Kreml legt Heizkraftwerk lahm1126 Wohnhäuser in Kiew bleiben restlichen Winter ohne Heizung

Einige Tage schießt Russland nicht auf Kiew und andere Städte. Am Dienstag gehen die Angriffe jedoch weiter. Dabei wird ein Heizkraftwerk so getroffen, dass es für mindestens zwei Monate ausfällt. Zehntausende Ukrainer müssen nun bibbern.
Mehr als 1100 Wohnblocks in Kiew können wegen der Zerstörung eines Heizkraftwerks in diesem Winter absehbar nicht mehr beheizt werden. Das teilte der Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt, Vitali Klitschko, auf seinem Telegram-Kanal mit. Die Verwaltung der Drei-Millionen-Stadt veröffentlichte eine Liste mit 1126 betroffenen Gebäuden, die alle in den Stadtteilen Darnyzja und Dniprowskyj auf dem östlichen Ufer des Dnipro liegen.
Das Heizkraftwerk Darnyzja wurde bei einem russischen Luftangriff am Dienstag schwer beschädigt. Es werde "mindestens zwei Monate" dauern, um die Systeme und Anlagen im Kraftwerk wieder instand zu setzen, erklärte Klitschko jetzt. In den betroffenen Wohnblocks sei das Wasser abgelassen worden, um ein Einfrieren der Leitungen zu verhindern.
Weil die Häuser nicht beheizt werden könnten, sollten sie wenigstens möglichst gut mit Strom versorgt werden, teilte der Bürgermeister mit. Außerdem würden in diesen Stadtteilen neun zusätzliche Schulen mit mobilen Heizkesseln beheizt, damit die Menschen sich dort Tag und Nacht aufwärmen können. Zudem richte die Stadt weitere 64 kleine Aufwärmpunkte ein.
In der ukrainischen Hauptstadt müssen die Menschen schon seit schweren Luftangriffen Anfang Januar bei Temperaturen um die minus 20 Grad Celsius fast ohne Strom, Heizung und Wasser ausharren. Dabei herrscht strenger Frost. Die ukrainische Führung wirft Russland vor, die Menschen mit Kälte und Dunkelheit zu terrorisieren.
Zuletzt hatte US-Präsident Donald Trump Kremlchef Wladimir Putin wegen der Kältewelle um eine kurzzeitige Einstellung der Angriffe auf Kiew und andere Städte gebeten. Am Dienstag nahm Moskau seine Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt wieder auf, vielerorts war die Energieversorgung unterbrochen. Die Ukraine hält seit fast vier Jahren einer großangelegten russischen Invasion stand.