsten umstrittenen Äußerungen von US-Präsident Trump gedacht sein.
+++ 06:48 Trump: Sie haben Energie-Waffenruhe zugestimmt, weil ich es sage +++
Trotz der andauernden russischen Angriffe auf ukrainische Energieanlagen bekräftigt US-Präsident Trump eine angebliche "Energie-Waffenruhe". Beide Länder hätten zugestimmt, sagte er bei einer Pressekonferenz. "Wissen Sie warum? Weil ich gesagt habe, dass sie sich darauf geeinigt haben. Deshalb. Sie haben sich darauf geeinigt, weil ich gesagt habe, dass sie sich darauf geeinigt haben."
+++ 06:28 Deutsche zunehmend skeptisch gegenüber EU-Beitritt der Ukraine +++
Die Ukraine knüpft ihre Hoffnung auf Frieden an einen raschen EU-Beitritt, in den EU-Staaten dagegen sinkt die Unterstützung für eine schnelle Aufnahme. Einer Umfrage der Bertelsmann-Stiftung zufolge wollen 83 Prozent der Ukrainer einen EU-Beitritt in den kommenden Jahren, aber nur noch 47 Prozent der EU-Bürger. Unter den zehn größten EU-Staaten ist die deutsche Bevölkerung mit 41 Prozent Zustimmung zu einem schnellen Beitritt besonders skeptisch. Nur in Rumänien liegt der Wert niedriger bei 40 Prozent. Die höchste Zustimmung erreicht bei den großen EU-Ländern Schweden mit 69 Prozent. Zu Beginn des russischen Angriffskrieges 2022 befürworteten noch 60 Prozent in Deutschland einen raschen EU-Beitritt.
+++ 06:05 Selenskyj: Deutschland bereitet Treffen der "Koalition der Willigen" vor +++
Zur Unterstützung der Ukraine sind neue Treffen geplant. Der ukrainische Präsident Selenskyj schreibt in sozialen Medien, er habe einem Treffen der nationalen Sicherheitsberater im E3-Ukraine-Format zugestimmt. Dazu gehören Deutschland, Großbritannien und Frankreich. "Wir haben ebenso Unterstützung für die finanzielle Widerstandsfähigkeit der Ukraine besprochen", schreibt er nach Gesprächen mit Bundeskanzler Merz und weiteren ausländischen Spitzenpolitikern. Deutschland arbeite an einem neuen Termin für einen Gipfel der "Koalition der Willigen" aus mehr als 30 Staaten.
+++ 05:39 Familie bei russischem Angriff auf Dorf getötet +++
Bei russischem Raketenwerferbeschuss sind in der ostukrainischen Region Donezk Behördenangaben zufolge mindestens drei Zivilisten getötet worden. Laut Polizei handelt es sich bei den Toten um ein 13-jähriges Mädchen, ihre 36-jährige Mutter und ihre 62-jährige Großmutter. Bei dem Angriff seien in der Siedlung Tscherkaske im Landkreis Kramatorsk weitere vier Menschen verletzt worden, teilt die ukrainische Staatsanwaltschaftmit. Den Angaben nach wurde beim Beschuss des Wohngebiets mit dem Mehrfachraketenwerfersystem "Smertsch" mindestens ein Einfamilienhaus komplett zerstört. Die Behörde habe Ermittlungen wegen eines möglichen Kriegsverbrechens aufgenommen. Tscherkaske ist etwas mehr als 30 Kilometer von der Frontlinie entfernt.
+++ 04:49 Tusk fordert vom Westen geballten Druck auf Putin +++
Beim Sicherheitsforum in Warschau ruft der polnische Regierungschef Donald Tusk die westlichen Verbündeten zu einer weiteren Verschärfung der Sanktionen gegen Russland auf. "Dies ist der Moment, in dem der gesamte Westen - Europa und die Vereinigten Staaten - Russland und Putin zeigen sollte, dass er bereit ist, eine Politik der Eindämmung Russlands mit noch entschlosseneren Mitteln zu betreiben", sagt Tusk. Das EU- und Nato-Mitglied Polen ist einer der stärksten Unterstützer der Ukraine und ein wichtiger Umschlagsort für militärische und humanitäre Hilfsgüter für das von Russland angegriffene Land. Tusk hatte kürzlich vor Bedrohungen aus Russland - darunter Drohnen- und Raketenangriffe - gegen Länder gewarnt, welche die Ukraine in ihrem Abwehrkampf unterstützen.
+++ 03:52 Bulgarien bittet EU und Nato nach Drohnenangriffen um Hilfe +++
Eine Woche nach Drohnenangriffen auf zwei Handelsschiffe im Schwarzen Meer hat Bulgarien die Europäische Union und die Nato um technische Hilfe bei den Ermittlungen gebeten. Beide angegriffene Schiffe waren beschädigt worden, eines davon sank. Nach Angaben von Regierungschef Rumen Radew ist bislang unklar, ob die Drohnen aus Russland oder aus der Ukraine kamen. Fest steht, dass eines der angegriffenen Schiffe, die "Alfa Watan", praktisch sofort nach der Attacke gesunken war - binnen etwa drei Minuten. Eine Drohne, die derart enorme Schäden anrichtet, dürfte mit einem Sprengkopf von mehr als 300 Kilogramm ausgestattet gewesen sein, sagt der Professor an der Militärakademie in Sofia, Dimitar Nedjalkow, dem bulgarischen Fernsehsender Nova. An Bord der unter der Flagge von Togo fahrenden "Alfa Watan" waren zwölf Mann Besatzung, die noch immer vermisst werden.
+++ 02:45 Trotz Sanktionen: Russland liefert seit 2022 für 286 Milliarden Euro Öl und Gas in EU +++
Trotz der gegen Russland verhängten Sanktionen hat das Land nach eigenen Angaben seit 2022 Erdöl und Erdgas im Wert von mehr als 320 Milliarden US-Dollar an EU-Länder verkauft. "Diese Zahl beläuft sich für den Zeitraum von 2022 bis heute auf 320,7 Milliarden US-Dollar (etwa 286 Milliarden Euro)", sagt der für Energie zuständige russische Vizeregierungschef Alexander Nowak im Fernsehen. Vor diesem Hintergrund kritisierte US-Finanzminister Scott Bessent die "Heuchelei" der Europäer, die den Diesel-Deal von US-Präsident Donald Trump verurteilten.
+++ 01:45 Ukraine: Mindestens acht Tote bei russischen Angriffen +++
Bei russischen Angriffen auf ein Wohnhochhaus nahe Kiew und andere Regionen in der Ukraine sind Behördenangaben zufolge mindestens acht Menschen getötet worden. In einem Vorort der Hauptstadt starben zwei Menschen bei dem Beschuss eines 25-stöckigen Gebäudes, wie Präsident Wolodymyr Selenskyj auf Telegram mitteilt. (Siehe Eintrag von 20:24 Uhr) Mindestens neun weitere Personen seien dort verletzt worden. Bei Angriffen in den Regionen Charkiw, Donezk und Dnipro kamen den Behörden zufolge mindestens sechs weitere Menschen ums Leben. In der Großstadt Charkiw seien zudem fünf Menschen verletzt worden, als der Eingang eines Wohnhauses einstürzte.
+++ 00:56 Kreml äußert Erwartung an Nord-Stream-Prozess in Hamburg +++
Der Kreml erwartet von dem bevorstehenden Prozess in Deutschland zu den Anschlägen auf die Nord-Stream-Pipelines im Jahr 2022 eine objektive Aufklärung. Das Verfahren müsse die Auftraggeber und Ausführenden der Sabotage identifizieren, sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Ab Mittwoch muss sich ein ukrainischer Staatsbürger vor dem Oberlandesgericht Hamburg wegen des Sabotage-Akts verantworten.
+++ 23:43 Insider: USA wollen Russland mit Diesel-Deal zu Verhandlungen bewegen +++
Die USA setzen Insidern zufolge darauf, dass das umstrittene Diesel-Abkommen mit Russland die Führung in Moskau zu Friedensverhandlungen bewegen soll. Die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner hätten dies ukrainischen Vertretern bei einem Treffen in Miami erklärt, sagen drei mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Das Abkommen über die Lieferung von mehr als 2,25 Millionen Barrel Diesel an die USA und weltweite Märkte soll demnach die Position Moskaus "aufweichen". Der russische Präsident Wladimir Putin ist den Gesandten zufolge derzeit nicht zu Verhandlungen bereit. Die US-Delegation fordere zugleich ein Ende der ukrainischen Angriffe auf russische Raffinerien. Die ukrainischen Vertreter hätten skeptisch reagiert und sähen in dem Deal ein Zugeständnis an Russland. Die US-Vertreter drohten bislang jedoch nicht mit einer Kürzung der Unterstützung für Kiew, heißt es weiter.
+++ 22:51 Nato-Kommandeur warnt Russland: Jeder Angriff wäre vergeblich +++
Der Oberbefehlshaber der Nato-Truppen in Europa, US-General Alexus Grynkewich, warnt Russland vor einem Angriff auf das Bündnis und betont, dass jeder Angriff "sinnlos" wäre. "Wenn jemand so töricht ist, uns anzugreifen, werden wir kämpfen", sagt Grynkewich bei einem Besuch in Polen. "Wir werden den Angriff stoppen und dem Angreifer die Möglichkeit nehmen, seine Ziele zu erreichen, welche auch immer das sein mögen", betont der Oberbefehlshaber. "Kurz gesagt: Wir werden dafür sorgen, dass jeder Angriff auf einen Verbündeten sich als völlig sinnlos erweist."
+++ 22:12 Klitschko: Raketen schlagen in Kiew ein - Luftalarm fast im gesamten Land +++
Kiew steht erneut unter russischem Beschuss. Eine Rakete sei in eine Verkehrsinfrastruktureinrichtung eingeschlagen, schreibt Bürgermeister Vitali Klitschko bei Telegram. Etwa 20 Minuten später berichtet er von einem Raketeneinschlag in ein vierstöckiges Lagergebäude. Reporter ukrainischer Medien berichten von heftigen Explosionen kurz nach 22 Uhr Ortszeit (21 Uhr in Deutschland), noch bevor in der ukrainischen Hauptstadt der Luftalarm losging. Bisher gibt es keine Berichte über Opfer. In weiten Teilen der Ukraine gilt aktuell Luftalarm.
+++ 21:28 Trump verteidigt Diesel-Deal und teilt gegen EU aus +++
US-Präsident Donald Trump verteidigt sich gegen Kritik, Diesel von Russland kaufen zu wollen. "Ich habe die richtige Entscheidung für das amerikanische Volk getroffen - immer: Amerika zuerst", schreibt er bei Truth Social. Außerdem teilt er gegen die EU aus: "Die Europäische Union hat Russland 250 Milliarden Dollar für Energie gezahlt, und die Fake-News-Medien wollen sich nicht mit dieser Geschichte befassen." Näher geht Trump nicht darauf ein. Doch die Mediengruppe CNBC schreibt, Trumps Angaben deckten sich in etwa mit einigen Schätzungen darüber, wieviel die EU seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine im Jahr 2022 für den Import fossiler Brennstoffe aus Russland ausgegeben hat. Die EU hat sich seit Kriegsbeginn darum bemüht, ihre Abhängigkeit von russischem Gas stark zu verringern. Dennoch fließt weiterhin Gas nach Europa: Russisches Pipeline-Gas und Flüssiggas (LNG) machten nach Angaben der EU-Kommission im Jahr 2025 rund 19 Prozent der Gasimporte der 27 EU-Staaten aus. Pro Monat entsprechen die Einfuhren fossiler Energieträger - Gas und ein kleinerer Anteil Öl - aus Russland der Kommission zufolge einem Wert von rund 1,5 Milliarden Euro. Ab November 2027 verbietet die EU russische Gaseinfuhren völlig.
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