Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 15:46 Selenskyj will Putin-Treffen bei G20-Gipfel in den USA +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich zu einem Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin beim diesjährigen G20-Gipfel in den USA bereiterklärt. "Wir müssen uns treffen, miteinander sprechen und Entscheidungen treffen", sagt Selenskyj in einem Interview mit der Deutschen Welle.
+++ 15:15 Luftabwehr Mangelware: F-16-Jets teils ohne Raketen unterwegs +++
Aufgrund der fehlenden Flugabwehrraketen für Patriot-Systeme können russische ballistische Raketen derzeit nur vereinzelt von der Ukraine abgefangen werden. Einige ukrainische F-16-Jets fliegen in der Not lediglich mit Bordkanonen los - was bei Kampfeinsätzen unüblich ist. Auch die neuen düsengetriebenen Jet-Drohnen aus Russland bereiten der Ukraine vermehrt Sorgen: Einige Modelle aus der neuen Generation der sogenannten "Shaheds" erreichen bis zu 600 km/h. Sie sind damit fast um das Dreifache schneller als die ursprüngliche iranische Version. Nach ukrainischen Angaben hat Russland im August 3000 Stück davon eingesetzt, was auf einen bedeutenden Anstieg der Produktion hindeutet.
+++ 14:48 Bericht: Sprengstoff in Leipziger Drohne war in Gemüsedose verbaut +++
Die Drohne auf dem Leipziger Flughafen - welche Anfang August die ukrainische Antonow-Maschine erreicht hat - detonierte nicht, weil der Zünder abriss, berichtet "Die Welt" aus Ermittlerkreisen. Laut dem Medienbericht seien insgesamt rund 1,8 Kilogramm des Sprengstoffs Semtex verbaut gewesen - in einer Gemüsedose. Die Antonow-Maschine, die das Ziel des Anschlags gewesen war, hatte rund 25.000 Liter Kerosin im Tank. Wäre die Sprengladung detoniert, hätte sie nach Einschätzung der Ermittler Teile des Leipziger Flughafens zerstört. Die zwei anderen Drohnen erreichten das Flugzeug nicht.
+++ 14:19 Moskau schickt Delegation zu Treffen der G20-Energieminister +++
Russland schickt nach eigenen Angaben eine Delegation zum bevorstehenden Treffen der G20-Energieminister in die USA. An dem Treffen von Montag bis Mittwoch in Houston im Bundesstaat Texas würden unter anderem Vertreter aus dem russischen Außen-, Energie- und Rohstoffministerium teilnehmen, teilt der für G20-Themen zuständige Botschafter Marat Berdjew bei Telegram mit. Washington hat kürzlich seine diplomatischen Bemühungen zur Beendigung des Ukraine-Konflikts wieder aufgenommen. Die G20-Gruppe besteht aus 19 Staaten sowie der EU und der Afrikanischen Union.
+++ 13:52 Ukrainische Drohne wird erfolglos von russischem Hubschrauber verfolgt - und trifft Schiff +++
Im Juli und August hat die Ukraine massiv russische Öltanker und Frachter im Schwarzen Meer und Asowschen Meer angegriffen. Mittlerweile fahren dort nur noch wenige Schiffe. Die Einheit "Vögel von Magyar" meldet 16 erfolgreiche Angriffe im September. Im August sollen es noch 54 gewesen sein, im Juli 215. Die Angaben können nicht unabhängig überprüft werden. "Das Asowsche Meer ist streng abgeriegelt, ebenso wie die Straße von Kertsch. Im nördlichen und nordöstlichen Schwarzen Meer geht es angespannt zu", schreibt die Einheit auf X. Dazu teilt sie ein Video, in dem eine Drohne von einem Hubschrauber verfolgt wird, dessen Schüsse allerdings im Meer landen. Die Drohne trifft letztlich den bereits brennenden russischen Öltanker "Armada Leader":
+++ 13:13 Viele ukrainische Flüchtlinge in Polen liebäugeln mit Rückkehr in die Heimat +++
Eine im August von der Rating Group durchgeführte Umfrage hat ergeben, dass 51 Prozent der in Polen befragten ukrainischen Flüchtlinge beabsichtigen, in die Ukraine zurückzukehren. Demnach sind allerdings nur 8 Prozent bereit, dies in naher Zukunft zu tun. 43 Prozent planen, erst nach dem Krieg zurückzukehren. In den vergangenen Monaten hat es zahlreiche gewalttätige Angriffe auf ukrainische Flüchtlinge in Polen gegeben.
+++ 12:36 Fabrik der Raketenindustrie getroffen: Ukraine bestätigt Angriff in Samara +++
Die Ukraine hat nach eigenen Angaben eine Fabrik im Wolgagebiet Samara angegriffen. Auf dem Gelände des Betriebs in Toljatti sei ein Brand festgestellt worden, teilt der Generalstab in Kiew mit. Das Unternehmen sei unter anderem spezialisiert auf die Herstellung synthetischer Kautschuke, was wichtig für die Nutzung von taktischen und ballistischen Raketen sei, hieß es zur Begründung.
+++ 11:58 Putins Krieg wird für Russen zur teuren Privatvorsorge +++
Der Krieg rückt für viele Menschen in Russland sichtbar näher: Drohnen treffen Infrastruktur und Wohnhäuser, Sicherheitsfolien gegen Glassplitter sind gefragt wie nie. Vor den Parlamentswahlen wächst zugleich die Sorge vor einer neuen Mobilmachung.
+++ 11:24 Ukraine greift mehrere russische Regionen aus der Luft an +++
Die Ukraine hat nach russischen Angaben mehrere Regionen mit Drohnen angegriffen. Die Luftabwehr habe insgesamt 230 unbemannte Flugkörper über mehr als einem Dutzend Gebieten sowie über der Halbinsel Krim und dem Asowschen und Schwarzen Meer abgeschossen, teilt das Verteidigungsministerium in Moskau mit. In der Region Samara griffen ukrainische Drohnen Industrieanlagen an, wie die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf Regionalgouverneur Wjatscheslaw Fedorischtschew meldet. Welche Anlagen das Ziel waren und ob Schäden entstanden, ließ er offen. In der Stadt Toljatti in derselben Region wurden nach Angaben von Bürgermeister Ilja Suchich mehrere Wohngebäude beschädigt und eine Person verletzt. Bei einem weiteren Angriff in Taganrog in der Region Rostow seien vier Gewerbeimmobilien in Brand geraten, zitiert die Nachrichtenagentur Tass Bürgermeisterin Swetlana Kambulowa.
+++ 10:44 Ukraine soll Flaggschiff der russischen Kaspischen Flotte getroffen haben +++
Die Ukraine könnte bei einem Angriff auf Kaspijsk das Flaggschiff der russischen Kaspischen Flotte getroffen haben - die Tartastan. Das berichtet der Kanal Exilenova+ und zeigt ein entsprechendes Satellitenfoto. Schiffe im Kaspischen Meer sind eher selten Ziel von ukrainischen Angriffen, da es vom Schwarzen Meer getrennt ist und die Entfernung von der Ukraine größer ist.
+++ 10:04 Seit 2023: 500.000 tote russische Soldaten für zwei Prozent des ukrainischen Territoriums +++
Laut ukrainischen Angaben hat Russland seit Kriegsbeginn 1,5 Millionen Soldaten verloren, die entweder tot oder schwer verwundet sind. Dem Chef der britischen Streitkräfte zufolge ist der überwiegende Teil der russischen Verluste seit Januar 2023 entstanden, obwohl seitdem nur zwei Prozent des ukrainischen Territoriums erobert worden sind. Die Zahl der Toten wird von Sir Rich Knighton auf 500.000 beziffert.
+++ 09:32 Ukraine meldet tote und verletzte Zivilisten - Einschläge in Wohnhochhaus in Odessa +++
Bei russischen Angriffen sind in der Nacht mindestens drei Menschen in der Ukraine getötet worden. In Saporischschja kamen nach Behördenangaben eine Frau und ein Mann bei einem Drohnenangriff ums Leben. Mindestens eine weitere Person wurde demnach verletzt. Es sei ein Wohngebiet getroffen worden .In Odessa am Schwarzen Meer wurden nach Angaben der Militärverwaltung mindestens 17 Menschen verletzt. Darunter sei auch ein fünf Monate altes Baby. Auf von Behörden veröffentlichten Fotos war ein beschädigtes mehrstöckiges Wohnhaus zu sehen. In der südostukrainischen Großstadt Krywyj Rih wurde dem Gouverneur des Gebiets Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, zufolge ein Mensch bei einem Angriff auf einen Betrieb getötet. Zwei weitere seien dabei verletzt worden.
+++ 09:02 Brics-Staaten treffen sich in Indien - Xi Jinping eingetroffen +++
Der chinesische Präsident Xi Jinping ist zu einem Gipfeltreffen der Brics-Staatengruppe in Indien eingetroffen. Xi landete in der Hauptstadt Neu Delhi, wie der chinesische Staatssender CCTV berichtet. Das zweitägige Treffen der Staats- und Regierungschefs der Brics-Staatengruppe beginnt heute. Am Freitag waren bereits der iranische Präsident Massud Peseschkian und der russische Präsident Wladimir Putin in Indien eingetroffen. Zentrale Themen des Gipfels werden voraussichtlich die Kriege im Nahen Osten und der Ukraine sowie Handel und Energie sein.
+++ 08:22 Russische Sabotage? Brand in Waffenlager in Bulgarien +++
In Bulgarien ist erneut ein Brand in einem Waffenlager ausgebrochen. Nach einer Explosion in der Nacht zum Samstag nahe dem Dorf Zarewa Liwada im nördlichen Zentralbulgarien wurde Behördenvertretern und lokalen Medien zufolge niemand verletzt. Das Feuer wütete demnach auf dem Gelände eines Lagers des Rüstungsunternehmens EMCO. "Es breitet sich von Lagerhalle zu Lagerhalle aus", sagt die Regionalgouverneurin von Gabrowo, Kristina Sidorowa. Es ist der zweite Brand in einer bulgarischen Munitionsfabrik innerhalb weniger Wochen. Im vergangenen Monat hatte sich eine Explosion in einer anderen EMCO-Anlage ereignet.
+++ 07:32 Top-Geheimdienstler: Putin könnte seine Kriegsführungsfähigkeiten bis 2028 erschöpfen +++
Der Chef des ukrainischen Militärgeheimdienstes, Oleh Iwaschtschenko, sagt der "Times", wenn die militärischen und wirtschaftlichen Verluste Russlands im derzeitigen Tempo anhalten, werde Russlands Präsident Wladimir Putin die Kriegsführungsfähigkeit des Landes bis 2028 erschöpfen. Russland rekrutiere zwar rund 1000 Menschen pro Tag für den Krieg gegen die Ukraine - manchmal sogar 1200 - aber die täglichen Verluste seien substanziell höher.
+++ 06:46 GRU-Verbindungen: Bericht nennt Namen hinter dem Anschlagsversuch am Flughafen Leipzig +++
Nach dem Anschlagsversuch auf den Flughafen Leipzig/Halle führen die Ermittlungen deutscher Sicherheitsbehörden einem Medienbericht zufolge direkt zum russischen Militärgeheimdienst GRU. Die "Welt am Sonntag" berichtet, geheime Ermittlungsunterlagen würden einen mutmaßlichen GRU-Mitarbeiter als Logistiker der Operation benennen. Die Erkenntnisse gelten demnach als Grundlage für die Entscheidung der Bundesregierung, Russland für den versuchten Drohnenanschlag verantwortlich zu machen. Nach Informationen aus Sicherheitskreisen handelt es sich bei den Verdächtigen um den Russen Oleg L. und den Belarussen Andrei K. Die Vorbereitung und Logistik soll L. organisiert haben. Er werde von Sicherheitsbehörden dem GRU zugerechnet, schreibt die "Welt am Sonntag".
+++ 06:01 Belgien sträubt sich und will russische Gelder nicht für die Ukraine freigeben +++
Belgien lehnt weiterhin die Übertragung russischer Gelder aus der belgischen Verwahrstelle Euroclear an eine andere, unter der Kontrolle der Europäischen Union stehende Finanzinstitution ab. Dies teilt ein belgischer Beamter dem Sender Suspilne mit. Damit kann das Geld nicht zur Unterstützung der Ukraine verwendet werden. In Belgien sollen rund 180 Milliarden Euro aus Russland eingefroren sein.
+++ 05:15 Ukrainische Kinder militarisiert: Sanktionen gegen acht Personen +++
Kanada sanktioniert acht Personen, die beschuldigt werden, ukrainische Kinder aus russisch besetzten Gebieten zu entführen und sie ideologisch umzuerziehen. Das teilt die ukrainische Initiative "Bring Kids Back UA" dem Medium Kyiv Independent mit. Die Personen sollen dafür verantwortlich sein, dass ukrainische Kinder aufhören, "sich als Ukrainer zu identifizieren und letztendlich in der russischen Armee landen", sagt Maksym Maksymov, der Leiter der Initiative. Russland militarisiere in den besetzten Gebieten in großem Umfang ukrainische Kinder und Jugendliche, um "zukünftige Soldaten heranzuziehen" und sie in den Kampf gegen ihr eigenes Volk einzubinden.
+++ 04:16 Putin macht "westliche Globalisten" für AfD-Sieg verantwortlich +++
Kremlchef Wladimir Putin macht die von ihm so bezeichneten westlichen Globalisten für den Wahlerfolg der rechtsextremen AfD in Sachsen-Anhalt und andere Entwicklungen in Europa verantwortlich. "Ich denke, dass alles, was derzeit in Europa passiert, im Grunde auf systemische Fehler des sogenannten Westens zurückzuführen ist - auf Fehler westlicher Globalisten in Politik, Sicherheit und Wirtschaft", sagt Putin während seines Aufenthalts in Indien. Zuletzt gab er westlichen Eliten die Schuld am Ukraine-Krieg. Sie hätten Russland unter Druck gesetzt und versucht, die Ukraine in die Nato zu bringen.
+++ 03:15 Über 30 Prozent: Geflüchtete Ukrainer erleben Diskriminierung in Polen +++
31 Prozent der ukrainischen Flüchtlinge in Polen haben in den letzten zwölf Monaten aufgrund ihrer Nationalität oder ethnischen Zugehörigkeit Diskriminierung erfahren. Das berichtet die "Ukrainska Prawda" basierend auf den Werten einer Umfrage. 22 Prozent erlebten Vorurteile, weil sie Ukrainisch sprachen. Sechs Prozent berichteten von Benachteiligung aufgrund ihrer Russischkenntnisse, fünf Prozent aufgrund ihres Alters und drei Prozent aufgrund ihres Geschlechts.
+++ 02:10 Russland nutzt KI Claude für Cyberangriffe gegen Europa und Ukraine +++
Russland hat in den letzten Monaten die KI Claude für Cyberangriffe gegen die Ukraine und Europa eingesetzt, berichtet die Firma Anthropic. "Die am häufigsten angegriffenen Personen waren Mitglieder der ukrainischen Regierung, des Militärs und des diplomatischen Personals. Der Akteur durchsuchte E-Mail-Dienste und Fernzugriffssysteme von mehr als zwei Dutzend ukrainischen Regierungsorganisationen", heißt es in dem Bericht. "Ein gemeinsames Thema der Angriffe waren die Ukraine und die Anbieter militärischer Drohnentechnologie sowie deren Lieferketten." Russland ist mithilfe von KI in der Lage, Abwehrmaßnahmen gegen Cyberangriffe zu umgehen, was für Hacker sonst deutlich kostspieliger wäre.
+++ 01:10 Putin: Europäische Soldaten in Ukraine würde "Krieg gegen Russland" bedeuten +++
Der russische Präsident Wladimir Putin warnt die Europäer vor einer Entsendung von Soldaten in die Ukraine. "Derzeit sagen sie, dass sie erwägen, wie sie Soldaten auf ukrainisches Territorium schicken können", behauptet Putin nach Angaben russischer Nachrichtenagenturen bei einem Indien-Besuch mit Blick auf europäische Staats- und Regierungschefs. "Das bedeutet einen Krieg gegen Russland." Putin sagt zudem, Russland würde europäische Länder nicht "bedrohen" und habe auch nicht die Absicht, dies zu tun. "Warum sollten wir? Niemand versteht, dass wir keinen Grund haben, in einen Konflikt mit Europa zu treten." Europäische Politiker würden den Bevölkerungen ihrer Länder mit einer "erfundenen Bedrohung aus Russland" Angst einflößen, sagt Putin.
+++ 00:10 Belarus: Lukaschenko überprüft Einsatzbereitschaft der Truppen +++
Der belarussische Machthaber Lukaschenko kündigt die Fortsetzung der Überprüfung der Einsatzbereitschaft der belarussischen Streitkräfte an, schreibt das Medium "Kyiv Independent". Lukaschenko sagt laut der belarussischen Nachrichtenagentur BelTA: "Ich habe es bereits ganz klar gesagt: Die Armee muss reformiert werden, die Zeit ist reif. Die gesamte Armee. Wir werden jeden überprüfen. Bis hin zur Mobilmachung." Derzeit werden laut Lukaschenko eine Artilleriebrigade und Kommunikationseinheiten auf ihre Einsatzbereitschaft überprüft, nachdem bereits Panzer- und motorisierte Schützeneinheiten inspiziert worden waren. "Wir bereiten uns auf den Krieg vor, damit es keinen geben wird", sagt er. Lukaschenko fügt hinzu, dass Lehren aus der "speziellen Militäroperation" bei den Tests gezogen werden. So bezeichnet Russland den Krieg gegen die Ukraine.
+++ 23:05 Menschen sterben bei "Doppelattacke" gegen Tankstellen in Kiew +++
Bei einem russischen Drohnenangriff auf eine Tankstelle in Kiew sind nach ukrainischen Angaben zwei Menschen getötet worden. Neun weitere Menschen seien verletzt worden, erklärt Präsident Wolodymyr Selenskyj auf X. Die Rettungskräfte veröffentlichten Aufnahmen einer ausgebrannten Tankstelle, aus der Rauch aufsteigt. Eine Rettungskraft sei bei einer "Doppelattacke" verletzt worden sei, also einem neuen Angriff auf denselben Ort kurz nach einem ersten Einschlag. Russland eskaliere die Lage gezielt. Der ukrainische Ölkonzern Ukrnafta erklärt, zwei seiner Tankstellen seien am Freitagmorgen gleichzeitig getroffen worden. In der ukrainischen Hauptstadt wächst die Sorge, dass Russland eine neue Offensive gegen dortige Tankstellen gestartet hat. Die russischen Streitkräfte wenden diese Taktik bereits in Gebieten näher an der Front an.
+++ 22:35 Russische Streitkräfte sollen ukrainische Kriegsgefangene erschossen haben +++
Russische Soldaten haben zwei gefangenen ukrainische Nationalgardisten in der Nähe in der Region Donezk erschossen, berichtet "Ukrinform". Es wurden Voruntersuchungen zu möglichen Kriegsverbrechen eingeleitet, teilt die regionale Staatsanwaltschaft auf Telegram mit. Die zwei Soldaten der Nationalgarde der Ukraine haben sich in einem Waldstreifen in der Nähe von Dobropillja befunden. Nach Angaben der Ermittler wurden sie bei einem Kampfeinsatz von russischen Besatzungstruppen gefangen genommen. Anschließend sollen die russischen Streitkräfte sie mit automatischen Waffen erschossen haben.
+++ 22:05 Selenskyj appelliert eindringlich an Trump: "Strenge" Sanktionen verhängen +++
Der ukrainische Präsident Selenskyj fordert US-Präsident Trump auf, ab sofort "strenge" Sanktionen gegen Russland zu verhängen, um der russischen Waffenproduktion zu schaden. Es müssten umgehend "Maßnahmen zur Begrenzung der Produktion von ballistischen Raketen und damit verbundenen Waffen" ergriffen werden, betont Selenskyj auf einem internationalen Forum in Kiew. "Ich verstehe manchmal nicht, warum Entscheidungen nicht schnell getroffen werden können", sagt der Präsident. Die US-Regierung müsse entschlossene Entscheidungen treffen - "die persönlichen Entscheidungen von Präsident Trump", fügt er hinzu. Selenskyj geht davon aus, dass er Trump Ende des Monats in New York treffen wird. Angesichts des bevorstehenden Winters fürchtet die Ukraine massive Schäden durch russische Angriffe auf ihre Energieinfrastruktur wie im vergangenen Winter. Um ballistische Raketen abfangen zu können, benötigt die Ukraine insbesondere US-Patriot-Flugabwehrraketen.
+++ 21:13 Britische Schätzung: 500.000 russische Soldaten getötet +++
Eine britische Militärgeheimdienst-Einschätzung geht davon aus, dass ungefähr eine halbe Million russische Soldaten seit Beginn der großangelegten Invasion der Ukraine im Februar 2022 getötet wurden. Das sagt der britische Generalstabschef Richard Knighton vor Reportern, wie Sky News berichtet. "Das bedeutet, dass eine halbe Million Familien ihren Vater, ihren Sohn, ihren Bruder oder Ehemann nie wieder sehen werden", wird er zitiert. Demnach sollen auf russischer Seite insgesamt 1,5 Millionen Soldaten getötet oder verwundet worden sein. Der überwiegende Teil dieser Verluste sei seit Januar 2023 erfolgt – und das, obwohl Russland in dieser Zeit lediglich zwei Prozent des ukrainischen Territoriums erobert habe, so der Militär. Diese Zahlen würden die sinnlose Verschwendung von Menschenleben für so geringe Fortschritten deutlich veranschaulichen, glaubt er. Offizielle Zahlen zu den Verlusten der Kriegsparteien gibt es nicht. Der russischsprachige Dienst der BBC berichtete im März, dass der Tod von mehr als 206.000 russischen Soldaten durch öffentlich zugängliche Daten bestätigt sei. Die tatsächlichen Zahlen dürften jedoch deutlich höher sein, hieß es. Im Januar ging die Denkfabrik CSIS in Washington von 325.000 getöteten russischen Soldaten seit Februar 2022 aus. Für die Ukraine wurden die Verluste auf 500.000 bis 600.000 Soldaten beziffert, darunter 100.000 bis 140.000 Tote.
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