Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 15:16 Ukraine gibt Offensive in Donezk bekannt +++

15.09.2026, 00:01 Uhr

Die ukrainische Armee berichtet von Erfolgen einer offensiven Operation namens "Vivaldi" im östlichen Gebiet Donezk. Das dritte Armeekorps habe den Ort Seredne befreit und weitere Orte "von feindlichen Eindringlingen gesäubert", teilt der Kommandant des Korps, Andrij Bilezkyj, in sozialen Medien mit. Zuvor hatten bereits unter anderem russische Militärblogger und Open-Source-Analysten von einem ukrainischen Vorstoß gesprochen. "Wir bestätigen die Informationen über den Vorstoß der ukrainischen Armee im Norden der Oblast Donezk", teilt General Bilezkyj mit. Der seit mehreren Tagen andauernde Einsatz nördlich der Stadt Lyman habe bislang die Befreiung von mehr als zehn Quadratkilometern und die "Säuberung" von 75 Quadratkilometern ermöglicht, die russische Einheiten infiltriert hätten, so Bilezkyj. Den Kampfkapazitäten der russischen Einheiten sei "ein schwerer Schlag versetzt" worden. Unabhängig überprüfen lässt sich das bisher nicht. Das ukrainische Analyse-Projekt Deepstate berichtet ebenfalls über die Befreiung von Seredne und ein Zurückdrängen der russischen Kräfte in der Umgebung. Nach Einschätzung mehrerer Militäranalysten zielt die ukrainische Offensive darauf ab, den russischen Druck auf die Schlüsselstädte Slowjansk und Kramatorsk zu verringern. 

+++ 14:41 Russland: Bomber patrouillieren über Barentssee und Norwegischer See +++

Russische strategische Bomber vom Typ Tu-95 haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau Patrouillenflüge über neutralen Gewässern der Barentssee und der Norwegischen See unternommen. Die Maschinen seien dabei zeitweise von ausländischen Kampfflugzeugen eskortiert worden, melden russische Nachrichtenagenturen unter Berufung auf das Ministerium. 

+++ 14:09 Ukrainisches Parlament entlässt Generalstaatsanwalt +++

Das ukrainische Parlament stimmt für die Entlassung des Generalstaatsanwalts Ruslan Krawtschenko. Eine deutliche Mehrheit von 317 Abgeordneten unterstützt einen entsprechenden Antrag von Präsident Wolodymyr Selenskyj. Krawtschenko hatte vor rund einer Woche im Zusammenhang mit einer Korruptionsaffäre in seiner Behörde seinen Rücktritt eingereicht, aber von einer "politischen Entscheidung" gesprochen. Am Montag erhob er in einem Video Vorwürfe gegen die ukrainischen Antikorruptionsbehörden und forderte deren Chefs zum Rücktritt auf. Zudem gab er an, sich auf einer Dienstreise im Ausland zu befinden. 

+++ 13:31 Kreml begrüßt Trump-Vorschlag zum Stopp der Angriffe auf Energieanlagen +++

Der Kreml begrüßt den Vorschlag von US-Präsident Donald Trump zu einem Aussetzen der gegenseitigen Angriffe auf die Energie-Infrastruktur von Russland und der Ukraine als eine "gute Idee". "Wir haben die Veröffentlichung von Präsident Trump gesehen. Wir erachten das als eine gute Idee, eine gute Initiative", sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow während seiner täglichen Pressekonferenz.

+++ 13:03 Drohnenangriffe legen die Hälfte von Russlands Top-Raffinerien lahm +++

Ukrainische Drohnenangriffe haben die Hälfte der sechs wichtigsten russischen Diesel-Raffinerien im September dazu gezwungen, ihre Produktion deutlich zu drosseln oder ganz einzustellen. Dies geht aus Berechnungen der Nachrichtenagentur Reuters hervor, die auf Angaben von Marktteilnehmern basieren. Die Ukraine, deren eigene Energie-Infrastruktur regelmäßig von Russland angegriffen wird, bezeichnet die Raffinerien als legitime militärische Ziele. Den Marktdaten zufolge entfällt auf sechs Anlagen - die Raffinerien Omsk, Kirischi, Taneco, Wolgograd, NORSI und Perm - etwa die Hälfte der russischen Dieselproduktion. Insidern zufolge wurde die Anlage in Kirischi vollständig stillgelegt, während die Raffinerien NORSI und in Wolgograd nur noch mit etwa einem Viertel ihrer Kapazität arbeiten. Die Raffinerie Taneco wurde am Sonntag von Drohnen angegriffen. Eine Einschätzung der Folgen war laut Insidern aber noch nicht möglich.

+++ 12:27 Lawrow: Keine Kampfpause bei möglichen Ukraine-Verhandlungen +++

Russland wird die Kampfhandlungen in der Ukraine nach den Worten von Außenminister Sergej Lawrow auch im Falle von Friedensgesprächen nicht einstellen. Lawrow erklärt, die sogenannte "Militäroperation" werde auch während solcher Verhandlungen fortgesetzt. Die Ukraine fordert hingegen eine Waffenruhe als Grundlage für Verhandlungen.

+++ 11:58 Wirbt Russlands Armee bald "entbehrliche Mitarbeiter" an? +++

Vor der Parlamentswahl am Wochenende wird in Russland über neue Rekrutierungen spekuliert. Eine neue Mobilmachung erwartet Russland-Korrespondent Rainer Munz nicht. Stattdessen könnten Unternehmen Listen mit "entbehrlichen" Beschäftigten erstellen. Diese Menschen sollen dann zum Militärdienst gedrängt werden.

+++ 11:33 Empörung in Dänemark über "rücksichtslosen" russischen Beschuss mit Leuchtraketen +++

Ein russisches Kriegsschiff hat nach Angaben Dänemarks über der Ostsee zwei Leuchtraketen auf einen Hubschrauber der dänischen Armee abgefeuert. Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen verurteilt den Vorfall im Onlinedienst X am Dienstag als eine "rücksichtslose" Handlung Russlands, das versuche, "einzuschüchtern und zu spalten". Das Außenministerium in Kopenhagen berief den russischen Botschafter ein. Die Armee teilte am Montagabend mit, ein Hubschrauber der Luftwaffe sei "während eines routinemäßigen Fotoeinsatzes bei einer russischen Fregatte, die sich in internationalen Gewässern vor Gedser befand, mit Leuchtraketen beschossen" worden. 

+++ 10:54 Ein Toter bei russischem Drohnenangriff auf Saporischschja +++

Bei einem russischen Drohnenangriff auf die südostukrainische Großstadt Saporischschja ist ein Mensch getötet worden. Zudem fiel in Teilen der Stadt der Strom aus, wie der amtierende Gouverneur der gleichnamigen Region, Mychajlo Semykin, mitteilt. Semykin zufolge wurde bei dem Angriff eine Infrastruktureinrichtung beschädigt.

+++ 10:11 Parlamentswahl in Russland: Jaschin für symbolische Abstimmung gegen Ukraine-Krieg +++

Zur Parlamentswahl in Russland ruft der im Exil lebende Oppositionelle Ilja Jaschin alle Gegner des Kriegs in der Ukraine zu einer weltweiten symbolischen Abstimmung auf. Alle Wahlberechtigten sollten sich am Sonntag um 12.00 Uhr entweder vor Wahllokalen im Inland oder in Botschaften und Konsulaten im Ausland versammeln, um ein Zeichen zu setzen. "Wenn die Menschen zur gleichen Zeit kommen und sich in Schlangen einreihen, um gegen Geeintes Russland zu stimmen, dann wird jeder sehen, wie viele wir wirklich sind", sagt Jaschin im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP. Einen ähnlichen Protest gab es bereits bei der Präsidentschaftswahl 2024. Die Partei von Kreml-Chef Wladimir Putin wird aus der am Freitag beginnenden Parlamentswahl wie auch in den Vorjahren als Sieger hervorgehen. Jabloko - die letzte russische Partei, die sich gegen den Angriffskrieg in der Ukraine ausgesprochen hatte - war im August von der Wahl ausgeschlossen worden. "Wir betrachten dies nicht als Wahl", betonte der in Berlin lebende Jaschin, der dort am Sonntag bei dem Protest vor der russischen Botschaft anwesend sein wird. Der Verbündete des Anfang 2024 in Haft gestorbenen Kreml-Kritikers Alexej Nawalny hatte im Juni in der deutschen Hauptstadt die Partei "Friedliches Russland" gegründet.

+++ 09:42 Ukraine: Wieder Tankstelle in Kiew getroffen +++

Russland hat erneut die ukrainische Hauptstadt Kiew mit Drohnen angegriffen und dabei wieder eine Tankstelle getroffen. Ein Mensch sei verletzt worden, teilt Bürgermeister Vitali Klitschko auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Auch ein Lagerhaus sei getroffen worden. Den ukrainischen Behörden zufolge hat Russland zuletzt seine Angriffe auf Tankstellen ausgeweitet. Aus Russland meldeten die Behörden ihrerseits neue ukrainische Angriffe. In der südrussischen Hafenstadt Taganrog habe ein Raketenangriff unter anderem erneut eine Lagerhalle des Online-Händlers Ozon beschädigt. Zudem habe ein Drohnenangriff eine Industrieanlage in der Region Samara an der Wolga getroffen. Um welche Anlage es sich handelte, wurde nicht genannt. In der Region befinden sich große Ölraffinerien. Am Montag hatte US-Präsident Donald Trump erklärt, dass die Ukraine und Russland sich darauf geeinigt hätten, gegenseitig keine Energieanlagen mehr zu attackieren. 

+++ 09:02 USA verhängen neue Sanktionen gegen russische VTB-Bank +++

Die Vereinigten Staaten verhängen neue Sanktionen gegen die VTB-Bank, eines der größten Finanzinstitute Russlands, weil diese dem Iran dabei geholfen habe, Sanktionen zu umgehen, wie das US-Finanzministerium bekannt gibt. Die Maßnahme ist Teil der "Operation Economic Outcast", dem Plan des Finanzministeriums, den Iran wirtschaftlich zu isolieren. Die VTB-Bank habe mit sanktionierten iranischen Finanzinstituten zusammengearbeitet und dabei geholfen, eingefrorene iranische Vermögenswerte in Milliardenhöhe zu transferieren, so das Finanzministerium.

+++ 08:30 Trump-Sohn bestätigt "großzügiges Hochzeitsgeschenk" von russischem Geschäftsmann +++

Ein russischer Geschäftsmann mit Verbindungen zum Kreml hat die Feierlichkeiten nach der Hochzeit des ältesten Sohnes von US-Präsident Donald Trump finanziert. Dies bestätigen Donald Trump Jr. und seine Frau Bettina Trump, nachdem bereits die Investigativ-Website "ProPublica" darüber berichtet hatte. Beide erklären im Onlinedienst Instagram, ihr "lieber Freund" Umar Kremlew habe im Mai auf den Bahamas "sehr großzügig zwei unglaubliche Nächte" voller Feierlichkeiten ausgerichtet. Laut "ProPublica" hatte Kremlew die Kosten für die Feiern in Höhe von hunderttausenden Dollar übernommen. "Es war ein außerordentlich großzügiges Hochzeitsgeschenk eines Freundes - etwas, wofür wir unglaublich dankbar waren und weiterhin sind", schreibt das Paar. Präsident Trump hatte weder an der Hochzeit seines Sohnes noch an den anschließenden Feiern teilgenommen. Der US-Präsident begründete dies damit, dass er während der Gespräche über den Iran-Konflikt in Washington bleiben müsse. 

+++ 08:08 Dänemark: Russische Fregatte feuert Leuchtkugeln auf Militärhubschrauber +++

Eine russische Fregatte hat am Donnerstag in internationalen Gewässern vor der dänischen Küste nach Angaben aus Kopenhagen zwei Leuchtkugeln auf einen dänischen Militärhubschrauber abgefeuert. Die Geschosse hätten den Helikopter knapp verfehlt, teilt das Militär des Nato-Landes mit. Der Hubschrauber sei auf einem Routineeinsatz gewesen, um die russische Fregatte zu fotografieren. Bei der Leuchtmunition handele es sich um Pyrotechnik, die auf See üblicherweise als Warnsignal genutzt werde, heißt es in der Mitteilung weiter. Wegen des Vorfalls will Dänemark den russischen Botschafter einbestellen. Dies kündigte Verteidigungsminister Jeppe Bruus im dänischen Sender TV2 an. Eine russische Stellungnahme zunächst nicht vor.

+++ 07:44 Kim Jong Un sichert Russland im "heiligen" Krieg weitere Unterstützung zu +++

Der nordkoreanische Diktator Kim Jong Un sagt Russland weitere Unterstützung zu und bezeichnet Moskaus Krieg gegen die Ukraine als „heilig“. In einem Brief an den russischen Präsidenten Wladimir Putin bekräftigt Kim laut AFP unter Berufung auf nordkoreanische Staatsmedien das Engagement Nordkoreas, die Zusammenarbeit mit Moskau auszubauen und Russlands Kriegsanstrengungen zu unterstützen. „Ich bin fest davon überzeugt, dass die Russische Föderation in diesem heiligen Krieg zur Verteidigung der Sicherheitsinteressen des Landes und der internationalen Gerechtigkeit den Sieg davontragen wird. Ich verspreche Ihnen, meinem lieben Freund, und dem brüderlichen russischen Volk meine unerschütterliche Unterstützung“, schreibt Kim laut der Koreanischen Zentralen Nachrichtenagentur (KCNA). Pjöngjang hat Waffen und Truppen zur Unterstützung der russischen Streitkräfte bereitgestellt, während Analysten davon ausgehen, dass Nordkorea im Gegenzug wirtschaftliche Hilfe und Zugang zu russischer Militärtechnologie erhalten hat. 

+++ 06:51 Selenskyj: "Nicht die Zeit, russische Oligarchen zu schützen" +++

Die Europäische Union hat beschlossen, die Frist für die Verlängerung der Sanktionen gegen Russland zu verschieben, wodurch den Verantwortlichen weitere sieben Tage Zeit bleiben, um eine Einigung zu erzielen. Frankreich setzt sich Berichten zufolge dafür ein, den mit Sanktionen belegten usbekisch-russischen Oligarchen Alisher Usmanov von der Liste zu streichen, um mehrere derzeit dort inhaftierte französische Staatsbürger freizubekommen. Die Slowakei will zudem die Streichung des mit Sanktionen belegten Magnaten Michail Fridman, einem der reichsten Männer Russlands, erreichen. "Dies ist definitiv nicht der richtige Zeitpunkt, um Sanktionen aufzuheben, definitiv nicht der richtige Zeitpunkt, um russische Oligarchen vor Sanktionen zu schützen, und definitiv nicht der richtige Zeitpunkt für Europa, Russland irgendwelche Geschenke zu machen", sagt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. "Usmanow, Fridman und andere russische Persönlichkeiten dieser Art haben noch keine Schritte gegen den Krieg unternommen." 

+++ 06:14 Ukraine attackiert Ölraffinerie im russischen Sysran +++

Ukrainische Streitkräfte haben die Ölraffinerie in Sysran im russischen Gebiet Samara angegriffen, wie Behörden und Kriegsblogger berichten. Nach Angaben des Telegram-Kanals "Exilenova Plus" brachen an mehreren Stellen innerhalb des Geländes Brände aus, nachdem das Gelände von ukrainischen Drohnen getroffen worden war. Der Gouverneur des Gebiets Samara, Wjatscheslaw Fedorischtschew, erklärte später, dass über 40 ukrainische Drohnen über dem Gebiet der Region abgeschossen worden seien. 

+++ 05:49 Nato registriert steigende Zahl russischer Hybrid-Angriffe +++

Die Zahl der hybriden Angriffe Russlands auf Nato-Staaten nimmt nach Angaben aus dem Militärbündnis deutlich zu. Allein im vergangenen Jahr wurden demnach mehr als 200 erfasst. Dabei seien die alltäglichen Cyberangriffe nicht eingerechnet, erklärt ein ranghoher Nato-Beamter in Brüssel. Von diesen gebe es allein gegen das Nato-Hauptquartier jeden Monat Tausende. Zum Fall der Sprengstoffdrohne am Flughafen Leipzig/Halle sagte der Nato-Vertreter, der gefundene Sprengstoff deute nach seiner Einschätzung darauf hin, dass ein russischer Geheimdienst direkt involviert gewesen sei. "Semtex ist nichts, was man irgendeinem Jugendlichen in die Hand drückt, den man beim Videospielen rekrutiert hat", sagt er. Russland verfolgt nach Einschätzung der Nato unter anderem das Ziel, die politische und praktische Unterstützung für die Ukraine zu untergraben und sich auf eine mögliche weitere Eskalation vorzubereiten. Dazu gehören etwa das Auskundschaften kritischer Infrastruktur und Logistikketten sowie das Vorpositionieren von Schadsoftware in wichtigen industriellen Steuerungssystemen.

+++ 04:51 Trotz neuer Regeln: Mehr wehrfähige Ukrainer in Deutschland +++

Trotz einer Entscheidung der Europäischen Union, wehrfähige Ukrainer nur noch mit ausdrücklicher Genehmigung der ukrainischen Behörden einreisen zu lassen, sind in den vergangenen drei Monaten rund 6000 weitere von ihnen nach Deutschland gekommen. Das ergibt sich aus Angaben des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Insgesamt hat sich demnach die Zahl der ukrainischen Flüchtlinge nur unwesentlich verändert. 1.358.212 von ihnen hielten sich Ende August in Deutschland auf. Zu Jahresbeginn waren es 1.329.904.

+++ 03:25 Ukrainischer Bahnchef: Russische Angriffe auf die Bahn werden jede Woche schlimmer +++

Russland nimmt die ukrainische Bahn nach Angaben von Bahnchef Oleksandr Perzowskyi immer heftiger unter Beschuss. Russland greife "praktisch ununterbrochen" Bahninfrastruktur in der Ukraine an, sagt der Chef der staatlichen Bahngesellschaft Ukrsalisnyzja. Zuletzt hätten die Angriffe exponentiell zugenommen. "Jede Monat, jede Woche ist in der Regel schlimmer als die vorherige", so Perzowskyi. Am Sonntag hatten russische Angriffe auf Bahnstrecken in der Ukraine auch das Nachbarland Polen und die EU aufgeschreckt: Unweit der Grenze zu Polen traf eine russische Drohne die Lokomotive eines Passagierzugs auf der Strecke von Kiew nach Warschau.

+++ 02:13 Nato-Chef hält Putin für verzweifelt +++

Die jüngsten Angriffe Russlands auf Bahnstrecken in der Ukraine zeigen nach Ansicht von Nato-Generalsekretär Mark Rutte die "Verzweiflung" des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Russland gerate in der Ukraine "zunehmend in Schwierigkeiten" und schlage "mit rücksichtslosen und gefährlichen Angriffen um sich", sagt Rutte. Der Angriff auf einen Passagierzug in der Ukraine zeige, "wie verzweifelt Putin inzwischen ist". Putin versuche mit solchen Angriffen "Angst und Schrecken zu verbreiten", sagt Rutte. Moskau werde damit aber nicht erreichen, dass die Unterstützung der Nato-Länder für die Ukraine aufhört. "Sie wächst nur noch weiter."

+++ 01:07 Kampfflugzeuge schießen Drohne über Litauen ab +++

Über Litauen haben Kampfflugzeuge der Nato eine Drohne abgeschossen. "Ich danke den Einsatzkräften der Allianz für ihre schnelle Reaktion", schreibt Präsident Gitanas Nauseda auf X. "Angesichts der zunehmenden Aggression Russlands gegen die Ukraine ist diese Bereitschaft für unsere Region von entscheidender Bedeutung. Gemeinsam mit unseren Nato-Verbündeten wird Litauen seinen Luftraum verteidigen." Litauen grenzt an die russische Ostsee-Exklave Kaliningrad sowie an Russlands Verbündeten Belarus. 

+++ 00:29 Kampfjet-Übergabe und Suche nach Raketen: Pistorius zu Besuch im Pentagon +++

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius reist für mehrere Tage in die USA. Dort wird er den ersten von 35 neuen Kampfjets vom Typ F-35 offiziell für die Bundeswehr in Empfang nehmen. Für diesen Dienstag ist im Pentagon in Washington ein Treffen mit US-Verteidigungsminister Pete Hegseth geplant. Dabei dürfte es um die Überprüfung der US-Truppenpräsenz in Europa gehen, die Hegseth im Juni angekündigt hatte. Thema dürfte auch die Lieferung weiterer Waffen an die Europäer und die Ukraine sein - und inwiefern das aktuell überhaupt möglich ist. Denn US-Medienberichten zufolge wächst in den USA seit dem Krieg gegen den Iran die Sorge über einen möglichen Munitionsmangel. Betroffen sind demnach insbesondere Langstrecken-Lenkraketen und das Luftabwehrsysteme Patriot des US-Rüstungskonzern Raytheon.

+++ 23:04 Selenskyj nennt Bedingung für Energie-Waffenruhe +++

Der ukrainische Präsident Selenskyj erklärt sich zu einer von den USA vorgeschlagenen Waffenruhe bei Angriffen auf Energieanlagen bereit, stellt aber Bedingungen. Kiew werde einen solchen Schritt aber nur unterstützen, wenn die US-Regierung garantiere, dass Moskau den Krieg tatsächlich beenden wolle, sagt Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. US-Präsident Trump hatte zuvor auf Social Media erklärt, Russland und die Ukraine hätten sich darauf geeinigt, keine Energieziele des jeweils anderen mehr anzugreifen. Russland äußerte sich dazu bislang nicht. Ein Abkommen müsse verlässlich sein und echte Auswirkungen auf das Leben der Menschen haben, betont Selenskyj.

+++ 22:13 Ukraine: Jüngste Angriffe auf Westukraine mit Hilfe von Belarus ausgeführt +++

Für seine jüngsten Drohnenangriffe auf die westliche Ukraine soll Russland erneut in Belarus stationierte Technik benutzt haben. Dies betreffe Luftangriffe auf die Gebiete Riwne, Wolhynien und Lwiw, sagt der Sprecher des Grenzschutzdienstes, Andriy Demchenko, laut "Ukrajinska Prawda" im ukrainischen Fernsehen. Die Flugkörper seien über Relaisstationen in Belarus mit einem Signal versorgt worden. Diese Stationen dienen dazu, die Reichweite zu erhöhen. Ukrainische Behörden zählten am Samstag mindestens fünf Verletzte bei Angriffen im Westen des Landes.  

+++ 21:41 Slowakei stellt sich wohl bei Russland-Sanktionen quer +++

In der EU gibt es erneut Streit um Russland-Sanktionen. Wie ein Sprecher der irischen Ratspräsidentschaft mitteilt, konnten sich die Mitgliedstaaten nicht darauf einigen, an diesem Dienstag auslaufende Strafmaßnahmen gegen rund 3000 Personen, Einrichtungen und Unternehmen wie ursprünglich geplant um zwölf Monate zu verlängern. Vereinbart werden konnte demnach nur eine Verlängerung um sieben Tage. Bis dahin soll über Streitfragen gesprochen werden. Grund für die Querelen ist nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur insbesondere die Forderung der Slowakei, die EU-Sanktionen gegen den russischen Oligarchen Alischer Usmanow aufzuheben. Das Land droht demnach, die Verlängerung aller Strafmaßnahmen zu blockieren, wenn Usmanow nicht von der Liste genommen wird. Laut Diplomaten wurde die Slowakei dabei zuletzt auch von Frankreich unterstützt. Der genaue Hintergrund für das Engagement der Länder für Usmanow ist unklar. 

+++ 20:55 Von Trump verkündete Einigung in Kiew anscheinend nicht bekannt +++

Obwohl US-Präsident Donald Trump verkündete, Russland und die Ukraine seien bereit, ihre Angriffe auf Energie-Ziele einzustellen, scheint in Kiew nichts von einer derartigen angeblichen Einigung bekannt gewesen zu sein. Ein hochrangiger ukrainischer Energiebeamter sagt dem Nachrichtenportal "Kyiv Independent" unter der Bedingung der Anonymität, man habe von einem solchen Energie-Waffenstillstand nichts gehört. Dem "Kyiv Independent" zufolge hatte Selenskyj am Sonntag im ukrainischen Fernsehen erklärt, er wolle mit Trump bei einem möglichen Treffen kommende Woche in New York über eine Waffenruhe im Schwarzen Meer und bezüglich Energieinfrastruktur sprechen. "Wir sind offen für einen Waffenstillstand auf See sowie für einen Waffenstillstand im Energiebereich", wird der Präsident der Ukraine zitiert.

+++ 20:17 Reisner erklärt neue Frontlogik: Statt Nulllinie in Ukraine "haben wir jetzt Todeszone" +++

Militärexperte Markus Reisner vom österreichischen Bundesheer sieht bei der Front zwischen der Ukraine und Russland eine Neuerung: statt der klassischen Nulllinie dehnen sich zu beiden Seiten - auch durch den Einsatz von Drohnen - unbegehbare Todeszonen aus. 

+++ 19:53 AfD-Chef fordert Aus von Ukraine-Hilfe, um Sprit-Steuern zu senken +++

Der AfD-Co-Vorsitzende Tino Chrupalla plädiert dafür, unter anderem die deutsche Ukraine-Hilfe komplett zu streichen, um die Steuern und damit Preise für Diesel und Benzin zu senken. Im ntv-Talk "Blome & Pfeffer" sagt Chrupalla: "Wir haben ganz klar gesagt, dass wir die Ukraine-Hilfe, die ja auch mit diesen Steuersätzen finanziert wird, streichen wollen." Deutschland habe in den "letzten vier Jahren über 100 Milliarden Euro in die Ukraine gepumpt". Diesen Spielraum und den Klima-Transformationsfonds will der AfD-Chef für eine Steuersenkung bei Benzin und Diesel nutzen. Der Staat kassiere fast 60 Prozent Steuern und Abgaben auf den Treibstoff. Chrupalla: "Unser Vorschlag ist klar. Die Energiesteuer runter, CO2 Steuer auf Kraftstoffe komplett streichen und zwar dauerhaft." Am Sonntag wird in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin gewählt. Zu sehen ist die Sendung "Blome & Pfeffer" um 20:15 Uhr und 23:30 Uhr auf ntv, auf YouTube, ntv.de sowie auf der Streamingplattform RTL+.

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