Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 08:37 Putin-Gesandter trifft sich mit Trump-Team in Florida +++

31.01.2026, 00:10 Uhr

Kirill Dmitriev, ein Gesandter des Kremlchefs Wladimir Putin, wird heute voraussichtlich im US-Bundesstaat Florida Vertreter des Teams von US-Präsident Donald Trump treffen. Das berichtet Reuters unter Berufung auf zwei mit US-Vertreter. Das Treffen soll demnach im Vorfeld einer weiteren geplanten Runde von Friedensgesprächen zwischen Russland und der Ukraine in den Vereinigten Arabischen Emiraten stattfinden. An dem Gespräch nehmen dem Bericht zufolge sehr wahrscheinlich auch der Sondergesandte Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner teil.

+++ 08:12 Ukrainische Verteidiger wehren 64 russische Drohnen in der Nacht ab +++

Die ukrainische Luftverteidigung hat seit gestern Abend 64 von 85 russischen Drohnen abgewehrt. Dies teilt die ukrainische Luftwaffe via Telegram mit. Etwa 55 dieser Drohnen waren demnach vom Typ Shahed. Es seien Treffer von 20 Drohnen an 13 Standorten registriert worden.

+++ 07:32 Militärverwaltung: Siedlungen in Saporischschja mehr als 1000 Mal in 24 Stunden attackiert +++

Das russische Militär hat in den vergangenen 24 Stunden nach ukrainischen Angaben 1.019 Angriffe auf 33 Siedlungen in der Region Saporischschja durchgeführt. Dies teilt der Leiter der Militärverwaltung der Region Saporischschja, Iwan Fjodorow, bei Telegram mit. Demnach wurden drei Menschen bei den Angriffen verletzt.

+++ 07:16 Kiew: Mehr als 250 Wohnhäuser weiter ohne Strom nach russischen Angriffen +++

Nach den massiven russischen Angriffen auf das Energienetz Kiews gibt es dort immer noch in mehr als 250 Wohnblöcken keinen Strom. "Mitarbeiter der Versorgungsbetriebe und Energieingenieure arbeiten weiterhin daran, die durch großangelegte feindliche Angriffe auf die Hauptstadt verursachten Schäden an der kritischen Infrastruktur zu beheben und die Heizung in den Wohnungen der Kiewer Bewohner wiederherzustellen", schreibt Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko bei Telegram. Oleksandr Kharchenko, Direktor des Forschungszentrums für die Energiewirtschaft, sagte, dass Wohngebäude in Kiew, die noch ohne Heizung sind, bis zum 1. Februar beheizt werden könnten.

+++ 06:47 Selenskyj lehnt Einladung des Kremls für Gespräche Moskau ab +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj lehnt den Vorschlag des Kremls ab, Gespräche mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Moskau zu führen. Das sagte Selenskyj laut "Kyiv Independent" bei einer Pressekonferenz, aber er signalisierte gleichzeitig Bereitschaft zu einem Treffen in einem angemesseneren Format. "Ich kann ihn genauso gut nach Kiew einladen, soll er doch kommen. Ich lade ihn offen ein, wenn er sich traut", sagte der ukrainische Staatschef und deutete damit an, dass Putin direkte Gespräche vermeiden wolle. Selenskyjs Äußerungen folgen auf die Aussage des Kreml-Beraters Juri Uschakow, Moskau sei bereit, Selenskyjs Sicherheit und Arbeitsbedingungen zu gewährleisten, sollte er nach Russland kommen, um die Gespräche über ein Ende des Krieges fortzusetzen.

+++ 06:21 Sicherheitsexpertin sieht europäische Atombombe skeptisch +++

In der Diskussion um eine mögliche EU-Atombombe gibt sich Sicherheitsexpertin Jana Puglierin vom Thinktank European Council on Foreign Relations in Berlin skeptisch. Die Nuklearwaffe sehe sie aus vielen Gründen nicht als Ersatz zum atomaren Schutzschirm der USA. Zugleich widerstrebe ihr die Vorstellung, dass sich europäische Länder einzeln damit ausrüsten würden. "Priorität müsste haben, mit den Atommächten Frankreich und Großbritannien einen pragmatischen Weg zu suchen, wie sie stärker zur gesamteuropäischen Abschreckung beitragen können", sagt sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump wachsen die Zweifel daran, dass sich die Europäer im Ernstfall noch auf den atomaren Schutz der USA verlassen können. Der französische Präsident Emmanuel Macron schlägt seit längerem ein europäisches atomares Schutzschild vor.

+++ 05:35 Putin lobt russische Rüstungsexporte +++

Kremlchef Wladimir Putin lobt die Rüstungsexporte seines Landes trotz des Drucks westlicher Staaten. Im vergangenen Jahr seien russische Rüstungsgüter in mehr als 30 Länder geliefert worden, sagt Putin bei einem Treffen im Kreml. Die Einnahmen in ausländischer Währung hätten 15 Milliarden Dollar überschritten. Der Sektor arbeite unter "komplizierten Bedingungen" und stehe unter dem Druck westlicher Länder. "Aber trotz all dieser Versuche wurden unsere Exportverträge im Großen und Ganzen konsequent eingehalten", sagt Putin. Afrikanische Länder zeigten dem russischen Staatschef zufolge besonderes Interesse an russischen Militärgütern.

+++ 04:35 Pistorius wirft Putin "Terror" gegen Ukraine vor +++

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius von der SPD wirft Kremlherrscher Wladimir Putin "Terror" gegen die ukrainische Zivilbevölkerung vor. Zugleich äußert er im Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) Zweifel an der Friedensbereitschaft des russischen Machthabers. Bislang sehe er "keine Anzeichen dafür, dass Russland ernsthaft Frieden will". Wenn es darauf ankomme, halte Putin immer an seinen Maximalforderungen fest und zeige sich an keiner Stelle kompromissbereit, kritisiert Pistorius. Während der Friedensgespräche in Abu Dhabi habe er die Ukraine in einer Art und Weise bombardieren lassen wie zuvor kaum in diesem Krieg. "Das hat nichts mehr mit einer militärischen Auseinandersetzung zu tun. Das ist Terror, der sich ausschließlich gegen die Zivilbevölkerung richtet, in einem Winter mit Temperaturen von minus 20 Grad", wirft Pistorius Putin vor.

+++ 03:30 Ukrainischer Geheimdienst: Anschlag in Odessa vereitelt +++

Der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU hat nach eigenen Angaben drei Männer festgenommen, die im Auftrag des russischen Geheimdienstes FSB Terroranschläge in Odessa vorbereitet haben sollen. Ziel der geplanten Anschläge seien Angehörige ukrainischer Spezialeinheiten und Soldaten gewesen, die an Kampfeinsätzen an der Südfront beteiligt sind. Die Männer sollen geplant haben, Autos und Wohnungen von Militärangehörigen und deren Familien mit ferngezündeten Sprengsätzen anzugreifen, um Angst unter der Zivilbevölkerung zu verbreiten. Der SBU erklärt, man habe die Verdächtigen auf dem Weg zu den Wohnorten der Soldaten festgenommen und Sprengsätze sowie Mobiltelefone sichergestellt. Gegen die Männer wird wegen Hochverrats unter Kriegsrecht ermittelt, ihnen droht lebenslange Haft.

+++ 02:25 Expertin: Europas Militär noch jahrelang auf USA angewiesen +++

Europa bräuchte nach Einschätzung der Sicherheitsexpertin Jana Puglierin mehrere Jahre, um militärisch unabhängig von den USA zu werden. "Fünf Jahre mindestens, für Bereiche wie Aufklärung, Überwachung, Satelliten vielleicht sogar ein Jahrzehnt oder länger", sagt sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Es gehe insbesondere um "strategische Schlüsselbereiche, über die europäische Armeen bislang noch nicht verfügen" - etwa Aufklärung, Zielerfassung, die integrierte Luftverteidigung oder den strategischen Lufttransport. Europa müsse sich allein verteidigen können, sagt Puglierin, die das Berliner Büro des Thinktanks European Council on Foreign Relations leitet. "Es gibt nicht wirklich eine Alternative, außer wir dienen uns einer Schutzmacht so an, dass wir eine Art Protektorat werden." Das bisherige Nato-Modell, in dem die Alliierten den USA freiwillig als Bündnispartner gefolgt seien, sei "offensichtlich nicht mehr im Angebot", sagt Puglierin.

+++ 01:20 Umfrage: 72 Prozent der Ukrainer sehen Trump negativ +++

72 Prozent der Ukrainer haben einer Umfrage zufolge eine negative Einstellung zu US-Präsident Donald Trump. Das geht aus einer Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Rating hervor. Demnach äußerten 47 Prozent der Befragten eine eher negative, weitere 25 Prozent eine sehr negative Haltung. Positiv bewerteten Trump 22 Prozent. Auch der chinesische Staats- und Parteichef wird mehrheitlich kritisch gesehen: 80 Prozent der Ukrainer äußerten eine negative Haltung gegenüber Xi Jinping, davon 40 Prozent sehr negativ und weitere 40 Prozent eher negativ. Besonders eindeutig fällt das Urteil über Russland aus. Demnach bewerten 99 Prozent der Befragten Wladimir Putin negativ. Die Umfrage wurde vom 11. bis 14. November telefonisch unter 1000 Personen durchgeführt.

+++ 00:15 Ukraine: Russland greift Eisenbahn-Strecken an +++

Russland hat nach ukrainischen Angaben binnen 24 Stunden sieben Angriffe auf die Eisenbahn-Infrastruktur verübt. "Russland greift absichtlich die Logistikrouten der Ukraine an", schreibt Vize-Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko auf X. Dies sei vorsätzlicher Terror, der auf Menschen und zivilen Transport abziele.

+++ 23:10 Putin empfängt Irans Sicherheitschef +++

Vor dem Hintergrund der Spannungen zwischen Washington und Teheran traf Kremlchef Wladimir Putin den iranischen Sicherheitschef. Putin habe "den Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrates der Islamischen Republik Iran, Ali Laridschani, im Kreml empfangen", teilt der Kreml mit. Der iranische Botschafter in Moskau, Kazem Jalali, erklärt auf Telegram, dass es bei den Gesprächen um wirtschaftliche Beziehungen und "wichtige regionale und internationale Themen" gegangen sei. Laridschanis Besuch wurde laut der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Ria Novosti im Vorfeld nicht angekündigt.

+++ 22:07 Putin-Vertrauter Dmitriew trifft offenbar Trumps Team in den USA +++

Kirill Dmitriew, ein Sondergesandter von Kremlchef Wladimir Putin, will nach Angaben von Reuters am Samstag in den USA Vertreter des Teams von US-Präsident Donald Trump treffen. Demnach ist Miami geplant, einen Tag vor einer weiteren Runde geplanter Gespräche über ein mögliches Kriegsende in Abu Dhabi. Welche Vertreter der US-Seite teilnehmen, ist offiziell nicht bekannt. Laut Reuters ist es jedoch wahrscheinlich, dass Sondergesandter Steve Witkoff sowie Trumps Schwiegersohn Jared Kushner eingebunden sind. US-Außenminister Marco Rubio hatte zuvor erklärt, Witkoff und Kushner würden nicht an der nächsten Gesprächsrunde mit Russland und der Ukraine teilnehmen, eine US-Präsenz schloss er aber nicht aus.

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