Politik

Paul Ziemiak im "Frühstart" "2015 darf sich nicht wiederholen"

Was in Afghanistan passiere, sei "ganz offensichtlich ein Desaster" und "eine absolute Katastrophe", sagt CDU-Generalsekretär Ziemiak. Wichtig sei, dass eine Flüchtlingswelle nach Europa verhindert wird.

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak hat das Auswärtige Amt für seine Einschätzung der Lage in Afghanistan kritisiert. "Ich bin auch schockiert über die Fehleinschätzung, die es da offensichtlich gegeben hat, nicht nur vom Auswärtigen Amt, sondern bei amerikanischen und anderen Geheimdiensten", sagte Ziemiak im "Frühstart" bei ntv.

Was in Afghanistan passiere, sei "ganz offensichtlich ein Desaster" und "eine absolute Katastrophe". Über die Schnelligkeit, mit der die Taliban Afghanistan erobern konnten, zeigte Ziemiak sich entsetzt. "Ich glaube, wir sind heute alle schockiert, dass das, was erreicht wurde, so schnell zusammenfällt."

Am Sonntag hatten die radikal-islamischen Taliban Kabul eingenommen und die Machtübernahme erklärt. In der Folge leitete die Bundesregierung eine Rettungsaktion für Deutsche in Afghanistan ein. Auch Ortskräfte der Bundeswehr sollen aus Kabul geholt werden. Über den späten Zeitpunkt der Rettung dieser Menschen gibt es derzeit politischen Streit.

Die Angst vor den Taliban hat zahlreiche Menschen in Afghanistan zur Flucht veranlasst. Ziemiak sagte, man müsse eine neue Flüchtlingswelle nach Europa verhindern. "Für uns ist auch klar, 2015 darf sich nicht wiederholen. Wir werden die Frage Afghanistan nicht durch Migration nach Deutschland lösen können."

Quelle: ntv.de, mtr

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