Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 09:26 Per Gaming-Controller: Roboter übernehmen Ukraine-Front +++
Der Krieg in der Ukraine fordert auf beiden Seiten zahlreiche Opfer. Doch die Technik entwickelt sich weiter: An der Front kämpfen Maschinen gegen Maschinen. So greift etwa eine Drohne ein Bodenfahrzeug aus der Luft an. Der Angriff der Maschine wird per Gaming-Controller und Discord gesteuert.
+++ 09:01 Meloni: Moskau will mit Provokationen in Europa vom Ukraine-Krieg ablenken +++
Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni warnt vor einer Eskalation in Europa durch Russland. Kremlchef Wladimir Putin strebe diese an, um von dem Krieg in der Ukraine abzulenken, der nicht so verlaufe, wie Moskau es versprochen habe. Bei einer Pressekonferenz mit dem norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre in Oslo fordert Meloni die europäischen Verbündeten auf, die Motive Moskaus zu hinterfragen, bevor sie auf die zunehmenden russischen Provokationen reagieren. "Ich glaube, niemandem kann die Zunahme der Provokationen entgehen", so Meloni. "Wir haben in den letzten Wochen mehrere davon erlebt." Meloni warnt dabei davor, dass eine Reaktion, die die Konfrontation verschärft, den Interessen Moskaus dienen könnte. "Ich glaube nicht, dass wir auf diese Provokationen reagieren sollten", sagt sie. Eine Reaktion wäre eher im Interesse Moskaus als im Interesse Europas.
+++ 08:37 Bürgermeister: Mehr als 350 Drohnen flogen Richtung Region Moskau +++
In der Nacht steht die Region Moskau russischen Angaben zufolge im Visier Hunderter ukrainischer Drohnen. Dies teilt der Bürgermeister der Hauptstadt, Sergej Sobjanin mit, wie die staatliche russische Agentur Tass berichtet. "Im Zeitraum vom 17. September, 20:00 Uhr, bis zum 18. September, 07:00 Uhr, flogen mehr als 350 Drohnen in Richtung der Region Moskau, wobei der Großteil davon bereits in weiter Entfernung abgeschossen wurde", schreibt er auf einem Messengerdienst. Ihm zufolge wurden 64 Drohnen im Anflug auf Moskau abgeschossen.
+++ 08:19 Russland: Ukrainischen Paketdienst angegriffen +++
Russland hat nach eigenen Angaben mit Drohnen ein Logistikzentrum des ukrainischen Paketdienstes Nova Poshta nahe der Hafenstadt Odessa angegriffen. Zudem sei ein Frachtschiff im nahegelegenen Hafen von Tschornomorsk attackiert worden, teilt das Verteidigungsministerium in Moskau auf Telegram mit. Beide Ziele seien von der Ukraine für militärische Zwecke genutzt worden, so die russische Version. Eine Stellungnahme der ukrainischen Seite liegt bislangt nicht vor. Bei einem weiteren russischen Drohnenangriff am Morgen in der Region rund um die ukrainische Hauptstadt Kiew werden nach Angaben der Behörden indes fünf Menschen verletzt. Darunter seien drei Kinder, teilt der Gouverneur der Region, Tymur Tkatschenko, auf Telegram mit.
+++ 07:48 So stark vertrauen die Ukrainer noch Selenskyj +++
Immer mal wieder steht der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, der sich wegen des Krieges derzeit nicht Neuwahlen stellen kann, in der Kritik. Doch wie groß ist der Unmut im eigenen Land tatsächlich? Eine Umfrage, die unmittelbar nach den jüngsten Ermittlungen der unabhängigen ukrainischen Antikorruptionsbehörden durchgeführt wurde, zeigt nun, dass die Zustimmungsrate für Selenskyj bei 54 Prozent liegt, wie das Kiewer Internationale Institut für Soziologie (KIIS) berichtet. 41 Prozent geben an, ihm nicht zu vertrauen. Unter den Befragten, die dem Präsidenten vertrauen, sagen 18 Prozent, sie vertrauten ihm "voll und ganz", während die übrigen 36 Pozent ihm "eher" vertrauten. Die Umfrage wurde zwischen dem 21. August und dem 10. September durchgeführt, während einer Untersuchung durch das Nationale Antikorruptionsbüro und die Spezialisierte Antikorruptionsstaatsanwaltschaft. In den groß angelegten Korruptionsskandal waren hochrangige Beamte aus dem Präsidialamt verwickelt, darunter die ehemalige stellvertretende Leiterin Iryna Mudra.
+++ 07:15 Riga setzt Putin-Kumpel und "lieben Freund" von Trumps Sohn auf Schwarze Liste +++
Lettland sanktioniert einen kremlfreundlichen Russen und "lieben Freund" von Donald Trump Jr., dem ältesten Sohn des US-Präsidenten. Der Box-Funktionär Umar Kremlew darf auf Beschluss von Außenministerin Baiba Braze auf unbestimmte Zeit nicht mehr einreisen, wie das Außenamt in Riga ohne nähere Angaben zu den Gründen mitteilt. Der Oligarch und Präsident des Boxverbands IBA hat nicht nur gute Beziehungen zum Kreml, er hat auch die Hochzeitsfeier des ältesten Sohns von US-Präsident Donald Trump mitfinanziert. Donald Trump Jr. und seine Frau erklärten bei Instagram, ihr "lieber Freund" Umar Kremlew habe im Mai auf den Bahamas "sehr großzügig zwei unglaubliche Nächte" voller Feierlichkeiten ausgerichtet. "Es war ein außerordentlich großzügiges Hochzeitsgeschenk eines Freundes - etwas, wofür wir unglaublich dankbar waren und weiterhin sind", schrieb das Paar. Auch Eishockey-Star Alexander Owetschkin, der vor wenigen Tagen in einem Wahlkampfvideo der Kremlpartei Geeintes Russland zu sehen war, darf nicht mehr einreisen.
+++ 06:44 Ersatz für alte Tornados: Bundeswehr bekommt ersten F-35-Tarnkappen-Flieger +++
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius nimmt heute im US-Bundesstaat Texas den ersten F-35 für die deutsche Luftwaffe in Empfang. Die Bundesregierung plant insgesamt die Anschaffung von bis zu 35 Maschinen, sie sollen die alten Tornado-Jets ersetzen. Hergestellt werden die Hightech-Flieger von der US-Rüstungsschmiede Lockheed Martin. Ihre Entwicklung war das teuerste Rüstungsprogramm in der Geschichte der USA. Wegen ihrer speziellen Form und Außenbeschichtung sind die Maschinen für gegnerisches Radar nur schwer zu entdecken. Und sie sind immens teuer - sowohl in der Anschaffung als auch in der Wartung. Allein die reinen Produktionskosten für eine Maschine liegen je nach Modell zwischen 82,5 und 109 Millionen Dollar (71,5 bis 95 Millionen Euro).
+++ 06:13 Kommandeur des ukrainischen Ostkommandos tritt zurück +++
Der Kommandeur des Ostkommandos der Ukraine, Generalmajor Viktor Nikoliuk, hat sein Amt niedergelegt. Das berichtet der "Kyiv Independent" mit Verweis auf einen Facebook-Post Nikoliuks. Der Rücktritt kommt inmitten einer Reihe von Reformen, die der neu ernannte Oberbefehlshaber Mykhailo Drapatyi eingeleitet hat. "Ich kann mit Zuversicht sagen, dass ich meinem Nachfolger eine voll kampfbereite Truppe übergebe, die in der Lage ist, standhaft aktive Verteidigungsoperationen durchzuführen", schreibt er. Während seiner fünfmonatigen Amtszeit befehligte Nikoliuk Truppen in den Sektoren Slowjansk, Kramatorsk, Kostjantyniwka , Ocheretyne und Pokrovsk . Er sagt, die Lage in diesen Gebieten sei zum Zeitpunkt seines Amtsantritts "sehr schwierig" gewesen. "Durch unsere gemeinsamen Anstrengungen haben wir verhindert, dass der Feind Kostiantynivka einnimmt, wo die feindlichen Streitkräfte blockiert wurden. In den Sektoren Slowjansk und Kramatorsk ist es uns gelungen, eine robuste, gestaffelte Verteidigung aufzubauen", schreibt er auf Facebook. Nikoliuk äußert sich nicht dazu, welche Position er in Zukunft übernimmt.
+++ 05:41 Russische Drohnen im Grenzgebiet: Tusk reist in die Ukraine +++
Nach dem russischen Drohnenangriff in der Nähe des ukrainisch-polnischen Grenzübergangs Jahodyn registrierten die polnischen Streitkräfte am späten Abend erneut russische Drohnen über der ukrainischen Grenzregion. Die Flugabwehr sei einsatzbereit gewesen. Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk kündigt für heutig einen Besuch in der Ukraine an, um mit Präsident Wolodymyr Selenskyj zu sprechen. Dabei soll es vor allem um die von russischen Angriffen bedrohte Energieversorgung der Ukraine gehen. Auch der slowakische Ministerpräsident Robert Fico wird nach Angaben aus Bratislava in die Ukraine reisen.
+++ 04:56 Kanadischer General: Trump will Deal, keinen Sieg der Ukraine +++
Die Vereinigten Staaten haben zwar die Ukraine in ihrem Krieg gegen Russland unterstützt, waren aber nie bereit, alles auf eine Karte zu setzen und alles Notwendige für einen Sieg bereitzustellen. Das sagt der pensionierte Generalmajor der Royal Canadian Air Force, Scott Clancy, im Gespräch mit der ukrainischen Nachrichtenagentur Ukrinform. "Tatsache ist, dass die EU und Kanada die wirtschaftliche und militärische Übermacht der Vereinigten Staaten nicht ersetzen können. Sobald sich die Beziehungen zu den USA veränderten, entstand ein echtes Problem: Die Vereinigten Staaten sind nicht bereit, sich voll und ganz einzubringen, und waren es eigentlich nie", sagt Clancy. Er fügt hinzu, dass "der heftige Streit zwischen Trump und Selenskyj bei ihrem ersten Treffen im Oval Office ein frühes Anzeichen dafür war, dass Trump auf einen Deal aus ist und nicht darauf, einen Verbündeten zu unterstützen."
+++ 03:51 Russland-Geschäft von Nestlé und Auchan unter russische Verwaltung gestellt +++
Die Russland-Geschäfte des Schweizer Lebensmittelkonzerns Nestlé und der französischen Einzelhandelskette Auchan sind unter russische Verwaltung gestellt worden. Laut einem am Donnerstag veröffentlichten Dekret von Kreml-Chef Wladimir Putin wurden die Anteile an eine russische Gesellschaft namens L.E.V. Management übertragen. Betroffen ist demnach auch die Bauhauskette Leroy Merlin, die 2024 in Russland in Lemana Pro umbenannt worden war. Im Fall Nestlé betrifft das Dekret unter anderem die Vermögenswerte der Nestlé Deutschland AG in Russland.
+++ 02:32 Ukraine erhält 3,3 Milliarden Euro für Raketen und Drohnen von der EU +++
Die EU zahlt der Ukraine 3,3 Milliarden Euro für die Beschaffung von Raketen und Drohnen. Das teilt EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nach einem Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj auf der Plattform X mit. Das Geld soll sofort überwiesen werden.
+++ 01:15 Trump sieht "große Fortschritte" in Gesprächen über US-Stützpunkt in Polen +++
US-Präsident Donald Trump hat sich positiv über die Gespräche über die Einrichtung eines US-Armeestützpunktes in Polen geäußert. Dank der "mutigen Führung" des polnischen Präsidenten Karol Nawrocki seien bei dem Thema "große Fortschritte" erzielt worden, schreibt Trump in seinem Onlinedienst Truth Social. Im Falle einer Einigung werde der Standort des Stützpunktes "sehr bald bekannt gegeben".
+++ 23:44 Energie, Waffen, Ernährungssicherheit: Selenskyj stellt neue Gespräche mit USA in Aussicht +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kündigt baldige Gespräche mit den USA an. Dabei werde es um Aussichten auf eine Friedenslösung gehen, aber auch um Energie, Ernährungssicherheit und Waffen, sagt Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft aus Kiew. "Es wird neue Hilfspakete für die Ukraine geben, insbesondere bei der Flugabwehr." Der Präsident nennt indes keine Details, wann und mit wem von US-Seite gesprochen werde. Selenskyj reist aber kommende Woche zur UN-Generalversammlung nach New York. Anfang September hatten Unterhändler von US-Präsident Donald Trump zuerst Moskau und dann Kiew besucht. Ein Ausweg aus dem seit viereinhalb Jahren dauernden russischen Angriffskrieg zeichnet sich aber nicht ab. Moskau stellt weiter Bedingungen, die auf eine Unterwerfung der Ukraine hinauslaufen.
+++ 22:46 Russlands Abstimmung für Putins Krieg hat begonnen +++
In Russland beginnt die erste Parlamentswahl seit Beginn des vollumfänglichen Angriffskrieges gegen die Ukraine. In dem flächenmäßig größten Land der Erde mit seinen elf Zeitzonen öffneten zuerst auf der fernöstlichen Halbinsel Kamtschatka die Wahllokale. Aufgerufen sind bis Sonntag mehr als 110 Millionen Russen zur Wahl von 450 Abgeordneten für die neue Staatsduma in Moskau. Der Begriff Wahl ist irreführend: Die Opposition ist nicht zugelassen, viele kremlkritikische Politiker sind inhaftiert. Russlands Antikriegspartei Jabloko darf nicht antreten, nur einzelne mutige Jabloko-Kandidaten stehen noch zur Wahl. Die zehn Parteien auf dem Wahlzettel sind durchweg kremlnah und unterstützen den von Kremlchef Wladimir Putin befohlenen Krieg. Erste Ergebnisse werden nach Schließung der letzten Wahllokale in Kaliningrad am Sonntag um 20.00 Uhr verkündet.
+++ 22:00 Insider: Ukraine erzwingt mit Drohnenangriff Produktionsstopp bei russischer Ölraffinerie +++
Nach einem ukrainischen Drohnenangriff hat die russische Ölraffinerie YANOS Insidern zufolge die Rohölverarbeitung eingestellt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigt den nächtlichen Angriff auf die Anlage, die etwa 250 Kilometer nordöstlich von Moskau liegt. Der Gouverneur der Region Jaroslawl, Michail Jewrajew, teilt über Telegram mit, dass 65 Drohnen abgewehrt worden seien. Es habe keine Toten oder Verletzten gegeben, die Raffinerie sei jedoch beschädigt worden und Löscharbeiten seien im Gange. Vier mit dem Vorgang vertrauten Personen zufolge wurde die Haupt-Rohöldestillationsanlage getroffen. Diese macht mit einer Kapazität von gut 17.000 Tonnen pro Tag etwa 40 Prozent der gesamten Verarbeitungskapazität des Werks aus. Eine weitere Anlage befand sich nach einem früheren Drohnenangriff Ende August bereits in Reparatur, wie die Insider weiter sagten. Auf der inländischen Rohstoffbörse wurde Marktteilnehmern zufolge kein Treibstoff aus dem Werk zum Verkauf angeboten. Die Raffinerie gehört zu Slavneft, das gemeinsam von Rosneft und Gazprom Neft kontrolliert wird. Sie ist auf 300.000 Barrel pro Tag oder 15 Millionen Tonnen im Jahr ausgelegt. Im Jahr 2024 verarbeitete die Anlage knapp 15 Millionen Tonnen Rohöl und produzierte daraus Insidern zufolge unter anderem Benzin, Diesel und Heizöl.
+++ 21:20 Tusk sieht "kritischsten Moment" auf Ukraine zukommen und rechnet mit Angriffen auf Unterstützer +++
Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk rechnet für die kommenden Wochen mit stärkeren russischen Angriffen auf die Ukraine wie auf ihre Unterstützer. Nach Einschätzung von Geheimdiensten könnte es zu scheinbar versehentlichen Attacken mit Drohnen und Raketen auf die Länder kommen, die der Ukraine Beistand leisten - darunter Polen. Das sagte Tusk im polnischen Parlament in Warschau, wie die Nachrichtenagentur PAP meldet. Allen Quellen zufolge sei für Spätherbst und Winter "der kritischste Moment im bisherigen russisch-ukrainischen Krieg" zu erwarten, sagt Tusk. Am Vormittag hatten russische Drohnen in der Nähe des ukrainischen Grenzübergangs Jahodyn nach Polen angegriffen. Dies löste Luftalarm auch auf polnischer Seite aus; Kampfjets stiegen auf.
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