Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 21:44 Selenskyj: Haben den USA Vorschläge für weitere Treffen zur Beendigung des Krieges gemacht +++

13.10.2026, 00:01 Uhr

Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj steht sein Land "in ständigem Austausch mit der amerikanischen Seite". Das sagte der ukrainische Staatschef in seiner abendlichen Ansprache. Die Ukraine habe den USA Vorschläge für weitere Treffen im Rahmen der Verhandlungen zur Beendigung des russisch-ukrainischen Krieges übermittelt und sei zu einem Treffen in den kommenden Tagen bereit. "Unsere Teams stehen im Gespräch. Und wir müssen auf den Frieden hinarbeiten. Wir müssen die richtigen Wege für unser Handeln finden. Die Ukraine ist zu Treffen bereit", so Selenskyj. "Die Ukraine hat den Vorschlag des amerikanischen Präsidenten für einen 'Energie-Waffenstillstand' unterstützt. Auch Russland muss Teil dieser Vereinbarung sein."

+++ 21:13 Trump: Putin und Selenskyj wollen beide Kriegsende, aber "sie wissen nur nicht wie" +++

Donald Trump glaubt, dass der russische Machthaber Wladimir Putin und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj den Krieg beenden wollten, aber nicht wüssten, wie sie dies erreichen könnten. Das sagte der US-Präsident im Gespräch mit Journalisten, wie "Ukrainska Pravda" meldet. Trump wurde demnach gefragt, worauf sich seine Überzeugung stütze, dass "Putin den Krieg stärker beenden will als Selenskyj". Der US-Amerikaner antwortete: "Allein durch das Aushandeln von Deals. Deals abzuschließen ist das, was ich mein ganzes Leben lang getan habe. Ich glaube, Putin will es wahrscheinlich … Ich glaube, beide wollen, dass es endet." Es herrsche "viel Hass zwischen den beiden", so Trump. "Beide wollen ein Ende. Sie wissen nur nicht, wie sie dahin gelangen sollen. Wir werden sie dahin bringen."

+++ 20:40 "Verrat an Ukrainern" - mehrere US-Senatoren fordern von Trump Ende des Diesel-Abkommens +++

Sechs US-Senatoren aus den Reihen der Republikaner um Donald Trump fordern gemeinsam mit sechs Demokraten von dem US-Präsidenten ein Ende des Diesel-Abkommens mit Russland. Der Vorstoß markiert eine Abkehr von der bislang fast uneingeschränkten Unterstützung der Republikaner für Trumps außenpolitische Entscheidungen. In einem veröffentlichten Brief der zwölf Politiker heißt es, das Diesel-Abkommen verschaffe Russland mehr Treibstoff zur Finanzierung seines Krieges gegen die Ukraine und bringe US-Bürgern keine Vorteile. "Moskau die Möglichkeit zu geben, russischen Diesel frei auf den Weltmärkten zu verkaufen, schadet den US-Sicherheitsinteressen und ist ein Verrat am ukrainischen Volk, das sich weiterhin gegen den mörderischen, illegalen Krieg von Wladimir Putin verteidigt", hieß es. Das Abkommen sei ein Geschenk an einen Gegner und ein Verrat an Verbündeten. Es müsse rückgängig gemacht werden.

+++ 19:55 Ist Kiew auf Angriffswellen im Winter vorbereitet? Selenskyj und Klitschko liegen erneut im Streit +++

Angesichts anhaltender russischer Angriffe auf Kiew ist offener Streit zwischen Bürgermeister Vitali Klitschko und dem ukrainischen Präsident Wolodymyr Selenskyj über die Vorbereitungen auf den Winter ausgebrochen. Der Staatschef wirft der Verwaltung der Hauptstadt vor, bei der Vorsorge gegen weitere Angriffe auf die Energieversorgung hinter anderen Regionen zurückzubleiben. Klitschko weist die Vorwürfe als unbegründet zurück. Nach Beratungen über die Wintervorsorge erklärte Selenskyj: "Mitte Oktober ist die Umsetzung der Notfallpläne praktisch im ganzen Land weiter fortgeschritten als in Kiew - sogar in den Grenz- und Frontregionen." Die Bewohner der Hauptstadt bekämen dies zu spüren, "wenn schon einzelne Treffer von Schahed-Drohnen in weiten Teilen Kiews Strom- und Wasserausfälle verursachen", fügt Selenskyj mit Blick auf die von Russland verwendeten Drohnen iranischer Bauart an. Klitschko bezeichnete die Kritik als "unbegründet". Die Präsidialverwaltung versuche, die kommunale Selbstverwaltung zu "zerstören" und ihn als Bürgermeister abzusetzen, erklärt er bei Telegram. "Die Menschen haben mich gewählt, und ich arbeite unter äußerst schwierigen Bedingungen, tue alles, um das Vertrauen der Kiewer zu rechtfertigen - damit die Stadt trotz der ständigen verheerenden Angriffe des Feindes funktionieren kann", schreibt der frühere Boxweltmeister. Selenskyj und Klitschko sind seit Jahren politische Rivalen.

+++ 19:14 EU importiert weiter Gas aus Russland - nennt aber geringere Zahlen als Moskau +++

Die EU hat seit Beginn des Kriegs in der Ukraine weiter Öl und Gas aus Russland importiert - nennt aber geringere Zahlen als Moskau. Zwischen März 2022 und Juli 2026 beliefen sich die Importe auf einen Wert von 197 Milliarden Euro, wie eine Sprecherin der EU-Kommission in Brüssel mitteilt. Das ist deutlich weniger als der für Energie zuständige russische Vizeregierungschef Alexander Nowak angegeben hatte. Die Importe sind zudem deutlich gesunken. Nowak hatte gestern im russischen Fernsehen gesagt, sein Land habe seit 2022 Erdöl und Erdgas im Wert von 320,7 Milliarden Dollar (etwa 286 Milliarden Euro) an EU-Länder verkauft. Er bezog sich auf "den Zeitraum von 2022 bis heute". Allein in den ersten neun Monaten dieses Jahres hätten die europäischen Länder Öl und Gas im Wert von 21,3 Milliarden Dollar gekauft. Die Angaben aus Moskau beziehen sich zwar auf einen anderen Zeitraum als die Zahlen der EU-Kommission, trotzdem geht die Rechnung nicht auf. Die russischen Zahlen sind fast eineinhalb Mal so hoch, obwohl Moskau nur wenige Monate mehr einrechnet. 

+++ 18:32 "Spionageverdacht": Russischer Geheimdienst nimmt japanischen Journalisten fest +++

Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat einem Medienbericht zufolge einen japanischen Journalisten wegen Spionageverdachts festgenommen. Dem Reporter der Zeitung "Hokkaido Shimbun" werde vorgeworfen, Informationen über die Verteidigungsfähigkeit Russlands gesammelt zu haben, meldete die Agentur Interfax. Der Mann sei in der fernöstlichen Region Sachalin kurz vor seiner geplanten Ausreise gefasst und anschließend in Untersuchungshaft nach Moskau überstellt worden. Ein dortiges Gericht habe eine knapp zweimonatige Haft angeordnet. Das russische Staatsfernsehen zeigte Bilder, auf denen ein Mann auf dem Boden liegt und von drei maskierten Männern in schwarzen Uniformen in Handschellen gelegt wird. Eine Stimme aus dem Hintergrund sagt, die Person werde der Spionage verdächtigt. Weitere Aufnahmen zeigten ihn in Begleitung von zwei FSB-Beamten beim Einsteigen in ein Flugzeug sowie später in einem Käfig in dem Moskauer Gerichtssaal. Die japanische Botschaft in Moskau war außerhalb der üblichen Geschäftszeiten zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Russland stuft Japan als "unfreundlichen" Staat ein, da sich das Land den westlichen Sanktionen gegen Moskau wegen des Kriegs in der Ukraine angeschlossen hat. Zudem sind die Beziehungen beider Länder historisch belastet.

+++ 17:48 Trump: Teilen weiterhin Geheimdienst-Erkenntnisse mit der Ukraine +++

US-Präsident Donald Trump sagt, die USA würden weiter Geheimdienstinformationen an die Ukraine geben. "Wir helfen ihnen und wir teilen Geheimdienstinformationen", sagt Trump vor Journalisten in Washington. "Wir wollen, dass der Krieg endet, also arbeiten wir mit ihnen und Russland daran, den Krieg zu beenden." Trump sagt zudem, Russland werde Diesel für den Weltmarkt freigeben, nicht für die USA. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj beklagte in Bezug auf die jüngste Attacke auf Kiew, dass Partner nicht rechtzeitig vor dem Angriff gewarnt hätten. (Eintrag um 12:25 Uhr)

+++ 17:06 AfD-Chefin Weidel: Wollen auch einen Diesel-Deal mit Russland +++

AfD-Chefin Alice Weidel sieht im Vorgehen von US-Präsident Donald Trump mit Blick auf Energielieferungen aus Russland ein Vorbild für Deutschland. "Wir wollen auch einen Diesel-Deal für die Deutschen, für unser Land, für Deutschland. Und darum müssen wir uns an den Tisch setzen", sagte sie vor Journalisten in Berlin. Trump gehe mit den USA "einen richtigen Weg." Die deutsche Ukraine-Politik sei gescheitert. Trump hatte nach einem Gespräch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin verkündet, er habe mit ihm vereinbart, dass "umgehend" mehr als 300.000 Tonnen Diesel für die USA und den Weltmarkt zur Verfügung gestellt würden. Unter anderem die EU kritisierte die Vereinbarung. Trump hatte zudem einen neuen Präsidenten für die Ukraine gefordert und behauptet, Amtsinhaber Wolodymyr Selenskyj habe vielfach die Gelegenheit gehabt, den Ukraine-Krieg zu beenden, und sich dagegen entschieden.

+++ 16:22 Politologe Jäger: "Putin zeigt deutlich, dass er Trump nicht ernst nimmt" +++

Die von US-Präsident Donald Trump verkündete Waffenruhe ist offenbar keine: Russland greift die Ukraine weiter an. "Wenig verwunderlich", sagt Politikwissenschaftler Thomas Jäger. Der US-Präsident hat keinen Einfluss auf Putin. Nur scheint Trump der Einzige auf der Welt zu sein, der das nicht merkt.

+++ 15:56 Elf Seeleute vermisst nach erneuter Attacke auf Schiffe vor Bulgariens Küste +++

Nach neuen Angriffen auf zwei Handelsschiffe im Schwarzen Meer vor der bulgarischen Küste werden elf Besatzungsmitglieder vermisst. Eines der Schiffe sei gesunken, teilen die bulgarischen Behörden mit. Ein ukrainisches Frachtschiff wurde nach Angaben des bulgarischen Ministerpräsidenten Rumen Radew von drei Drohnen getroffen. Er vermute Russland hinter dem Vorfall, sagte er. Die EU und die Ukraine verurteilten die Angriffe. Die Nato kündigte eine mögliche Anpassung ihrer Verteidigungsmaßnahmen an. Um 01.30 Uhr in der Nacht zu Dienstag sei ein erstes Signal "über ein in Seenot geratenes Schiff empfangen worden", erklärte Radew bei Facebook. Die 15-köpfige Besatzung der "Chelsea 3" - sieben Ukrainer und acht Aserbaidschaner - konnte demnach gerettet werden. Laut der Crew wurde das unter maltesischer Flagge fahrende und der Ukraine gehörende Schiff "von drei Drohnen aus der Luft" getroffen.

+++ 15:13 Britischer Geheimdienst: Iran und Russland verstärken hybride Angriffsversuche +++

Der Iran verstärkt nach Einschätzung des britischen Inlandsgeheimdienstes MI5 seine Versuche, Ziele wie Militärstandorte in Großbritannien anzugreifen. Zugleich eskaliere Russland seine hybride Kriegsführung gegen die Verbündeten der Ukraine, sagte MI5-Generaldirektor Ken McCallum in seiner jährlichen Rede über die Bedrohungslage für Großbritannien. Der britische Premierminister Andy Burnham hatte gestern erklärt, Teheran stecke "höchstwahrscheinlich" hinter einem mutmaßlichen Anschlagsplan auf den Luftwaffenstützpunkt RAF Fairford, der von US-Bombern für Angriffe auf den Iran genutzt worden war. Der Iran hat eine Verwicklung in den Vorfall zurückgewiesen.

+++ 14:28 Russisches Öl an Bord? Französische Soldaten stürmen verdächtigen Tanker +++

Südlich von Réunion gab es einen Einsatz französischer Soldaten auf einem ehemaligen russischen Tanker. Der Verdacht: Das Schiff könnte russisches Erdöl transportieren. Zur weiteren Untersuchung wurde es mit seiner Besatzung nach Réunion umgeleitet

+++ 13:50 "Amerikanische PR" - Ukraine weist angeblichen Friedensplan zurück +++

Selenskyj-Berater Lytwyn weist einen Artikel der "Washington Post" zurück, laut dem Europa und die USA an einem Friedensplan arbeiten, der territoriale Zugeständnisse vorsieht. Die in dem Meinungsbeitrag dargestellten Informationen seien nur die Sichtweise des amerikanischen Teams, zitiert das Portal Ukrainska Pravda Lytwyn.

+++ 13:10 Wadephul: Europa hat seine Rolle gefunden +++

Bundesaußenminister Wadephul sichert der Ukraine weitere Unterstützung zu und betont die Geschlossenheit der europäischen Verbündeten. "Wir sind geeinter als zu Beginn des Krieges", sagt Wadephul beim Sicherheitsforum in Warschau. "Wir verfügen über mehr Kapazitäten als zu Beginn des Krieges." Der bevorstehende Winter werde eine Herausforderung sein, sagt der Minister mit Blick auf die massiven Luftangriffe, mit denen Russland unter anderem die ukrainische Energieinfrastruktur ins Visier nimmt. "Aber wir wissen, was zu tun ist." Europa habe "tatsächlich seine Rolle gefunden".

+++ 12:25 Luftalarm in Kiew startet zu spät - Debatte um US-Geheimdienstinformationen +++

Halten die USA gegenüber der Ukraine Geheimdiensterkenntnisse zurück? Selenskyj beklagt in Bezug auf die jüngste Attacke auf Kiew: "Leider haben wir von unseren Partnern keine Frühwarnung bezüglich dieses Angriffs erhalten." Bei X schreibt der ukrainische Präsident weiter: "Informationen über russische ballistische Raketenstarts tragen dazu bei, Leben zu retten, und dies ist einer der wichtigsten Punkte." Andere Vertreter der Ukraine hingegen weisen Mutmaßungen über ein absichtliches Zurückhalten amerikanischer Geheimdienstinformationen zurück. Luftwaffen-Sprecher Ihnat etwa betonte, nicht zum ersten Mal sei eine Frühwarnung ausgbelieben. Außenminister Sybiha sagte beim Sicherheitsforum in Warschau, die Ukraine erhalte weiterhin Geheimdienstinformationen aus den USA, wie ihn Sky News zitiert. Insidern zufolge haben die USA am Wochenende mit dem Stopp des Austauschs entsprechender Informationen gedroht.

+++ 11:43 Sicherheitspolitiker von Notz fordert Geheimdienstverbund "Euro-Eyes" +++

Angesichts der zunehmenden Bedrohung durch Spionage und Sabotage aus Russland fordert der Grünen-Innenpolitiker Konstantin von Notz eine engere Zusammenarbeit der europäischen Nachrichtendienste. "Angesichts krasser neuer Bedrohungen können wir uns ein rein nationalstaatliches Agieren nicht länger erlauben", sagte von Notz der "Schwäbischen Zeitung". Ein neuer Geheimdienstverbund "Euro-Eyes" könne die Sicherheit wirksam erhöhen. Von Notz warnt, bei Angriffen autoritärer Staaten auf Sicherheit, Wohlstand und Freiheit spielten angeworbene "Wegwerfagenten" eine entscheidende Rolle.

+++ 11:07 Nato-Chef will nach Attacken vor Bulgarien Verteidigung "bei Bedarf anpassen" +++

Nach den jüngsten Drohnenangriffen auf Handelsschiffe vor der bulgarischen Küste stellt Nato-Chef Rutte "bei Bedarf" eine Anpassung der Verteidigung in Aussicht. "Wir werden die Sicherheitslage weiter beobachten und unsere Abschreckungs- und Verteidigungsstellung bei Bedarf anpassen", erklärt Rutte bei X. Die Nato werde "eng mit unseren Verbündeten im Schwarzen Meer zusammenarbeiten". Rutte fügt hinzu, er habe mit dem bulgarischen Regierungschef Radew über den Vorfall gesprochen. 

+++ 10:41 Opferzahlen in Charkiw steigen +++

Nach dem schweren russischen Angriff auf Charkiw werden inzwischen 4 Todesopfer und mindestens 15 Verletzte gezählt. Das berichten ukrainische Medien unter Berufung auf die Behörden.

image
(Foto: REUTERS)

+++ 09:56 Russland meldet Angriff auf Moskau mit mehr als 400 Drohnen +++

Nach Angaben des Moskauer Bürgermeisters, Sergej Sobjanin, sind in der Nacht 417 ukrainische Drohnen in Richtung der Region der russischen Hauptstadt geflogen. Das meldet das Exilmedium Meduza. Opfer gab es demnach keine, der Großteil der Drohnen sei schon weit entfernt unschädlich gemacht worden. Laut der russischen staatlichen Nachrichtenagentur Tass war der Angriffsversuch einer der größten seit Jahresbeginn. An Moskauer Flughäfen kam es zu Flugeinschränkungen.

+++ 09:31 Dritte Festnahme in Deutschland nach Starlink-Brand in Polen +++

Im Zusammenhang mit dem Feuer an einer Starlink-Station in Polen im September ist in Deutschland eine dritte Person festgenommen worden. Das berichtet der polnische Sender RMF FM. Näheres ist noch nicht bekannt.

+++ 09:27 Von der Leyen verurteilt Angriffe auf Schiffe vor Bulgarien +++

Nach Bekanntwerden erneuter Angriffe auf zwei Schiffe vor der bulgarischen Küste verurteilt EU-Kommissionschefin die Vorfälle "aufs Schärfste". "Das Schwarze Meer ist zu einer weiteren Eskalationsfront im russischen Krieg in der Ukraine geworden", schreibt von der Leyen bei X. "Das ist inakzeptabel. Ich verurteile die Drohnenangriffe auf Handelsschiffe vor der bulgarischen Küste aufs Schärfste."

+++ 09:09 Brennende Häuser in Lwiw nahe Polen +++

Bei einem russischen Angriff auf die ukrainische Region Lwiw unweit der Grenze zu Polen sind zwei Häuser in Brand geraten. Eine abgeschossene Drohne sei herabgestürzt, berichten Medien unter Berufung auf die regionale Militärverwaltung. Auch Autos wurden demnach beschädigt.

+++ 08:34 Erneut zwei Schiffe vor Bulgarien getroffen - eines sinkt +++

Bei einem mutmaßlichen Drohnenangriff im Schwarzen Meer vor der bulgarischen Küste sind zwei Schiffe getroffen worden. Um 1.30 Uhr in der Nacht sei ein erstes Signal "über ein in Seenot geratenes Schiff empfangen worden", schreibt Bulgariens Ministerpräsident Radew bei Facebook. Die Besatzung konnte demnach gerettet werden. Ihren Angaben zufolge wurde das unter maltesischer Flagge fahrende und der Ukraine gehörende Schiff "von drei Drohnen aus der Luft" getroffen. Laut Radew wurde ein weiteres Schiff getroffen und sank. Ein Besatzungsmitglied sei gerettet worden. Der Regierungschef kündigt an, angesichts dieses "inakzeptablen Vorfalls" die russische Botschafterin einbestellen zu wollen. Auch die Nato sei informiert worden.

Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 08:20 Russischer Angriff trifft Charkiw schwer +++

image
(Foto: REUTERS)
image
(Foto: REUTERS)
image
(Foto: REUTERS)
image
(Foto: REUTERS)

Bei dem schweren russischen Angriff auf Charkiw sind nicht nur mehrere Menschen verletzt und diverse Wohnhäuser beschädigt worden, sondern auch Todesopfer zu beklagen. Auf Bildern der Nachrichtenagentur Reuters ist unter anderem die Bergung von Leichen zu sehen.

Update um 10:08 Uhr: Inzwischen melden die Behörden mindestens drei Tote und elf weitere Verletzte.

+++ 07:47 Russland meldet abgewehrten Angriff auf Chemie-Zentrum +++

Russland hat nach Angaben des regionalen Gouverneurs einen Drohnenangriff auf ein Industriegebiet in der Stadt Newinnomyssk in der südlichen Region Stawropol abgewehrt. Das teilt Gouverneur Wladimir Wladimirow bei Telegram mit. Newinnomyssk ist unter anderem ein wichtiges Zentrum der chemischen Industrie.

+++ 07:22 Wadephul: Auch wir sind im Fadenkreuz +++

Bundesaußenminister Wadephul will angesichts anhaltender Angriffe Russlands auf die Ukraine bei einem Besuch in Polen ein Zeichen der Geschlossenheit setzen. "Auch wir sind im Fadenkreuz", warnt der CDU-Politiker vor seiner Abreise zur Teilnahme an einer Sicherheitskonferenz in Warschau. Deswegen komme er mit engen Freunden Deutschlands aus Polen, Norwegen und dem Vereinigten Königreich zusammen. Der Auftritt dürfte auch als politisches Symbol nach den jüngsten umstrittenen Äußerungen von US-Präsident Trump gedacht sein.

+++ 06:48 Trump: Sie haben Energie-Waffenruhe zugestimmt, weil ich es sage +++

Trotz der andauernden russischen Angriffe auf ukrainische Energieanlagen bekräftigt US-Präsident Trump eine angebliche "Energie-Waffenruhe". Beide Länder hätten zugestimmt, sagte er bei einer Pressekonferenz. "Wissen Sie warum? Weil ich gesagt habe, dass sie sich darauf geeinigt haben. Deshalb. Sie haben sich darauf geeinigt, weil ich gesagt habe, dass sie sich darauf geeinigt haben."

+++ 06:28 Deutsche zunehmend skeptisch gegenüber EU-Beitritt der Ukraine +++

Die Ukraine knüpft ihre Hoffnung auf Frieden an einen raschen EU-Beitritt, in den EU-Staaten dagegen sinkt die Unterstützung für eine schnelle Aufnahme. Einer Umfrage der Bertelsmann-Stiftung zufolge wollen 83 Prozent der Ukrainer einen EU-Beitritt in den kommenden Jahren, aber nur noch 47 Prozent der EU-Bürger. Unter den zehn größten EU-Staaten ist die deutsche Bevölkerung mit 41 Prozent Zustimmung zu einem schnellen Beitritt besonders skeptisch. Nur in Rumänien liegt der Wert niedriger bei 40 Prozent. Die höchste Zustimmung erreicht bei den großen EU-Ländern Schweden mit 69 Prozent. Zu Beginn des russischen Angriffskrieges 2022 befürworteten noch 60 Prozent in Deutschland einen raschen EU-Beitritt.

+++ 06:05 Selenskyj: Deutschland bereitet Treffen der "Koalition der Willigen" vor +++

Zur Unterstützung der Ukraine sind neue Treffen geplant. Der ukrainische Präsident Selenskyj schreibt in sozialen Medien, er habe einem Treffen der nationalen Sicherheitsberater im E3-Ukraine-Format zugestimmt. Dazu gehören Deutschland, Großbritannien und Frankreich. "Wir haben ebenso Unterstützung für die finanzielle Widerstandsfähigkeit der Ukraine besprochen", schreibt er nach Gesprächen mit Bundeskanzler Merz und weiteren ausländischen Spitzenpolitikern. Deutschland arbeite an einem neuen Termin für einen Gipfel der "Koalition der Willigen" aus mehr als 30 Staaten.

+++ 05:39 Familie bei russischem Angriff auf Dorf getötet +++

Bei russischem Raketenwerferbeschuss sind in der ostukrainischen Region Donezk Behördenangaben zufolge mindestens drei Zivilisten getötet worden. Laut Polizei handelt es sich bei den Toten um ein 13-jähriges Mädchen, ihre 36-jährige Mutter und ihre 62-jährige Großmutter. Bei dem Angriff seien in der Siedlung Tscherkaske im Landkreis Kramatorsk weitere vier Menschen verletzt worden, teilt die ukrainische Staatsanwaltschaftmit. Den Angaben nach wurde beim Beschuss des Wohngebiets mit dem Mehrfachraketenwerfersystem "Smertsch" mindestens ein Einfamilienhaus komplett zerstört. Die Behörde habe Ermittlungen wegen eines möglichen Kriegsverbrechens aufgenommen. Tscherkaske ist etwas mehr als 30 Kilometer von der Frontlinie entfernt.

+++ 04:49 Tusk fordert vom Westen geballten Druck auf Putin +++

Beim Sicherheitsforum in Warschau ruft der polnische Regierungschef Donald Tusk die westlichen Verbündeten zu einer weiteren Verschärfung der Sanktionen gegen Russland auf. "Dies ist der Moment, in dem der gesamte Westen - Europa und die Vereinigten Staaten - Russland und Putin zeigen sollte, dass er bereit ist, eine Politik der Eindämmung Russlands mit noch entschlosseneren Mitteln zu betreiben", sagt Tusk. Das EU- und Nato-Mitglied Polen ist einer der stärksten Unterstützer der Ukraine und ein wichtiger Umschlagsort für militärische und humanitäre Hilfsgüter für das von Russland angegriffene Land. Tusk hatte kürzlich vor Bedrohungen aus Russland - darunter Drohnen- und Raketenangriffe - gegen Länder gewarnt, welche die Ukraine in ihrem Abwehrkampf unterstützen.

+++ 03:52 Bulgarien bittet EU und Nato nach Drohnenangriffen um Hilfe +++

Eine Woche nach Drohnenangriffen auf zwei Handelsschiffe im Schwarzen Meer hat Bulgarien die Europäische Union und die Nato um technische Hilfe bei den Ermittlungen gebeten. Beide angegriffene Schiffe waren beschädigt worden, eines davon sank. Nach Angaben von Regierungschef Rumen Radew ist bislang unklar, ob die Drohnen aus Russland oder aus der Ukraine kamen. Fest steht, dass eines der angegriffenen Schiffe, die "Alfa Watan", praktisch sofort nach der Attacke gesunken war - binnen etwa drei Minuten. Eine Drohne, die derart enorme Schäden anrichtet, dürfte mit einem Sprengkopf von mehr als 300 Kilogramm ausgestattet gewesen sein, sagt der Professor an der Militärakademie in Sofia, Dimitar Nedjalkow, dem bulgarischen Fernsehsender Nova. An Bord der unter der Flagge von Togo fahrenden "Alfa Watan" waren zwölf Mann Besatzung, die noch immer vermisst werden.

+++ 02:45 Trotz Sanktionen: Russland liefert seit 2022 für 286 Milliarden Euro Öl und Gas in EU +++

Trotz der gegen Russland verhängten Sanktionen hat das Land nach eigenen Angaben seit 2022 Erdöl und Erdgas im Wert von mehr als 320 Milliarden US-Dollar an EU-Länder verkauft. "Diese Zahl beläuft sich für den Zeitraum von 2022 bis heute auf 320,7 Milliarden US-Dollar (etwa 286 Milliarden Euro)", sagt der für Energie zuständige russische Vizeregierungschef Alexander Nowak im Fernsehen. Vor diesem Hintergrund kritisierte US-Finanzminister Scott Bessent die "Heuchelei" der Europäer, die den Diesel-Deal von US-Präsident Donald Trump verurteilten.  

+++ 01:45 Ukraine: Mindestens acht Tote bei russischen Angriffen +++

Bei russischen Angriffen auf ein Wohnhochhaus nahe Kiew und andere Regionen in der Ukraine sind Behördenangaben zufolge mindestens acht Menschen getötet worden. In einem Vorort der Hauptstadt starben zwei Menschen bei dem Beschuss eines 25-stöckigen Gebäudes, wie Präsident Wolodymyr Selenskyj auf Telegram mitteilt. (Siehe Eintrag von 20:24 Uhr) Mindestens neun weitere Personen seien dort verletzt worden. Bei Angriffen in den Regionen Charkiw, Donezk und Dnipro kamen den Behörden zufolge mindestens sechs weitere Menschen ums Leben. In der Großstadt Charkiw seien zudem fünf Menschen verletzt worden, als der Eingang eines Wohnhauses einstürzte.

+++ 00:56 Kreml äußert Erwartung an Nord-Stream-Prozess in Hamburg   +++

Der Kreml erwartet von dem bevorstehenden Prozess in Deutschland zu den Anschlägen auf die Nord-Stream-Pipelines im Jahr 2022 eine objektive Aufklärung. Das Verfahren müsse die Auftraggeber und Ausführenden der Sabotage identifizieren, sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Ab Mittwoch muss sich ein ukrainischer Staatsbürger vor dem Oberlandesgericht Hamburg wegen des Sabotage-Akts verantworten. 

+++ 23:43 Insider: USA wollen Russland mit Diesel-Deal zu Verhandlungen bewegen +++

Die USA setzen Insidern zufolge darauf, dass das umstrittene Diesel-Abkommen mit Russland die Führung in Moskau zu Friedensverhandlungen bewegen soll. Die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner hätten dies ukrainischen Vertretern bei einem Treffen in Miami erklärt, sagen drei mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Das Abkommen über die Lieferung von mehr als 2,25 Millionen Barrel Diesel an die USA und weltweite Märkte soll demnach die Position Moskaus "aufweichen". Der russische Präsident Wladimir Putin ist den Gesandten zufolge derzeit nicht zu Verhandlungen bereit. Die US-Delegation fordere zugleich ein Ende der ukrainischen Angriffe auf russische Raffinerien. Die ukrainischen Vertreter hätten skeptisch reagiert und sähen in dem Deal ein Zugeständnis an Russland. Die US-Vertreter drohten bislang jedoch nicht mit einer Kürzung der Unterstützung für Kiew, heißt es weiter. 

+++ 22:51 Nato-Kommandeur warnt Russland: Jeder Angriff wäre vergeblich +++

Der Oberbefehlshaber der Nato-Truppen in Europa, US-General Alexus Grynkewich, warnt Russland vor einem Angriff auf das Bündnis und betont, dass jeder Angriff "sinnlos" wäre. "Wenn jemand so töricht ist, uns anzugreifen, werden wir kämpfen", sagt Grynkewich bei einem Besuch in Polen. "Wir werden den Angriff stoppen und dem Angreifer die Möglichkeit nehmen, seine Ziele zu erreichen, welche auch immer das sein mögen", betont der Oberbefehlshaber. "Kurz gesagt: Wir werden dafür sorgen, dass jeder Angriff auf einen Verbündeten sich als völlig sinnlos erweist." 

+++ 22:12 Klitschko: Raketen schlagen in Kiew ein - Luftalarm fast im gesamten Land +++

Kiew steht erneut unter russischem Beschuss. Eine Rakete sei in eine Verkehrsinfrastruktureinrichtung eingeschlagen, schreibt Bürgermeister Vitali Klitschko bei Telegram. Etwa 20 Minuten später berichtet er von einem Raketeneinschlag in ein vierstöckiges Lagergebäude. Reporter ukrainischer Medien berichten von heftigen Explosionen kurz nach 22 Uhr Ortszeit (21 Uhr in Deutschland), noch bevor in der ukrainischen Hauptstadt der Luftalarm losging. Bisher gibt es keine Berichte über Opfer. In weiten Teilen der Ukraine gilt aktuell Luftalarm.  

+++ 21:28 Trump verteidigt Diesel-Deal und teilt gegen EU aus +++

US-Präsident Donald Trump verteidigt sich gegen Kritik, Diesel von Russland kaufen zu wollen. "Ich habe die richtige Entscheidung für das amerikanische Volk getroffen - immer: Amerika zuerst", schreibt er bei Truth Social. Außerdem teilt er gegen die EU aus: "Die Europäische Union hat Russland 250 Milliarden Dollar für Energie gezahlt, und die Fake-News-Medien wollen sich nicht mit dieser Geschichte befassen." Näher geht Trump nicht darauf ein. Doch die Mediengruppe CNBC schreibt, Trumps Angaben deckten sich in etwa mit einigen Schätzungen darüber, wieviel die EU seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine im Jahr 2022 für den Import fossiler Brennstoffe aus Russland ausgegeben hat. Die EU hat sich seit Kriegsbeginn darum bemüht, ihre Abhängigkeit von russischem Gas stark zu verringern. Dennoch fließt weiterhin Gas nach Europa: Russisches Pipeline-Gas und Flüssiggas (LNG) machten nach Angaben der EU-Kommission im Jahr 2025 rund 19 Prozent der Gasimporte der 27 EU-Staaten aus. Pro Monat entsprechen die Einfuhren fossiler Energieträger - Gas und ein kleinerer Anteil Öl - aus Russland der Kommission zufolge einem Wert von rund 1,5 Milliarden Euro. Ab November 2027 verbietet die EU russische Gaseinfuhren völlig. 

Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.