Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 17:33 Ukrainischer Berater warnt vor Ausbau von russischem Satellitennetz +++
Der ukrainische Verteidigungstechnologieberater Serhij Beskrestnow warnt vor dem Ausbau des russischen Satellitennetzes Rasswet. Es könnte nach seiner Einschätzung in etwa sechs Monaten die gesamte Ukraine abdecken und Russland ermöglichen, Drohnen und kostengünstige Raketen in Echtzeit zu steuern. Beskrestnow bezeichnet das System gegenüber der Nachrichtenagentur AP als größte technologische Bedrohung durch Russland – auch für Europa. Über die Satellitenverbindung könnten russische Bediener die Flugbahnen von Angriffs- und Aufklärungsdrohnen sowie Raketen während des Fluges anpassen. Dies könnte die Wirksamkeit ukrainischer Störsysteme erheblich beeinträchtigen.
+++ 16:55 Ukraine meldet großangelegten russischen Angriff auf Riwne +++
Russische Streitkräfte haben nach ukrainischen Angaben die Stadt Riwne und ihr Umland im Westen des Landes massiv angegriffen. Dabei sei erneut zivile Infrastruktur getroffen worden, teilt Regionalgouverneur Oleksandr Kowal mit. Die entstandenen Brände seien unter Kontrolle. Verletzte seien zunächst nicht gemeldet worden. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe setzte Russland bei seinen nächtlichen Angriffen auf die Ukraine insgesamt 180 Drohnen sowie eine ballistische Rakete vom Typ Iskander-M ein. Im Gebiet Winnyzja wurde demnach kritische Infrastruktur beschädigt, es kam zu Notstromabschaltungen. In Saporischschja und Poltawa wurde nach ukrainischen Angaben jeweils ein Mensch getötet.
+++ 16:32 Russland meldet Beschuss von Schiff mit Militärfracht bei Odessa +++
Russland meldet den Beschuss eines Schiffes mit Militärfracht nahe dem ukrainischen Schwarzmeerhafen Odessa. Dies teilt das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Die Angaben lassen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.
+++ 16:15 Selenskyj: USA liefern Ukraine wieder Geheimdienstdaten +++
Die USA versorgen die Ukraine nach einer kurzen Unterbrechung wieder mit wichtigen Geheimdienstinformationen zur Abwehr russischer Raketenangriffe. Dies sagt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einem am Sonntag veröffentlichten Interview mit dem US-Sender NBC. Der Austausch von Geheimdienstinformationen sei unterbrochen, aber später wieder "freigegeben" worden. "Wir sind dafür sehr dankbar", sagt Selenskyj. "Jetzt funktioniert es."
+++ 15:49 Selenskyj: "Zehntausende Familien" nach russischen Angriffen ohne Strom +++
Nach neuen russischen Angriffen auf die Energieinfrastruktur in der Ukraine sind nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj "zehntausende Familien" ohne Strom. Russische Angriffe hätten in der Nacht Umspannwerke in vier ukrainischen Regionen getroffen, erklärt Selenskyj. Moskau versuche, die Ukrainer vor dem Winter ohne Wärme und Strom dastehen zu lassen.
+++ 15:26 Kiew: Russische Störmaßnahmen lenkten Drohnen nach Litauen +++
Die Ukraine hat den möglichen Einflug ihrer Drohnen in den litauischen Luftraum bedauert und russische Störmaßnahmen dafür verantwortlich gemacht. Man bedauere den Vorfall, der sich am Sonntagmorgen im litauischen Luftraum ereignet habe, schreibt der Sprecher des Außenministeriums, Heorhij Tychyj, auf der Plattform X. Dieser sei möglicherweise durch russische elektronische Kriegsführung verursacht worden, die Drohnen während eines Einsatzes gegen legitime militärische Ziele in Russland abgelenkt habe. Man entschuldige sich für alle Störungen, Risiken und die Besorgnis, die dies verursacht haben könnte, so Tychyj weiter. Die Ukraine werde alle relevanten Informationen mit ihren litauischen Partnern teilen, um die genauen Umstände des Vorfalls aufzuklären.
+++ 15:00 Ukraine fliegt massiven Angriff auf Putins Geburtsstadt ++
Mitten in der Nacht erzittert Putins Geburtsstadt Sankt Petersburg unter massiven Drohneneinschlägen. Ein Mensch stirbt, Teile der Metropole liegen im Dunkeln, Industrieanlagen brennen. Kiew hatte seine neue Strategie zuvor klar angekündigt.
+++ 14:26 Airbus fordert maßgeblichen Anteil an neuem europäischen Kampfjet ++
Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus pocht auf einen maßgeblichen Anteil am geplanten neuen europäischen Kampfjet. "Deutschland wird sicherlich sehr viel Geld in ein solches Projekt einbringen. Dazu gehört dann auch, dass man für seine Industrie einen entsprechenden Anteil fordert", sagt der Chef der Airbus-Sparte Defence and Space, Michael Schöllhorn, dem "Handelsblatt". "Wir sind stark, was das Rumpfmittelteil angeht, inklusive der Flugsteuerung und Avionik." Auch bei den Themen Cockpit, Sensorik, Tarnkappenfähigkeit, Vernetzung und Triebwerk habe sich Airbus mit seinen Zulieferern stark weiterentwickelt.
+++ 13:57 Litauen: Brandanschlag auf Firma mit Starlink-Equipment vereitelt ++
Nachdem bekannt wurde, dass mutmaßlich eine Drohne in den litauischen Luftraum eingedrungen war, berichtet Litauens Ministerpräsident Mindaugas Sinkevicius von einem weiteren Vorfall in der vergangenen Nacht. Es sei versucht worden, ein litauisches Unternehmen in Brand zu setzen, in dem Starlink-Equipment lagert werde, schreibt er in sozialen Medien. Demnach hatten die Behörden das Unternehmen vor möglichen Angriffen gewarnt und die Sicherheitsvorkehrungen wurden verstärkt. Der Anschlag sei fehlgeschlagen.
+++ 13:23 Tote und Verletzte nach Angriffen auf Slowjansk +++
In der ostukrainischen Stadt Slowjansk sollen mindestens sechs Menschen durch russische Bomben- und Drohnenangriffe getötet worden sein. 15 weitere Menschen seien bei den Angriffen am Samstag verletzt worden, schreibt der Leiter der städtischen Militärverwaltung, Vadim Lyakh, am Morgen bei Facebook. Seinen Worten nach liegen zu dem Zeitpunkt noch mehrere Leichen unter den Trümmern zerstörter Häuser. Sie sollen nun geborgen werden, nachdem die Bergungsarbeiten zuvor wegen der Sicherheitslage unterbrochen werden mussten. Slowjansk liegt in der Nähe der Front im Gebiet Donezk.
+++ 12:36 Starlink-Drosselung - "Trump entscheidet, Musk führt aus" +++
Noch immer ist das Satelliteninternet Starlink über der Ukraine gedrosselt. Laut Präsident Selenskyj ist das Militär seines Landes dadurch massiv beeinträchtigt. Er sieht Washington in der Verantwortung, Trump schiebt die Schuld Elon Musk zu. Für den Politologen Thomas Jäger ist klar: Sie stecken beide dahinter.
+++ 12:12 Polens Luftwaffe wegen russischen Luftangriffen auf Ukraine vorsorglich aktiv +++
Die polnische Luftwaffe hat nach eigenen Angaben Präventivmaßnahmen wegen russischer Raketenangriffe auf die Ukraine ausgeführt. Diese Aktionen dienten der Sicherung des polnischen Luftraums, heißt es in einer Erklärung. Die Flughäfen in den Städten Lublin und Rzeszow im Osten des Landes stellten vorübergehend den Betrieb ein, um dem Militär Handlungsfreiheit zu geben. In zwei Warnmeldungen wurden Bewohner der Regionen seit dem Morgen darüber informiert, dass die polnische Luftwaffe im Einsatz ist. Es gebe einen russischen Luftangriff auf ukrainischen Gebiet, hieß es. "Die Lage wird beobachtet." Später wurden die Warnungen aufgehoben.
+++ 11:44 Drohne drang wohl von Polen in Litauens Luftraum ein +++
Bei dem unbekannten Flugobjekt, das Litauens Luftraum verletzt und Nato-Kampfjets alarmiert hat, soll es sich um eine Drohne gehandelt haben. Diese sei wahrscheinlich aus dem benachbarten Polen eingedrungen, sagt der litauische Verteidigungsminister Robertas Kaunas. Nachdem das Objekt vom Radar verschwunden war, wurden in der Nähe des Dorfes Juodzionys mögliche Trümmerteile gefunden. Einige hätten ein ziviles Fahrzeug getroffen, sagt Kaunas. Er habe seinem polnischen Kollegen eine gemeinsame Untersuchung des Vorfalls vorgeschlagen. Die polnische Armee teilt mit, eine mögliche Verletzung des eigenen Luftraums durch ein nicht identifiziertes Objekt zu prüfen. In den vergangenen Monaten waren wiederholt ukrainische Drohnen in den Nato-Luftraum in der baltischen Region eingedrungen, die von russischen Störsendern vom Kurs abgebracht worden sein sollen. Mehr dazu hier.
+++ 11:16 Ukraine zählt Dutzende Angriffe auf Energiesektor seit Trumps Aufruf zu "Energie-Waffenruhe" +++
Die Ukraine wirft Russland 76 gezielte Angriffe auf ihren Energiesektor vor, seitdem US-Präsident Trump vor einer Woche einen "Energie-Waffenstillstand" verkündete. Die jüngsten Angriffe hätten Umspannwerke in den Regionen Winnyzja, Schytomyr, Chmelnyzkyj und Odessa getroffen, schreibt Präsident Selenskyj. "Zehntausende Familien sind ohne Strom." Laut Selenskyj attackierte Russland die Ukraine binnen einer Woche mit fast 2700 Angriffsdrohnen, 1700 Fliegerbomben und 66 Raketen. Die von Trump verkündete Vereinbarung über eine Feuerpause für die Energie-Infrastruktur war zuvor weder von der Regierung in Kiew noch von der in Moskau bestätigt worden.
+++ 10:58 Zwei Menschen bei Angriffen auf Ukraine getötet +++
Bei russischen Luftangriffen sind in der Ukraine mindestens zwei Menschen getötet worden. Bei Attacken auf die Stadt Saporischschja im Südosten des Landes wurde der Militärverwaltung zufolge eine Frau getötet und eine weitere Frau sowie ein kleines Mädchen verletzt. Den Angaben nach wurden zwei Mehrfamilienhäuser, 18 Autos und eine Bildungseinrichtung beschädigt. In der zentralukrainischen Stadt Poltawa bestätigen die Behörden ein Todesopfer und vier Verletzte durch Drohnenangriffe. Demnach wurden in der Stadt neun Wohnhäuser beschädigt, teils durch abgestürzte Drohnentrümmer.
+++ 10:27 Ukraine nimmt Ozon anscheinend erneut ins Visier +++
Der russische Online-Händler Ozon soll erneut zum Ziel ukrainischer Drohnenangriffe geworden sein. Das Unternehmen berichtet von einem Brand in einem seiner Logistikzentren in St. Petersburg infolge eines Drohnenangriffs. Verletzt worden sei niemand, heißt es. Das ukrainische Militär teilt in sozialen Videos, die den Brand in St. Petersburg zeigen sollen.
+++ 10:15 Haushalte teils ohne Strom nach Drohnenattacken in westlicher Ukraine +++
Nach russischen Angriffen im Westen der Ukraine kommt es zu neuen Stromausfällen. Es habe Drohnenangriffe auf die kritische Infrastruktur gegeben, erklären die Verwaltungen der Regionen Winnyzja und Ternopil. Außerdem steht in der Oblast Wolhynien ein Industriebetrieb in Flammen, wie der Gouverneur mitteilt. Opfer gebe es nach ersten Informationen nicht. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe setzte das russische Militär bei seinen Angriffen in der Nacht insgesamt eine ballistische Iskander-Rakete,180 Kampfdrohnen und Banderol-Marschflugkörper ein. 152 Kampfdrohnen seien abgefangen worden, heißt es. Einschläge habe es an 20 Orten gegeben.
+++ 09:40 Selenskyj sieht "Absicht" hinter Starlink-Störungen +++
Bei den jüngsten Attacken Russlands auf die Ukraine kann sich die ukrainische Armee nicht mehr auf das System Starlink verlassen, dass zurzeit wohl lediglich gedrosselt läuft. Das behindert auch die Abwehr russischer Drohnen, so Präsident Selenskyj. ntv-Reporterin Kavitas Sharma gibt einen Überblick.
+++ 09:16 Beschädigter Zaun und abgestellte russische Maschinen im Nord-Bereich von Leipziger Airport +++
Die Ermittler geben weitere Einzelheiten zu einem "sicherheitsrelevanten Vorfall" am Flughafen Leipzig/Halle bekannt, wo nach ersten Erkenntnissen ein Fahrzeug einen Zaun durchbrochen haben soll. Der beschädigte Abschnitt befinde sich in der Nähe abgestellter russischer Antonow-Frachtflugzeuge, sagt ein Polizeisprecher am Morgen auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Auf dem Flughafen-Gelände stehen drei russische Antonow-Frachtflugzeuge, die wegen der 2022 verhängten EU-Sanktionen gegen Russland infolge des Angriffskriegs auf die Ukraine ein Start- und Flugverbot haben und daher nicht bewegt werden können. Später erklärt Flughafen-Sprecher Uwe Schuhart, der beschädigte Zaunabschnitt und die Maschinen lägen zwar im Nord-Bereich, aber nicht unmittelbar beieinander. Die ebenfalls am Flughafen Leipzig/Halle befindlichen ukrainischen Antonow-Frachtflugzeuge seien dagegen im Süd-Bereich und damit deutlich weiter entfernt. Der Hintergrund des Vorfalls ist bisher unklar. Dem Flughafen-Sprecher zufolge sind weder Passagier- noch Frachtverkehr eingeschränkt. Die Nordpiste sei zwar gesperrt, aber da es zwei Start- und Landebahnen gebe, komme es aktuell zu keinen Einschränkungen im Flugverkehr.
+++ 08:49 St. Petersburg meldet einen Toten und Verletzte durch Drohnenangriffe +++
Nach Angaben der Behörden im russischen St. Petersburg ist ein Mensch bei ukrainischen Drohnenangriffen getötet worden. Fünf weitere Menschen seien verletzt ins Krankenhaus gebracht worden, schreibt Gouverneur Alexander Beglov bei Telegram. Russische Behörden wie auch proukrainische Telegramkanäle hatten zuvor mitgeteilt, es habe Angriffe auf den St. Petersburger Ölterminal gegeben, sowie auf Ziele in der Oblast Leningrad, darunter ein Datenzentrum des sozialen Netzwerks VK. Belgov spricht zudem von Schäden an zwölf Wohnhäusern. Unabhängig überprüfen lässt sich das derzeit nicht. Ob die Schäden durch womöglich durch Trümmerteile abgeschossener Drohnen verursacht wurden, sagt er nicht.
+++ 08:24 Alarm in Litauen und Lettland: Unbekanntes Flugobjekt lässt Nato-Jets aufsteigen +++
Litauen hat die Bewohner im Zentrum und Norden des Landes wegen eines unbekannten Flugobjekts vorübergehend in die Schutzräume gerufen. Während der Luftwarnung seien Nato-Abfangjäger aufgestiegen und der Flughafen Kaunas geschlossen worden, wie die Armee und das nationale Krisenzentrum mitteilen. Das nördliche Nachbarland Lettland gab für einige Grenzregionen wegen einer "möglichen Bedrohung" vorübergehend ebenfalls eine Warnung heraus. In den vergangenen Monaten sind wiederholt ukrainische Drohnen in den Luftraum der baltischen Nato-Staaten eingedrungen. Der Regierung in Kiew zufolge werden sie durch russische Störsender vom Kurs abgebracht.
+++ 07:41 Polizei: Fahrzeug durchbrach wahrscheinlich Flughafenzaun in Leipzig +++
Am Flughafen Leipzig/Halle ist nach einem mutmaßlichen Zaundurchbruch die Nordpiste gesperrt worden. Nach bisherigen Ermittlungen hat mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Fahrzeug den Sicherheitszaun des Geländes in der Nacht durchbrochen, wie die Polizeidirektion Leipzig mitteilt. Die Beschädigung am Zaun war demnach kurz vor 23 Uhr festgestellt worden. Einsatzkräfte der Bundespolizei und der Landespolizei suchten daraufhin das Areal ab. Dabei seien zunächst weder unberechtigte Personen noch verdächtige Gegenstände gefunden worden. Die Suche solle im Laufe des Tages mit zusätzlichen Kräften fortgesetzt werden. Der Flugbetrieb auf der Nordpiste bleibt den Angaben zufolge vorerst eingestellt. Der Vorfall weckt Erinnerungen an einen versuchten Anschlag auf den Flughafen im August. Damals waren Drohnenteile und Sprengstoff auf dem Flugfeld in der Nähe von ukrainischen Transportflugzeugen des Typs Antonow entdeckt worden. Die Bundesregierung macht Russland dafür verantwortlich. Moskau bestreitet den Vorwurf. Mehr dazu hier.
+++ 07:00 Ukraine will binnen eines Tages über 2000 Soldaten ausgeschaltet haben +++
Das ukrainische Militär schätzt, dass 2090 russische Soldaten innerhalb von 24 Stunden verletzt oder getötet wurden. Das teilt der Generalstab in sozialen Medien mit. Unabhängig überprüfen lassen sich diese täglichen Schätzungen nicht.
+++ 06:27 Russland: Brand am Ölterminal in St. Petersburg, VK-Datenzentrum angegriffen +++
In der Nacht gibt es offenbar ukrainische Drohnenangriffe auf Ziele in der russischen Oblast Leningrad und in St. Petersburg. Der Gouverneur von St. Petersburg, Alexander Beglov, meldet auf seinem Telegramkanal einen Brand am Ölterminal St. Peterburg. Zudem spricht er von weiteren Bränden an Einrichtungen der zivilen Infrastruktur. Der Betrieb am Flughafen Pulkowo wurde den Angaben zufolge vorübergehend ausgesetzt. Verletzte werden nicht gemeldet. Ein Datenzentrum des russischen sozialen Netzwerks VK in der Region Leningrad sei Ziel eines Drohnenangriffs geworden, schreibt das russische Staatsmedium Tass unter Berufung auf das Unternehmen. Laut dem Gouverneur von Leningrad, Alexander Drozdenko, kam es zu Stromausfällen, weil Drohnentrümmer auf Stromleitungen fielen. Über der Region seien 126 Dronen abgewehrt worden, so Drozdenko. Die ukrainische Armee teilt auf ihrem Telegramkanal Berichte aus sozialen Netzwerken über die Angriffe, sowie Video- und Bilder dazu. Demnach soll zudem eine Drohne gegen eine Drahtseilbrücke in St. Petersburg gekracht sein. Der proukrainische Telegramkanal Astra schreibt, die mehrspurige Brücke sei etwa 4,5 Kilometer vom Ölterminal entfernt und gehöre zu einem Schnellstraßennetz.
+++ 05:51 USA: Ausgesetzte Russland-Sanktionen werden 60 Tage lang geprüft +++
US-Präsident Donald Trump wird die ausgesetzten Sanktionen gegen Russland bis zu 60 Tage lang prüfen. In dieser Zeit sollten die wirtschaftlichen Auswirkungen bewertet werden, sagt Außenminister Marco Rubio. Trump selbst erklärt, er habe noch keine endgültige Entscheidung getroffen. Er hatte die Sanktionen und Zölle am Freitag angesichts hoher Energiepreise ausgesetzt.
+++ 04:57 Zaun beschädigt: Polizei durchsucht Flughafen Leipzig/Halle +++
Ein beschädigter Zaun sorgt am Flughafen Leipzig/Halle für einen Polizeieinsatz. Derzeit sei unklar, ob sich unberechtigte Personen auf dem Flughafengelände aufhalten, teilt die Polizei in der Nacht mit. Das Gelände werde durchsucht, der Flugbetrieb auf der Nordseite sei eingestellt. Der Flughafen Leipzig/Halle war im Sommer Ziel eines mutmaßlichen Anschlagsversuchs. Anfang August wurde dort eine mit Sprengstoff präparierte Drohne neben ukrainischen Frachtflugzeugen entdeckt. Die Bundesregierung macht Russland für den versuchten Angriff verantwortlich. Moskau weist die Vorwürfe zurück. Mehr dazu hier.
+++ 02:06 Bericht über US-Plan: Russland soll wieder Gas nach Europa liefern +++
Europa soll nach einem Vorschlag der US-Regierung wieder in großem Maß Gas aus Russland kaufen. Das berichtet die "New York Times". Die US-Gesandten Jared Kushner und Steve Witkoff hätten in Gesprächen mit der Ukraine und EU-Vertretern vorgeschlagen, dass die Pipelines wieder geöffnet werden. Russland würde davon wirtschaftlich profitieren und solle damit zu einem Friedensabkommen bewegt werden, so die "New York Times". Gleichzeitig erhoffe sich die Trump-Regierung einen dämpfenden Effekt auf die Energiepreise in den USA und Europa. Auch weitere wirtschaftliche Deals zwischen den USA und Russland seien Teil des Friedensplans. Die EU hatte sich darauf geeinigt, bis November 2027 vollständig unabhängig von russischem Gas zu werden. Bei EU-Vertretern, insbesondere Kanzler Merz, seien die US-Vorstellungen auf Ablehnung gestoßen, heißt es in dem Bericht.
+++ 23:55 Russland: Fast 200 ukrainische Drohnen über Moskau abgefangen +++
Die russische Luftabwehr hat nach Angaben des Moskauer Bürgermeisters fast 200 ukrainische Drohnen abgefangen. Seit Mitternacht (Ortszeit) seien 195 Drohnen auf dem Weg in die Hauptstadt zerstört worden, teilt Sergej Sobjanin auf Telegram mit. Der Flugbetrieb auf den Moskauer Flughäfen Domodedowo und Wnukowo ist ausgesetzt. Auch in der Nacht zuvor hatten Drohnen für massive Einschränkungen im Flugverkehr gesorgt.
+++ 22:17 Ukraine meldet Angriff auf russische Drohnenfabrik in Rostow +++
Ukrainische Streitkräfte haben nach Angaben ihres Generalstabs eine Produktions- und Lageranlage des russischen Drohnenherstellers Roboavia im Gebiet Rostow angegriffen. Der Angriff habe sich am Freitag gegen einen Standort nahe der Ortschaft Lenina gerichtet, teilt der Generalstab nun mit. Angaben zum Ausmaß möglicher Schäden machte er in dem vorliegenden Bericht nicht. Roboavia stellt nach Angaben des ukrainischen Militärgeheimdienstes unter anderem Aufklärungsdrohnen vom Typ Sarych und Angriffsdrohnen vom Typ Klin her. Das Unternehmen gehört dem Militärinnovationskomplex "Era" an, einem Projekt des russischen Verteidigungsministeriums zur Entwicklung neuer Waffentechnologie.
+++ 21:01 Ukraine wirft russischen Soldaten Tötung von Kriegsgefangenen vor +++
Russische Soldaten haben nach ukrainischen Militärangaben mutmaßlich zwei ukrainische Kriegsgefangene bei Huliaipole getötet. Der Vorfall sei vor wenigen Tagen dokumentiert worden, sagt Maksym Kravchuk, Sprecher der ukrainischen Heeresgruppe Süd, der "Ukrajinska Prawda". Die mutmaßlichen Täter gehörten vermutlich der russischen 38. Separaten Motorisierten Schützenbrigade an. Laut Kravchuk fingen ukrainische Kräfte Funkgespräche ab, in denen unter anderem der Befehl erteilt worden sei, einen Verwundeten zu töten. Anschließend seien die unbewaffneten Gefangenen getötet worden. Das Material sei den Strafverfolgungsbehörden übergeben worden.
+++ 19:46 Rumänische Armee schießt zwei Drohnen über dem Schwarzen Meer ab +++
Nach mehreren Angriffen auf Schiffe in der Region hat die rumänische Armee nach eigenen Angaben über dem Schwarzen Meer zwei Drohnen abgeschossen. Die Drohnen seien "illegal" in den rumänischen Luftraum eingedrungen, erklärt Verteidigungsminister Radu Miruta. Er machte keine konkreten Angaben dazu, von wem die Drohnen stammten. "Zwei Drohnen wurden vor wenigen Minuten von rumänischen Militärpiloten über dem Schwarzen Meer abgefangen und abgeschossen - kurz nachdem sie illegal in unser Gebiet eingedrungen waren", schreibt Miruta auf Facebook. Beide Drohnen seien von F-16-Kampfjets etwa 20 Kilometer südöstlich der Stadt Sulina abgeschossen worden. Mehr dazu hier.
+++ 18:55 Fico: Slowakei und Ungarn verweigern Beteiligung an weiterem Ukraine-Kredit +++
Die Slowakei und Ungarn wollen sich nach Angaben des slowakischen Ministerpräsidenten Robert Fico nicht an einem möglichen weiteren EU-Kredit für die Ukraine beteiligen. Die Ukraine habe die EU für 2027 um zusätzliche Hilfen in Höhe von 70 Milliarden Euro gebeten sagt Fico der slowakischen Tageszeitung „Denník N“ berichtet. Der ungarische Regierungschef Péter Magyar teile seine ablehnende Haltung. Fico bezeichnete es als „gefährlich“, die Verhandlungen über den künftigen EU-Haushalt mit der Finanzierung der Ukraine zu verknüpfen. Die Slowakei wolle das Land stattdessen etwa durch Bildungsprojekte sowie beim Ausbau von Straßen und Energieverbindungen unterstützen.
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