Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 22:03 Analysten: Bei diesem Tempo bräuchten Russen zwei Jahre für Donezk-Eroberung +++

05.02.2026, 00:01 Uhr

Schnelle, umfassende Fortschritte der russischen Truppen sind im Gebiet Donezk nach Einschätzung ukrainischer Analysten nicht zu erwarten. Bei der derzeitigen Geschwindigkeit ihres Vormarsches in der Region Donezk werde die russische Armee mindestens zwei Jahre brauchen, um die Region Donezk vollständig zu erobern, sagen Deepstate-Mitbegründer Ruslan Mykula und Roman Pogorily der Nachrichtenagentur Ukrinform zufolge bei einer Sondersitzung des Kiewer Sicherheitsforums. Der Militärblog Deepstate steht dem ukrainischen Militär nahe.

+++ 21:32 In Kupjansker-Gegend über Tausend Bewohner vermutet, zu denen kein Kontakt besteht +++

Im Bezirk Kupjansk leben nach Einschätzung örtlicher Behörden noch über Tausend Einwohner, zu denen keinerlei Kontakt besteht. "Die einzigen, die ihnen bei der Evakuierung helfen können, sind unsere Verteidigungskräfte", sagt der Leiter der Militärverwaltung von Kupjansk, Andrij Besedin, gegenüber der Nachrichtenagentur Ukrinform. Die Sicherheitslage sei dort äußerst schwierig, ständig gebe es Beschuss. Das Gebiet finde sich jedoch unter ukrainischer Kontrolle, sagt er. Laut dem Militärblog Deepstatemap ist ein kleiner Teil der Stadt Kupjansk von russischen Truppen besetzt. Ein Teil der Stadt wird als "Graue Zone" angegeben, die meisten umliegenden Orte jedoch als ukrainisch kontrolliert.

+++ 20:59 Peskow: Neue Gespräche zur Ukraine nicht in den USA +++

Nach Angaben russischer Staatsmedien ist in Kürze eine neue Verhandlungsrunde zur Ukraine geplant, die jedoch nicht in den USA stattfinden soll. Der staatlichen Nachrichtenagentur RIA Novosti zufolge verneint Kreml-Sprecher Dmitri Peskow die Frage, ob eine neue Verhandlungsrunde in den USA möglich sei. "Ich glaube nicht, darüber wurde nicht gesprochen", fügte er demnach hinzu. Zuvor äußerte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj seine Erwartung, dass die Gespräche nach den Verhandlungen der Ukraine, Russlands und der USA in Abu Dhabi "in allernächster Zeit" fortgesetzt werden. Die nächste Verhandlungsrunde über ein Kriegsende werde wahrscheinlich in den USA stattfinden, sagte Selenskyj gestern Abend.

+++ 20:16 Selenskyj baut Flugabwehr personell um +++

Bei den Luftstreitkräften der Ukraine soll es personelle Veränderungen geben. Dies betreffe einige Regionen und Einheiten, sagt Präsident Wolodymyr Selenskyj in einer Videobotschaft. Insbesondere die Abwehr von Drohnen müsse besser werden. Was sich dabei bewährt hat, solle auch dort angewendet werden, wo bisher weniger Erfolge erzielt wurden. Zuvor hatte sich Selenskyj unzufrieden mit der Arbeit der Flugabwehr in einigen Regionen gezeigt.

+++ 19:32 Totgeglaubter Soldat ruft nach Jahren seine Familie an +++

Schon im Mai 2022 verliert sich im Krieg gegen Russland die Spur des ukrainischen Soldaten Nazar Daletskyi. Monate später wird er für tot erklärt, seine Familie beerdigt eine Leiche. Jetzt, Jahre später, klingelt in seinem Elternhaus das Telefon: Nazar lebt. Im Zuge eines Gefangenenaustauschs kommt er frei.

+++ 18:47 Kraftwerk in Cherson steht unter Beschuss +++

Die russischen Streitkräfte haben das Heizkraftwerk in Cherson nach Angaben des Betreibers seit Monatsbeginn bereits vier Mal angegriffen. In den letzten 24 Stunden habe Russland neue Artillerieangriffe auf das Kraftwerk durchgeführt, schreibt der Chef des staatlichen Energiekonzerns Naftohas, Serhii Koretskyi, in sozialen Medien. Er spricht von fünf Treffern. Welches Auswirkungen die Schäden haben, sagt er nicht. Er versichert, man tue alles, um die Wärmeversorgung sicherzustellen.

+++ 18:22 Medwedew sieht EU in "monströser Falle" wegen Abkehr von russischem Gas +++

Der stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, wirft der EU vor, sich durch die Abkehr von russischen Energielieferungen von US-amerikanischem Gas abhängig gemacht zu haben. Europa habe sich selbst in eine "monströse Falle" getrieben und werde alles tun, was man ihn sagt, behauptet er dem Staatsmedium Tass zufolge. Die EU hatte letzten Monat beschossen, spätestens ab November 2027 kein Gas mehr aus Russland zu importieren. Dagegen wollen die Slowakei und Ungarn klagen. Laut EU-Kommission gibt es auf dem globalen Gasmarkt genügend alternative Anbieter. Allerdings sind mögliche neue Abhängigkeiten in Brüssel ein Thema: EU-Energiekommissar Dan Jörgensen zeigte sich besorgt über eine wachsende Abhängigkeit Europas von Flüssiggas (LNG) aus den USA. "Wir suchen nach Alternativen", sagte Jörgensen letzte Woche und kündigte Verhandlungen mit Kanada, Katar und nordafrikanischen Staaten an. In ihrem Zoll-Abkommen mit Washington vom vergangenen Jahr hat die EU den umfangreichen Kauf von LNG-Gas aus den USA zugesichert. Schon jetzt sind die USA der mit Abstand größte Lieferant von Flüssiggas der EU und der zweitgrößte Gaslieferant insgesamt.

+++ 17:24 Medien: Russland verbannt kasachischen Komiker für 50 Jahre +++

Dem kasachischen Komiker Nurlan Saburov ist mehreren Medien zufolge die Einreise nach Russland für 50 Jahre verboten worden. Das melden die russischen Staatsmedien Tass und Ria Novosti unter Berufung auf Strafverfolgungsbehörden. Als Gründe werden angebliche Verstöße gegen Einwanderungs- und Steuergesetze genannt sowie Kritik am russischen Krieg in der Ukraine. Demnach soll sich Saburov am Flughafen Moskau-Wnukowo befinden, wo ihm am 30. Januar die Einreise verweigert worden sei, heißt es bei Tass. Anderen russischen Medienberichten zufolge soll er zuvor von Dubai nach Moskau gereist sein. Der Komiker habe seit 2014 in Russland gelebt, schreibt das in Russland verbotene Exil-Medium "The Moscow Times". Bereits seit Dezember seien in Russland geplante Auftritte des Komikers abgesagt worden. Dies sei von Veranstalter-Seite mit "unvorhergesehenen Umständen" begründet worden. Hintergrund dabei ist laut der russischen Zeitung "Kommersant" ein Witz, den Saburov im Jahr 2022 über Russen gemacht habe, die wegen der Militärmobilmachung nach Kasachstan geflohen seien.

+++ 16:50 Moskau will London und Paris mit am Verhandlungstisch zu atomarer Abrüstung +++

Nach dem Auslaufen des Atomwaffen-Kontrollvertrags "New Start" zwischen Russland und den USA fordert nun auch die Regierung in Moskau, bei einer Neuauflage weitere Atommächte einzubeziehen. Russland würde sich an multilateralen Verhandlungen zur Rüstungskontrolle beteiligen, erklärt der russische Botschafter am UN-Sitz in Genf, Gennadi Gatilow. In einen solchen Prozess müssten jedoch auch Großbritannien und Frankreich eingebunden werden. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump gefordert, den bisher bilateralen "New Start"-Vertrag durch ein komplett neues Abkommen zu ersetzen, an dem sich auch China beteiligen solle. China lehnt eine Teilnahme an Verhandlungen jedoch ab. Der chinesische Gesandte Shen Jian verweist darauf, dass sein Land mit geschätzten 600 Sprengköpfen über deutlich weniger Waffen verfüge als die USA und Russland mit je rund 4000.

+++ 16:20 Estland verhängt weitere Einreiseverbote gegen russische Kriegsteilnehmer +++

Estland hat weitere Einreiseverbote gegen Russen verhängt, die in Russlands Krieg gegen die Ukraine an der Front gekämpft haben. Nach Angaben des Innenministeriums wurden 1073 Kämpfer auf eine schwarze Liste von Personen gesetzt, die nicht mehr in das EU- und Nato-Land einreisen dürfen. Darauf befinden sich bereits die Namen von 261 weiteren ehemaligen Kämpfern, die Mitte Januar mit einem Einreiseverbot belegt wurden. "Russische Militärangehörige, die in der Ukraine gekämpft haben und dort weiterhin kämpfen, haben getötet, zerstört, vergewaltigt und geplündert. Die Schließung des gemeinsamen europäischen Sicherheitsraums und des Schengen-Raums für sie liegt im Interesse unserer aller Sicherheit", sagt Innenminister Igor Taro.

+++ 15:44 EU will maritime Dienste für Tanker mit russischem Öl verbieten +++

Die EU-Kommission schlägt ein neues gegen Russland gerichtetes Sanktionspaket vor, mit dem sie die russischen Öleinnahmen weiter reduzieren will. Es betreffe die Bereiche Energie, Finanzdienstleistungen und Handel, teilt Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mit. Der Entwurf für das 20. Sanktionspaket enthält unter anderem ein "umfassendes Verbot maritimer Dienstleistungen" für Tanker mit russischem Rohöl an Bord, erklärt von der Leyen. Damit sind Leistungen wie Versicherungen, Finanzierung, Zertifizierungen und Hafendienste gemeint. Zudem sei ein neues Importverbot für Metalle, Chemikalien und kritische Mineralien vorgesehen, die bislang nicht von den Strafmaßnahmen betroffen sind.

+++ 15:34 Atomwaffenabkommen in "neuer Ära" laut Rubio nur mit China sinnvoll +++

Nach dem Ende des letzten großen nuklearen Abrüstungsvertrags zwischen Russland und den Vereinigten Staaten erteilt US-Außenminister Marco Rubio einer Neuauflage eine Absage. "New Start erfüllt seinen Zweck nicht mehr", schreibt er auf X. Stattdessen pocht er auf ein mögliches Abkommen, das auch China einbezieht: In einem längeren Beitrag verweist er darauf, dass es in einer "neuen Ära einen neuen Ansatz" brauche. Ein neuer Vertrag müsse nicht nur Russland, sondern auch China als zweite gegnerische Atomgroßmacht involvieren. Auch US-Präsident Donald Trump hatte sich dafür ausgesprochen. Eine Rüstungskontrollvereinbarung, die die von Russland unterstützte Aufrüstung Chinas nicht berücksichtige, schreibt Rubio, werde die Sicherheit der Vereinigten Staaten und ihrer Verbündeten verringern.

+++ 15:01 Meinungsforscher Gudkow: Kriegsmüde Russen haben kaum Mitgefühl für eigene gefallene Soldaten und Ukrainer +++

Die russische Gesellschaft ist mehrheitlich kriegsmüde und wünscht sich eine Kapitulation der Ukraine, so lautet das Ergebnis der jüngsten Studie des unabhängigen russischen Meinungsforschungsinstituts Lewada. Sein wissenschaftlicher Leiter, Lew Gudkow, erklärt im Interview der Woche des Deutschlandfunks, dass man es in Russland zwar leid sei, diesen Krieg zu haben, es gäbe aber kein moralisches Mitgefühl mit den Menschen in der Ukraine. 65 Prozent der Bevölkerung wollten ein zügiges Ende der Kampfhandlungen, doch enden solle der Krieg nach den Vorstellungen von Kremlchef Wladimir Putin, wonach die Ukraine kapitulieren müsse und die ukrainischen Truppen aus den besetzten Gebieten abzuziehen seien. "Dafür treten 70 Prozent der russischen Bevölkerung ein. Letztlich wünschen sie sich eine Niederlage der Ukraine ohne jede Barmherzigkeit." Gudkow sagt auch, dass Mitgefühl mit den gefallenen russischen Soldaten kaum verbreitet sei, weil viele von ihnen verurteilte Straftäter seien bzw. die russischen Vertragssoldaten als Söldner betrachtet würden.

+++ 14:29 Kanada liefert der Ukraine AIM-Raketen +++

Kanada liefert nach Angaben des ukrainischen Verteidigungsministers Mychailo Fedorow AIM-Raketen, um die Luftabwehr der Ukraine zu stärken. Die Lieferung sei bereits angelaufen, schreibt er auf X. Eine Zahl nennt Fedorow nicht. Es handelt sich um Luft-Luft-Lenkwaffen aus US-amerikanischer Produktion zur Bekämpfung von Flugzielen. In einem Telefonat mit seinem kanadischen Amtskollegen David McGuinty seien aber auch eine gemeinsame Produktion von Drohnen, militärische Ausbildung und der Austausch von Erfahrungen zur Sprache gekommen.

+++ 13:56 Ukraine bleibt größter Abnehmer von deutschen Rüstungsgütern +++

Die Bundesregierung genehmigt im vergangenen Jahr Rüstungsexporte im Wert von rund 12 Milliarden Euro. Das Hauptempfängerland sei erneut die Ukraine, teilt das CDU-geführte Wirtschaftsministerium mit. Rund 90 Prozent gingen 2025 an EU-Länder, Nato-Partner sowie enge Verbündete etwa in Asien. Zum Vergleich: 2024 waren insgesamt noch Lieferungen im Wert von 12,83 Milliarden Euro genehmigt worden. Die Ukraine erhält im vergangenen Jahr Rüstungsexporte aus Deutschland im Umfang von gut 2 Milliarden Euro. Norwegen kommt auf 1,38 Milliarden Euro, Schweden auf gut 1 Milliarde. Danach folgen die Türkei, Singapur, das Vereinigte Königreich, die USA, Rumänien, Dänemark und Italien.

+++ 13:32 Merz warnt vor unabgestimmten europäischen Kontakten mit Moskau +++

Bundeskanzler Friedrich Merz äußert sich zurückhaltend zu direkten Gesprächen der Europäer mit der russischen Führung über die Ukraine. "Die Tatsache, dass der außenpolitische Berater von Präsident Macron in Moskau gewesen ist, ist mit uns eng abgestimmt gewesen", sagt Merz bei einem Besuch in Abu Dhabi. "Wir sind natürlich immer bereit, auch mit Russland Gespräche zu führen." Zugleich warnt der Kanzler aber mit Hinweis auf die laufenden Gespräche zwischen Russland, der Ukraine und den USA in Abu Dhabi davor, unabgestimmt neue Gesprächskanäle zu eröffnen. Merz erinnert auch daran, dass Russland nach einem Besuch des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban in Moskau seine Angriffe auf die Ukraine noch verstärkt habe.

+++ 13:05 Lawrow bezichtigt die Ukraine des Attentats auf General +++

Russlands Außenminister Sergej Lawrow macht die Ukraine für die Schüsse auf einen hochrangigen russischen Armeevertreter in Moskau verantwortlich. "Dieser Terroranschlag bestätigt einmal mehr die Ausrichtung des Regimes von (Präsident Wolodymyr) Selenskyj auf ständige Provokationen, die darauf abzielen, den Verhandlungsprozess zum Scheitern zu bringen", sagt Lawrow im russischen Fernsehen mit Blick auf die Verhandlungen zu einem Ende der Kämpfe in der Ukraine. Der General war zuvor in Moskau niedergeschossen und ins Krankenhaus eingeliefert worden (siehe Eintrag um 08:51).

+++ 12:34 Ukraine meldet "deutliche Verschärfung der operativen Lage" bei Myrnohrad +++

Nach monatelangen schweren Kämpfen um die Stadt Myrnohrad östlich von Pokrowsk meldet das 7. Schnellreaktionskorps der ukrainischen Luftlandetruppen eine "deutliche Verschärfung der operativen Lage". Die Russen würden mit schwerem Gerät, insbesondere Artillerie, in den zentralen Teil der Stadt einrücken. Die ukrainischen Einheiten konzentrieren den Angaben zufolge ihre Verteidigung hauptsächlich auf die nördlichen Stadtränder von Myrnohrad. Der dortige Druck durch die russischen Streitkräfte würde jedoch den Einsatz von Drohnen in der Stadt erheblich einschränken. "Gleichzeitig wird eine erhöhte Aktivität feindlicher Sturmgruppen an den östlichen Stadträndern festgestellt." Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 12:22 Kreml spricht von "konstruktivem" Treffen in Abu Dhabi +++

Nach der zweiten Runde der Ukraine-Verhandlungen spricht der Kreml von einem "konstruktiven" und gleichzeitig sehr schwierigem Treffen. "Zwei Tage lang haben wir konstruktiv und sehr schwer gearbeitet", sagt Kremlsprecher Dmitri Peskow. Die Gespräche würden fortgesetzt. Nach dem Ende der Verhandlungen in Abu Dhabi zwischen Russland, der Ukraine und den USA am Donnerstag hatten alle Seiten von Fortschritten gesprochen, einen Durchbruch bei den zentralen strittigen Punkten gibt es jedoch nicht. Kiew und Moskau vereinbarten aber einen weiteren Gefangenenaustausch. Die Ukraine kündigt ebenfalls eine Fortsetzung der Gespräche an. Die USA drängen auf ein Ende der Kämpfe.

+++ 11:49 "Erbärmliche Diplomatie": Lawrow verhöhnt Macron +++

Der russische Außenminister Sergej Lawrow kritisiert den französischen Präsidenten Emmanuel Macron scharf. Dieser hatte vor drei Tagen erklärt, dass Vorbereitungen für die Wiederaufnahme direkter Gespräche zwischen Europa und Russland über den Krieg in der Ukraine im Gange seien. Wie "Kyiv Independent" berichtet, sagt Lawrow daraufhin dem staatlich kontrollierten Sender RT: "Das ist nicht ernst zu nehmen, sondern eine Art erbärmliche Diplomatie." Lawrow kritisiert Macron dafür, dass er öffentlich über Gespräche spreche, ohne Kremlchef Wladimir Putin direkt zu kontaktieren. "Wenn Sie anrufen und über etwas Ernstes sprechen wollen, dann rufen Sie an. Putin wird immer ans Telefon gehen." Lawrow fügt hinzu, dass Putin sich alle Vorschläge anhören werde. "Ernsthafte Vorschläge" würden eine "ernsthafte, konkrete und praktische Antwort" erhalten.

+++ 11:16 Russische Medien drohen, Musks Fabriken zu bombardieren +++

Russische Truppen in der Ukraine sollen ihren Zugang zum US-Satellitendienst Starlink verloren haben. Im russischen Fernsehen wird Elon Musk daher bereits mit einer Bombardierung seiner Starlink-Fabriken gedroht. Nadja Kriewald berichtet aus Kiew und ordnet die Verhandlungsergebnisse aus Abu Dhabi ein.

+++ 11:16 Russland: Ortschaft in Sumy eingenommen +++

Die russischen Truppen haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau die ukrainische Ortschaft Popiwka eingenommen. Die Siedlung in der Region Sumy im Nordosten sei unter Kontrolle der russischen Truppen, meldet die russische Agentur RIA unter Berufung auf das Ministerium. Unabhängig überprüfen lassen sich solche Berichte über das Kampfgeschehen derzeit nicht.

+++ 10:24 Russland will Europa in Atomwaffenabkommen mit einbeziehen +++

Das New-Start-Abkommen zwischen den USA und Russland soll die Zahl der Nuklearsprengköpfe und Abschussvorrichtungen auf beiden Seiten begrenzen. In dieser Woche läuft es aus. Rainer Munz, ntv-Korrespondent in Moskau, ordnet ein, was das jetzt bedeutet.

+++ 09:58 Mehrheit der Deutschen glaubt nicht an Friedenswillen Putins +++

Trotz der jüngsten Gespräche zwischen Russland und der Ukraine zur Beendigung des Krieges ist nur rund jeder sechste Deutsche der Ansicht, dass Kremlchef Wladimir Putin ernsthaftes Interesse an einer dauerhaften Waffenruhe hat. Im ZDF-"Politbarometer" bescheinigen 16 Prozent der Befragten dem Kreml-Chef eine entsprechende Bereitschaft. Mit 51 Prozent vertreten weit überdurchschnittlich viele AfD-Anhänger die Ansicht, dass Putin eine Feuerpause will. 80 Prozent - und damit klare Mehrheiten in den anderen Parteianhängergruppen - bezweifeln das. Folglich glaubt - ähnlich wie in den vergangenen Monaten - der Großteil der Deutschen (91 Prozent) nicht, dass es in den nächsten Wochen zu einer dauerhaften Waffenruhe im Ukraine-Krieg kommen wird. Zudem erwarten im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg 45 Prozent der Befragten einen Angriff Russlands auch auf östliche Nato-Länder wie Polen oder die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen. Die Hälfte der Deutschen, darunter die meisten AfD-Anhänger (74 Prozent), rechnen nicht damit.

+++ 09:25 "Enormes Erpressungspotenzial": Epstein auch für russischen Geheimdienst interessant +++

Für den russischen Geheimdienst war der verurteilte Sexualstraftäter Jeffrey Epstein sehr interessant. Wie Stefan Meister, Russland-Experte der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, sagt, sei vieles zwar Spekulation. Man könne aber feststellen, dass Epstein für den russischen Inlandsgeheimdienst FSB sehr interessant gewesen sei. Epstein habe Zugang zu allen wichtigen Personen der US-Elite gehabt und über diese auch sensible Informationen und Fotos gesammelt. "Das hat enormes Erpressungspotenzial, was für den russischen Geheimdienst von Interesse ist", erläutert Meister. "Viele Frauen, die Epstein missbraucht oder angeboten hat, kamen aus Russland, was wiederum Möglichkeiten auch für russische Dienste eröffnet hat, für Zugänge und kompromittierendes Material."

+++ 08:51 Behörden: Russischer General in Moskau niedergeschossen +++

Ein russischer General wird in Moskau niedergeschossen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Behörden. Laut der staatlichen Agentur Tass handelt es sich um Generalleutnant Wladimir Alexejew. Er wurde demnach ins Krankenhaus eingeliefert, wie Swetlana Petrenko, Sprecherin des russischen Ermittlungskomitees, mitteilt. Die russischen Behörden ermitteln wegen versuchten Mordes. "Ermittler und forensische Experten des Moskauer Ermittlungskomitees arbeiten am Tatort, werten Videoaufnahmen aus und befragen Zeugen", heißt es bei der Tass weiter. Nach dem Täter werde noch gefahndet.

+++ 08:44 Tass: Neue Drohnen-Produktionsstätte eröffnet +++

Russland eröffnet laut der staatlichen Agentur Tass eine weitere Produktionsstätte für die Drohnen der Piranha-Serie. Die erhöhte Produktionskapazität ermögliche eine monatliche Fertigung von bis zu 40.000 Einheiten, teilte demnach das in Simbirsk ansässige Konstruktionsbüro Piranha mit. "Wir haben unsere Produktion erweitert und eine vierte Produktionsstätte eröffnet, die eine monatliche Produktionsmenge von 40.000 Artikeln ermöglicht – darunter kleine und mittlere Piranha-Drohnen, Bodenkontrollstationen, fliegende Relaisstationen, Kommunikationssysteme und Komponenten", so die Unternehmensvertreter. Russische Drohnen greifen seit Monaten die ukrainische Infrastruktur massiv an, zerstören Energieanlagen und töten zahlreiche Zivilisten.

+++ 08:08 "Russen geraten in Panik": Offenbar weniger Angriffe nach Starlink-Abschaltung +++

Das russische Militär soll die Zahl der Angriffe an der Front reduziert haben, nachdem Space X nicht registrierte Starlink-Satellitenkommunikationsterminals blockiert hatte. Dies schreibt der öffentlich-rechtliche Sender Suspilne und beruft sich auf eine Quelle im Generalstab der ukrainischen Streitkräfte. In einigen Gebieten sollen die Russen die Angriffe vollständig eingestellt haben. Zuvor hatte Dmitri Pelych, Leiter der Kommunikationsabteilung der 118. selbstständigen mechanisierten Brigade, mitgeteilt, dass die Intensität des Beschusses nachgelassen habe, da nicht verifizierte Starlink-Systeme entlang der Kontaktlinie abgeschaltet worden seien: "Unseren abgehörten Gesprächen zufolge geraten die Russen in Panik, obwohl sie zuvor gewarnt wurden, dass alle schwarzen und grauen Starlink-Verbindungen gekappt würden. Es gibt also ein Kommunikationsproblem. Laut Informationen anderer Quellen und Brigaden hat die Intensität der russischen Militäraktionen sogar nachgelassen."

+++ 07:34 Große Wirtschaftskrise: Finanzbeamte sollen Kreml eindringlich warnen +++

Russische Finanzbeamte warnen offenbar Kremlchef Wladimir Putin eindringlich davor, dass Russland im zweiten Quartal 2026 vor einer groß angelegten Wirtschaftskrise stehe. Dies berichtet die "Washington Post" unter Berufung auf eine Quelle mit direkter Kenntnis der Angelegenheit. Demnach wird das russische Haushaltsdefizit wegen sinkender Einnahmen weiter anwachsen, sollten die Steuern nicht weiter erhöht werden. Gleichzeitig verschärften hohe Zinsen und die zur Finanzierung des Ukraine-Krieges notwendige Zwangskreditvergabe an Unternehmen den Druck auf das Bankensystem. Ein Moskauer Geschäftsmann, der gegenüber der "Washington Post" anonym bleiben will, schätzt, dass die Krise in "drei oder vier Monaten" eintreten könnte. Er fügt hinzu, dass die reale Inflation offenbar weitaus schneller steige als die von der Regierung offiziell gemeldeten 6 Prozent, da die Zentralbank die Zinssätze bei 16 Prozent halte. Anzeichen für eine zunehmende Belastung der Wirtschaft sind ihm zufolge die höchste Zahl von Restaurantschließungen in Moskau seit der Pandemie und die Entlassung von Tausenden von Arbeitnehmern.

+++ 07:01 Schon für tot erklärt und beerdigt: Ukrainischer Soldat kommt nach Jahren frei +++

Bei dem gestrigen Gefangenenaustausch zwischen Russland und der Ukraine kehrt auch ein lange für tot erklärter ukrainischer Soldat in seine Heimat zurück. Wie der Sender Suspilne schreibt, kämpfte Nazar Daletskyj seit Beginn der Vollinvasion in der 24. Separaten Mechanisierten Brigade, im Mai bricht der Kontakt ab. Später wird der Familie mitgeteilt, dass er am 25. September 2022 ums Leben gekommen sei und er wird, wie es weiter heißt, "mit allen Ehren" beigesetzt. Erst im Sommer 2025 berichten mehrere aus der Gefangenschaft zurückgekehrte ukrainische Soldaten, dass Daletskyj noch lebt. Am Donnerstag nun kommt er mit 156 anderen Ukrainern nach Jahren in russischer Gefangenschaft frei.

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Verzweifelte Ukrainer zeigen Fotos ihrer vermissten Verwandten, als ukrainische Soldaten am Donnerstag aus der Gefangenschaft zurückkehren. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

+++ 06:35 Gouverneur von Saporischschja: Russen töten Ehepaar mit Drohne +++

Bei einem russischen Drohnenangriff in der Stadt Wilnjansk in der Region Saporischschja werden ukrainischen Angaben zufolge zwei Menschen getötet. Dies berichtet Gebietsgouverneur Iwan Fedorow auf Telegram. "Die Russen haben Wilnijansk mit einer Drohne angegriffen. Ein Privathaus wurde zerstört. Ein Ehepaar kam ums Leben – ein 49-jähriger Mann und eine 48-jährige Frau."

+++ 06:11 Baerbock: "Deals, die den Aggressor belohnen, sind alles andere als ein Frieden" +++

Die Präsidentin der UN-Generalversammlung, Ex-Außenministerin Annalena Baerbock, warnt davor, ein mögliches Friedensabkommen von Russland bestimmen zu lassen. Jegliche Friedensbemühung sei wichtig, die Einhaltung des internationalen Rechts und der Respekt der Souveränität der Ukraine dabei aber zentral, sagte Baerbock dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Denn Deals, die den Aggressor belohnen, sind alles andere als ein Frieden. Es wäre die Einladung an andere Aggressoren weltweit, es ihnen gleichzutun." Auch die Vereinten Nationen könnten eine Rolle übernehmen, sofern Russland bestimmte Bedingungen erfülle. Die UN könne "einen Beitrag zur Friedensabsicherung leisten, wenn Russland endlich seine Aggression sowie die Blockade im Sicherheitsrat beendet."

+++ 05:42 Ukraine erwartet rasch nächste Verhandlungen in den USA +++

Nach Verhandlungen der Ukraine, Russlands und der USA in Abu Dhabi erwartet der ukrainische Präsident Selenskyj eine Fortsetzung der Gespräche "in allernächster Zeit". Die nächste Verhandlungsrunde über ein Kriegsende werde wahrscheinlich in den USA stattfinden, sagt Selenskyj in einer Videobotschaft. Die Ukraine sei bereit zu allen Gesprächsformaten, "die den Frieden wirklich näher bringen und ihn zuverlässig und dauerhaft machen können, so dass Russland den Appetit verliert, weiterzukämpfen", so der Präsident.

+++ 04:16 Hegseth kommt nicht zu Nato-Treffen +++

Pentagon-Chef Pete Hegseth wird einem Treffen der Nato-Verteidigungsminister kommende Woche in Brüssel fernbleiben. Hegseth wird sich bei dem Treffen am 12. Februar von Staatssekretär Elbridge Colby vertreten lassen, sagt ein Pentagon-Mitarbeiter. Ein Grund für Hegseths Fernbleiben wird nicht genannt.

+++ 02:25 12.000 Haushalte in Saporischschja ohne Strom +++

Nach einem russischen Drohnenangriff auf Saporischschja sind 12.000 Haushalte ohne Strom. Ein 14-jähriger Junge sei verletzt worden, teilt der Gouverneur der Region, Iwan Fedorow, mit. Außerdem gebe es Schäden an mehreren Wohnhäusern. Die Reparaturen an der Strominfrastruktur würden beginnen, sobald es die Sicherheitslage zulasse, so Fedorow.

+++ 01:04 Angriffe auf Energieinfrastruktur in russischer Region Belgorod +++

In der russischen Region Belgorod kommt es in der Nacht zu weitreichenden Strom- und Heizungsausfällen, auch die Wasserversorgung soll teilweise gestört sein. Vorausgegangen war ein Raketenangriff auf Energieinfrastruktur. Unter anderem sei ein Wärmekraftwerk und ein Umspannwerk getroffen worden, berichtet "Kyiv Independent". Früher am Tag habe es laut lokalen Telegramkanälen bereits einen Drohnenangriff auf das Umspannwerk gegeben. Der Gouverneur der Region, Wjatscheslaw Gladkow, berichtet von schweren Schäden.

+++ 22:31 Selenskyj: Kein Lohn für den Aggressor +++

Die nächsten Verhandlungen über ein Ende des Krieges werden nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj wahrscheinlich in den USA stattfinden. Die Ukraine sei bereit zu allen Gesprächsformaten, "die den Frieden wirklich näher bringen und ihn zuverlässig und dauerhaft machen können, sodass Russland den Appetit verliert, weiterzukämpfen", sagt Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft aus Kiew. "Es ist wichtig, dass dieser Krieg so endet, dass Russland keinen Lohn für seine Aggression erhält." Seit Mittwoch hatten Unterhändler der Ukraine, Russlands und der USA in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten miteinander gesprochen. Selenskyj sagt nicht, ob die künftigen Gespräche in den USA ebenfalls in diesem Dreierformat stattfinden sollen.

+++ 22:01 USA stellen Sanktionen gegen russische Schattenflotte in Aussicht +++

US-Finanzminister Scott Bessent knüpft weitere Sanktionen gegen Russland an den Verlauf der Friedensgespräche. Er erwäge Strafmaßnahmen gegen die russische Schattenflotte von Öltankern, sagt Bessent. Bestehende Sanktionen gegen die Ölkonzerne Rosneft und Lukoil hätten Russland an den Verhandlungstisch gebracht.

+++ 21:30 Kiew: Trilaterale Gespräche werden "in kommenden Wochen" fortgesetzt +++

Die von den USA vermittelten Gespräche zwischen der Ukraine und Russland werden ukrainischen Angaben zufolge in den nächsten Wochen fortgesetzt. Die Delegationen hätten vereinbart, "ihre Hauptstädte zu informieren und die trilateralen Gespräche in den kommenden Wochen fortzusetzen", erklärt Kiews Chefunterhändler Rustem Umerow nach der zweiten Runde der Gespräche in Abu Dhabi auf Telegram. Seinen Angaben zufolge drehten sich die Gespräche insbesondere um "Methoden für die Umsetzung einer Waffenruhe".

+++ 21:00 Polen und Ukraine wollen gemeinsam Rüstung produzieren +++

Polen und die Ukraine wollen ihre Zusammenarbeit bei der Rüstungsproduktion verstärken. Eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnen der polnische Regierungschef Donald Tusk und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in Kiew. Auf der Plattform X schreibt Tusk, dies sei "mehr als nur die Vorstufe zur praktischen Zusammenarbeit". Er ergänzt: "Dies war seit vielen Monaten unser Ziel, und wir haben erhebliche Anstrengungen unternommen, um die Idee der gemeinsamen Waffen- und Munitionsproduktion zu verwirklichen." Wie die Nachrichtenagentur PAP unter Berufung auf Tusk ausführt, ist neben der gemeinsamen Produktion von Munition und verschiedener Militärausrüstung auch eine gemeinsame Entwicklung von Verteidigungstechnologien geplant. Die Produktion soll demnach an Betriebsstandorten sowohl in Polen als auch in der Ukraine erfolgen.

+++ 20:29 Trump für neuen Atomwaffenvertrag mit Russland +++

US-Präsident Donald Trump spricht sich für einen neuen Atomwaffenvertrag mit Russland aus. Trump schreibt in seinem Onlinedienst Truth Social, es brauche einen "neuen, verbesserten und modernisierten Vertrag", der lange Bestand haben könne. Zuvor war das "New Start"-Abkommen ausgelaufen, mit dem die USA und Russland seit 2010 die Zahl ihrer atomaren Sprengköpfe begrenzt hatten. Der US-Präsident erklärt, er lehne eine Verlängerung von "New Start" ab. Es handele sich um ein "schlecht ausgehandeltes Abkommen der Vereinigten Staaten", das "grob verletzt" werde. Nach Angaben des Weißen Hauses will Trump in den neuen Vertrag auch China einbeziehen.

+++ 19:49 Ukraine: Haben russisches Raketen-Startgelände attackiert +++

Die Ukraine hat nach eigenen Angaben im vergangenen Monat das russische Testgelände Kapustin Jar in der Region Astrachan attackiert. "Nach aktuellem Kenntnisstand wurden auf dem Testgelände einige Gebäude unterschiedlich stark beschädigt, einer der Hangars wurde erheblich beschädigt, und ein Teil des Personals wurde vom Gelände evakuiert", teilt der ukrainische Generalstab auf Telegram mit. Kapustin Jar ist ein in der Sowjetunion erbautes Gelände. Russland nutzt den Standort, um ballistische Raketen vom Typ Oreshnik auf die Ukraine abzufeuern. Die ukrainischen Angriffe erfolgten laut dem Generalstab mit Langstreckenwaffen vom Typ FP-5 "Flamingo".

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