Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker +++ 21:51 Donezker Gouverneur zählt neun tote Zivilisten +++

Im Donezker Gebiet wurden in unterschiedlichen Ortschaften nach Angaben des örtlichen Militärgouverneurs Pawlo Kyrylenko im Laufe des Tages neun Zivilisten getötet. Sechs weitere Menschen wurden verletzt. Das schrieb Kyrylenko in einem Telegram-Kanal.

+++ 21:32 Ungarn blockiert Sanktionspaket – Einigung wohl erst Ende Mai +++
In der Europäischen Union ist ein neuer Anlauf für ein sechstes Sanktionspakt gegen Russland am Widerstand Ungarns gescheitert. "Unglücklicherweise war es heute nicht möglich zu einer Einigung zu kommen", sagte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell nach einem Treffen der EU-Außenminister. Die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass in den kommenden Tagen eine Verständigung gelingen werde. Kern der anvisierten Maßnahmen ist ein Embargo gegen Öl-Importe aus Russland. Einige Diplomaten gehen davon aus, dass beim EU-Gipfel Ende Mai eine Entscheidung fallen wird.

+++ 21:04 Busse mit Soldaten verlassen Stahlwerk in Mariupol +++
Etwa ein Dutzend Busse mit ukrainischen Militärangehörigen verlassen das Asowstal-Stahlwerk in Mariupol. Das berichten Mitarbeiter der Nachrichtenagentur Reuters von vor Ort.

+++ 20:56 Asowstal-Kommandeur deutet erfolgreiche Evakuierung an +++
Ein Kommandeur der im Stahlwerk Asowstal in Mariupol eingeschlossenen ukrainischen Truppen erklärte in einem Video, er führe Befehle des Oberkommandos aus, um Leben der Soldaten zu retten. Er ließ dabei offen, was genau gemeint ist. Er sprach nicht davon, dass sich die von russischen Einheiten umzingelten Gruppen ergeben würden. Moskau hatte zuvor berichtet, man habe sich mit der Ukraine auf eine Evakuierung verletzter ukrainischer Soldaten aus dem Stahlwerk geeinigt. Sie würden über einen humanitären Korridor in die von Russland kontrollierte Stadt Nowoasowsk gebracht, teilte das russische Verteidigungsministerium mit. Die ukrainische Vize-Verteidigungsministerin Hanna Maljar lehnte im Fernsehen eine Stellungnahme ab, um, wie sie sagte, den Vorgang nicht zu gefährden. "Da der Prozess im Gange ist, können wir nicht sagen, was gegenwärtig geschieht."

+++ 20:42 EU-Außenminister stellen weitere 500 Millionen Euro für Waffenlieferungen bereit +++
Die Außenminister der EU-Staaten haben weitere 500 Millionen Euro für die Lieferung von Waffen und Ausrüstung an die ukrainischen Streitkräfte bewilligt. Das kündigte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell am Abend nach einem Treffen mit den Ministern in Brüssel an. Damit erhöhen sich die für die Ukraine zur Verfügung stehenden EU-Mittel für Militärhilfe auf zwei Milliarden Euro.

+++ 20:31 Ukrainischer Offizieller: Russland versucht, in Mariupol falsche Zeugenaussagen kaufen +++
Laut der Zeitung "Kyiv Independent" berichtet ein Berater des Bürgermeisters von Mariupol, Russland habe angekündigt, Entschädigungen für zerstörte Wohnungen und getötete Familienmitglieder zu zahlen. Die Entschädigung solle im Austausch für Falschaussagen gezahlt werden, wonach ukrainische Truppen Angehörige getötet oder Eigentum zerstört hätten. Die Besatzer böten etwa 6.000 Dollar für ein zerstörtes Haus und 33.000 Dollar für einen getöteten Angehörigen, so der Berater.

+++ 19:56 Erdogan will NATO-Beitritte Finnlands und Schwedens blockieren +++
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan erklärt, die Türkei werde die geplanten NATO-Beitritte von Schweden und Finnland nicht billigen. Delegationen aus beiden Ländern sollten sich nicht die Mühe machen, in die Türkei zu reisen, um die türkische Regierung von ihren Beitrittsgesuchen zu überzeugen.

+++ 19:42 Scholz äußert Sorge vor Eskalation des Krieges +++
Bundeskanzler Olaf Scholz hat erklärt, dass er sich auch nach dem Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin weiter große Sorgen mache, dass es zu einer Eskalation des Krieges in der Ukraine kommen könnte. "Wir müssen uns Sorgen machen, dass es eine Eskalation des Krieges gibt, aber das darf uns ja nicht lähmen", sagt Scholz in der Sendung "RTL Direkt". Der Bundeskanzler fügte hinzu: "Wir müssen in der Lage sein, vernünftige, sehr bewusste und auch sehr mutige Entscheidungen zu treffen." Putin dürfe den Krieg nicht gewinnen, das sei das Ziel, so Scholz. Aber die Ziele würden nicht darüber hinausgehen: "Das wäre angesichts der Tatsache, dass es sich um eine Nuklearmacht handelt eine ganz falsche Zielsetzung", sagte Scholz.

+++ 19:27 Scholz: Ukraine-Besuch"darf nicht nur Fototermin sein" +++
Bundeskanzler Olaf Scholz hat betont, dass er nicht nur in die Ukraine reisen wolle, um dort einen Fototermin zu machen. Der Bundeskanzler sagte in der Sendung "RTL Direkt", er habe bereits viele Stunden mit dem ukrainischen Präsidenten telefoniert. Es müsse bei einem Besuch vor Ort aber "darauf ankommen, dass konkret was vorangebracht wird und darf nicht nur ein Fototermin sein." Scholz fügte hinzu: "Ich werde mich nicht einreihen in eine Gruppe von Leuten, die für ein kurzes rein und raus mit einem Fototermin was machen. Sondern wenn, dann geht es immer um ganz konkrete Dinge."

+++ 19:13 Finnische Botschafterin schätzt Russlands Reaktion als "milde" ein +++
Die finnische Botschafterin in Deutschland, Anne Sipiläinen, zeigt sich wenig überrascht von Drohungen Moskaus wegen des angestrebten NATO-Beitritts ihres Landes. Entsprechende Warnungen gebe es seit Jahren, sagt sie dem Fernsehsender Welt einer redaktionellen Fassung zufolge. Finnland sei "seit Jahren und Jahrzehnten" sehr gut vorbereitet auf alle möglichen Bedrohungen. "Und das ist eigentlich jetzt überraschend ruhig gewesen. Und die Reaktionen waren eigentlich milde bis jetzt." Die Mitgliedschaft Finnlands in der NATO werde das Land wie auch umgekehrt die Allianz stärken. "Wir werden einen stärkeren, stabileren Norden bekommen."

+++ 18:52 Scholz: Umgang mit russischem Gas war "naiv" +++
Bundeskanzler Olaf Scholz hat die Frage bejaht, ob es naiv gewesen sei, sich von russischem Gas abhängig zu machen. Gaslieferungen aus Russland habe es schon immer in großem Umfang gegeben und das habe auch viele Jahrzehnte lang sehr gut funktioniert, auch "als noch der eiserne Vorhang da war", sagte der Bundeskanzler in der Sendung "RTL Direkt". Deshalb hätten sich viele ziemlich sicher gewogen. Es wäre aber gut gewesen, man hätte daneben eine Infrastruktur aufgebaut, die es möglich gemacht hätte auf den Flüssiggas-Import umzusteigen. Diese Entscheidung, für die er sich persönlich schon seit vielen Jahren eingesetzt habe, sei jetzt getroffen. Damit hätte Deutschland dann schnell die Möglichkeit, zu wechseln, "und das hätten wir immer können sollen." Das sei auch die Antwort auf die Frage "waren wir naiv?", so Scholz: "Ja, wir hätten uns immer in die Lage versetzen müssen, jederzeit andere Lieferanten in Anspruch zu nehmen, indem wir die Pipelines, die Häfen bauen, wo man dann von woanders das Gas bekommen kann."

+++ 18:35 Ukraine: zehn Zivilisten in Sjewjerodonezk getötet +++
Mindestens zehn Zivilisten sind beim Beschuss von Sjewjerodonezk im Osten der Ukraine getötet worden. Das teilte der Gouverneur der Region Luhansk, Serhij Gaidai, mit. Zuvor hatte er erklärt, dass durch die schweren Angriffe Brände in Wohngebieten der Stadt ausgebrochen seien.

+++ 18:22 Ukraine beschlagnahmt Millionenvermögen von russischem Oligarchen +++
Ein ukrainisches Gericht hat Vermögenswerte des russischen Oligarchen Michail Fridman im Volumen von über zwölf Milliarden Hrywna beschlagnahmt, was einer Summe von 390 Millionen Euro entspricht. Das teilt Generalstaatsanwältin Iryna Wenediktowa mit. Es handele sich um Wertpapiere zypriotischer Unternehmen, die in der Ukraine gehalten wurden. Fridman ist bereits mit Sanktionen der EU belegt worden.

+++ 17:59 Ukrainische Armee veröffentlicht Liste angeblicher russischer Verluste +++
Die ukrainische Armee will im Besitz einer Liste mit Verlusten einer Untereinheit des russischen Militärs sein. Auf Facebook veröffentlichten die Ukrainer Dokumente, die belegen sollen, dass aus der russischen 1. Panzerarmee bis Mitte März 61 Soldaten gestorben sind, 209 verwundet, 44 vermisst und 96 gefangen genommen wurden. Demnach soll die Armee in den ersten 3 Kriegswochen zudem bereits 131 Panzer verloren haben. Würde sich das veröffentlichte Dokument als authentisch erweisen, wäre es ein erster (begrenzter) Hinweis auf offizielle Zahlen zu Verlusten der Russen seit langer Zeit.

+++ 17:41 USA: ukrainische Geländegewinne bei Charkiw +++
Ukrainische Truppen haben russische Einheiten bei Charkiw zurückgedrängt, erklärt ein Vertreter des US-Verteidigungsministeriums. Die ukrainischen Verbände seien bis auf eine Entfernung von drei bis vier Kilometern an die russische Landesgrenze im Nordosten der Ukraine herangerückt.

+++ 17:26 Selenskyj dankt Soldaten für Durchbruch zu russischer Grenze +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach Angaben der ukrainischen Nachrichtenagentur Ukrinform den Soldaten des 227. Bataillons der 127. Brigade gedankt, die die Grenze zu Russland an einem Grenzabschnitt im Gebiet Charkiw erreicht haben sollen. In der Nacht veröffentlichte das ukrainische Verteidigungsministerium ein Video mit einem Dutzend Soldaten neben einem Grenzpfahl in den Nationalfarben Blau und Gelb. Sie gehören den Angaben zufolge zu einer Freiwilligen-Brigade aus der Stadt Charkiw.

+++ 16:58 Gouverneur von Donezk: Russen für Ammoniumnitrat-Explosion verantwortlich +++
Laut der Zeitung "Kyiv Independent" soll in der Region um Charkiw nach russischem Beschuss ein Ammoniumnitratlager detoniert sein. Das habe der Gouverneur des Regierungsbezirks Donezk mitgeteilt. Demnach gehe von der Explosion keine Gefahr für die Bevölkerung aus. Die Chemikalie Ammoniumnitrat wird zur Herstellung von Düngemitteln verwendet, die der landwirtschaftliche Sektor der Ukraine dringend benötigt. Der Stoff ist aber potenziell auch hochexplosiv: Für die tödliche Explosion im Hafen Beiruts vor knapp zwei Jahren sollen große Mengen dort gelagerten Ammoniumnitrats verantwortlich gewesen sein.

+++ 16:43 Dammbruch rettet Dorf vor russischen Truppen +++
Wolodymyr Artemtschuk, Einwohner von Demydow schätzt sich glücklich: "Gut, dass wir überflutet wurden". Das Dorf im Norden Kiews wurde kurz nach Kriegsbeginn Opfer eines Dammbruchs. Nach Berichten von Augenzeugen waren russische Soldaten bis in den Nachbarort herangerückt und bereit, den Damm zu überqueren, um nach Demydow zu gelangen. Der Damm aber wurde beschossen und brach - der russischen Armee war der Weg versperrt, sie zog weiter. So bewahrte die Flut die Bewohner Demydows vor dem schrecklichen Schicksal, das wenig später die Menschen in Butscha und Hostomel ereilte, sagt Artemtschuk.

+++ 16:22 Ungarn fordert Milliarden für Zustimmung zum Öl-Embargo +++
Ungarn macht milliardenschwere Hilfen der Europäischen Union zur Voraussetzung für seine Zustimmung zu dem geplanten Öl-Embargo gegen Russland. Der ungarische Außenminister Peter Szijjarto sprach in einer auf Facebook veröffentlichten Videobotschaft von Investitionen in Höhe von 15 bis 18 Milliarden Euro, die für die Abkehr seines Landes vom russischen Öl nötig seien.

+++ 16:14 EU-Außenminister drängen Ungarn zu Öl-Embargo +++
Die EU-Außenminister machen Druck auf Ungarn, das im sechsten Sanktionspaket geplante Öl-Embargo gegen Russland mitzutragen. "Es ist wichtig, dass alle Länder den Weg des Öl-Ausstiegs gemeinsam gehen können", sagte Bundesaußenministerin Annalena Baerbock bei den Beratungen in Brüssel. Es sei bekannt, dass einige Dinge final noch geklärt werden müssten. "Das wird nicht heute geschehen", sagte Baerbock. "Aber in den nächsten Tagen werden wir zu einem gemeinsamen Ergebnis kommen, da bin ich sehr zuversichtlich." Österreichs Außenminister Alexander Schallenberg mahnte Geschlossenheit der EU an. Man dürfe in der Öffentlichkeit nicht den Eindruck von Uneinigkeit erwecken. "Russland beobachtet uns." Litauens Außenminister Gabrielius Landsbergis kritisierte: "Die gesamte Union wird von einem Mitgliedstaat als Geisel gehalten."

+++ 15:59 Asowstal-Kämpfer singt ukrainischen ESC-Song +++
Ein ukrainischer Soldat gratulierte den Gewinnern des Eurovision Song Contest (ESC) direkt aus dem belagerten Stahlwerk in Mariupol: Er nahm dazu ein Video auf, in dem er in voller Montur den Song der ESC-Sieger Kalush Orchestra anstimmt, während im Hintergrund Detonationen zu hören sind. Die westukrainische Band Kalush Orchestra hatte in der Nacht zu Sonntag den Grand Prix in Turin mit großem Abstand gewonnen.

+++ 15:34 Russland bietet Korridor für Asowstal-Kämpfer an +++
Russland öffnet nach eigener Darstellung einen humanitären Korridor am Stahlwerk Asowstal in der ukrainischen Stadt Mariupol. Der Korridor solle dazu genutzt werden, verletzte ukrainische Soldaten in medizinische Einrichtungen in die von Russland kontrollierte Stadt Nowoasowsk zu bringen, teilte das Verteidigungsministerium mit. Auf dem umstellten, weitläufigen Werksgelände harren mutmaßlich seit Wochen noch zahlreiche ukrainische Kämpfer teils verletzt und unter widrigsten Bedingungen aus.

+++ 15:20 Bundestag befasst sich frühestens nächste Woche mit Bundeswehr-Sondervermögen +++
Wegen andauernder Verhandlungen zwischen der Ampel-Koalition und der Union wird sich der Bundestag diese Woche nicht mehr mit dem geplanten Sondervermögen für die Bundeswehr befassen. Dies sei "vom Tisch", sagte SPD-Chef Lars Klingbeil. Die Gespräche mit der Union liefen noch. Sie seien "sehr konstruktiv". Einen Termin für ein Ende könne er aber noch nicht nennen. Er hoffe, "dass es bald ein Ergebnis gibt".

+++ 15:16 Schweden will NATO beitreten +++
Schweden will NATO-Mitglied werden. Das Land werde einen Antrag zur Aufnahme in das Verteidigungsbündnis stellen, sagte die schwedische Ministerpräsidentin Magdalena Andersson in Stockholm. Man wolle den Antrag noch heute, am Dienstag oder am Mittwoch stellen. Ein entsprechender Schritt solle mit Finnland koordiniert werden, so Andersson. Zuvor hatten fast alle Parteien im Parlament ihre Unterstützung für einen Beitrittsantrag zum Ausdruck gebracht.

+++ 14:52 Putin kündigt Reaktion auf Ausbau militärischer Infrastruktur in Schweden und Finnland an +++
Russlands Präsident Wladimir Putin erklärt erneut, sein Land werde auf die geplante Erweiterung der Nato um die Länder Schweden und Finnland reagieren. Die Ausweitung der NATO sei ein Problem, sagt Putin in Moskau. Dabei habe Russland mit den beiden nordischen Ländern keine Probleme. Er werde aber auf den Ausbau der militärischen Infrastruktur dort reagieren. Zudem müsse Russland zusätzlich im Blick haben, dass die NATO ihren globalen Einfluss ausbauen wolle.

+++ 14:35 Schwedisches Parlament spricht sich für NATO-Beitritt aus +++
Bei einer Parlamentsdebatte in Schweden hat sich eine Mehrheit der Parteien für einen Antrag des Landes auf eine Mitgliedschaft in der NATO ausgesprochen. Eine Abstimmung sollte es nicht geben. Am Nachmittag wollte Ministerpräsidentin Magdalena Andersson ihre Entscheidung in der NATO-Frage mitteilen. Die regierenden Sozialdemokraten hatten bereits am Sonntag für eine Bewerbung um den Beitritt zu dem Militärbündnis plädiert. "Es gibt viel in Schweden, das es wert ist, verteidigt zu werden, und Schweden wird am besten in der NATO verteidigt", sagte die sozialdemokratische Ministerpräsidentin Andersson im Parlament.

+++ 14:14 Regierungssprecher: Scholz will Gespräche mit Putin fortsetzen +++
Bundeskanzler Olaf Scholz will seine Vermittlungsversuche im Ukraine-Krieg mit Russlands Präsident Wladimir Putin fortsetzen. Das Kriegsgeschehen drohe sich hin zu einem Stellungskrieg zu verändern, sagte Regierungssprecher Steffen Hebestreit in Berlin. In dieser Phase sei es wichtig, "dass man jetzt versucht, wieder in Gespräche zu kommen, wie man das Töten, das Schießen beenden kann".

+++ 13:53 Russischer Gas-Transit durch die Ukraine geht weiter zurück +++
Der Transit von russischem Gas durch die Ukraine ist im Zuge von Krieg und Sanktionen weiter rückläufig. Heute sollen nach Angaben des Energiekonzerns Gazprom nur noch 46,8 Millionen Kubikmeter Gas durch das ukrainische Leitungsnetz in Richtung Europa gepumpt werden. Die vertraglich mögliche maximale Auslastung liegt bei 109 Millionen Kubikmetern täglich. Die Durchleitung des russischen Gases durch das Nachbarland war in der vergangenen Woche deutlich gefallen, weil die Ukraine kriegsbedingt einen Pipeline-Strang durch die schwer umkämpfte Region Luhansk geschlossen hat.

+++ 13:28 Russland meldet Abschuss ukrainischer Kampfjets +++
Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau drei ukrainische Kampfjets abgeschossen. Ein Flugzeug sei in der Nähe der Schlangeninsel im Schwarzen Meer getroffen worden, die anderen beiden in den Regionen um Mykolaiw und um Charkiw. Der Raketenbeschuss werde fortgesetzt und ziele auf den Osten der Ukraine, so das Ministerium. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

+++ 13:04 Emmerich: Warum Kiew von "dritter Kriegsphase" spricht +++
In einem symbolträchtigen Video feiert das ukrainische Militär die Zurückdrängung der russischen Angreifer im Raum Charkiw mit einem Gruß von der russischen Grenze. Kiew sieht eine dritte Phase im Krieg angebrochen. Was das bedeutet, erklärt ntv-Reporter Dirk Emmerich.

+++ 12:46 Ukraine: Russische Sabotagetrupps in Region Sumy gestoppt +++
Ukrainische Grenztruppen haben einen Einfall russischer Sabotage- und Aufklärungseinheiten in die im Nordosten gelegene Region Sumy abgewehrt. Die russischen Soldaten seien unter Feuerschutz vorgerückt, teilt der Gouverneur der Region Sumy, Dmytro Schywytzki, auf Telegram mit. Sie hätten sich aber zurückgezogen, als ukrainische Kräfte das Feuer erwidert hätten. Kurz nach Beginn der Invasion waren russische Truppen in Sumy eingerückt. Die ukrainischen Einheiten übernahmen am 8. April wieder die Kontrolle über das Gebiet.

+++ 12:24 EU-Chefdiplomat sieht keine schnelle Lösung bei Öl-Embargo +++
Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell warnt vor Hoffnungen auf einen schnellen Durchbruch in den Verhandlungen über ein Öl-Embargo. "Wir tun unser Bestes, um die Blockade aufzuheben", sagt der Spanier mit Blick auf den Widerstand Ungarns gegen das geplante Einfuhrverbot für russisches Öl. Da es "ziemlich feste Positionen" gebe, könne er aber nicht garantieren, dass dies bei den Diskussionen gelinge. Über die von der EU-Kommission präsentierten Pläne für ein Öl-Embargo gegen Russland gibt es seit mehr als einer Woche Streit in der EU, weil Ungarn nicht gewillt ist, das Projekt zu unterstützen.

+++ 12:05 Polen zählt 3,4 Millionen Einreisen aus der Ukraine +++
Seit Beginn der russischen Invasion hat der polnische Grenzschutz 3,4 Millionen Einreisen aus der Ukraine registriert. Am Sonntag kamen 19.800 Menschen über die Grenze nach Polen, wie die Behörde twittert. In Richtung Ukraine überquerten am Sonntag 32.400 Menschen die Grenze. Insgesamt sind seit Kriegsbeginn am 24. Februar 1,3 Millionen von Polen aus in die Ukraine eingereist. Dabei handelte es sich nach Angaben der Behörden zum Großteil um ukrainische Staatsbürger. Sie reisen meist in Gebiete, die die ukrainische Armee zurückerobert hat.

+++ 11:43 Munz: Vorstoß bei Charkiw "nicht nur symbolischer Erfolg" +++
Kiew meldet weitere Geländegewinne in der Region Charkiw. Ukrainische Kämpfer senden einen Videogruß von der Grenze zu Russland. Der Vorstoß hat nicht nur symbolische Wirkung, sagt ntv-Reporter Rainer Munz in Moskau.

+++ 11:21 Ukraine: Kämpfe bei Charkiw sind "unsere Gegenoffensive" +++
Die ukrainischen Streitkräfte greifen nach Angaben der Regierung in Kiew weiter russische Einheiten in der Ostukraine an. Die Kämpfe in der Nähe von Charkiw, der zweitgrößten Stadt des Landes, seien "unsere Gegenoffensive", sagt der Berater des Innenministeriums, Wadym Denissenko, im Fernsehen. "Sie kann nicht mehr gestoppt werden." Dank dieser Offensive könnten ukrainische Soldaten den russischen Truppen in den Rücken fallen.

+++ 10:51 Verletzte nach Raketenangriff bei Odessa +++
Durch einen russischen Raketenangriff in der Nähe der Hafenstadt Odessa ist ukrainischen Militärangaben zufolge eine touristische Unterkunft zerstört worden. Das Kommando Süd der ukrainischen Streitkräfte berichtet von mindestens drei verletzten Zivilisten. Ziel war demnach eine zuvor schon angegriffene und beschädigte Brücke über der Mündung des Flusses Dnister. Das Verteidigungsministerium in Moskau meldete unterdessen mehr als 100 Luftangriffe auf militärische Infrastruktur in der Nacht. Zudem seien Raketen auf mehr als 300 Ziele abgefeuert worden, sagt Ministeriumssprecher Igor Konaschenkow. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

+++ 10:10 London: Belarussischer Aufmarsch bindet ukrainische Kräfte +++
Belarus wird nach Einschätzung britischer Geheimdienste mit der Stationierung von Truppen an der Grenze zur Ukraine vermutlich militärische Kräfte des Nachbarlands binden. Minsk wolle Spezialkräfte, Luftabwehr-, Artillerieeinheiten sowie Raketenwerfer zu Übungsplätzen im Westen des Landes schicken, heißt es in einem Bericht des Verteidigungsministeriums in London. Dies werde "wahrscheinlich ukrainische Truppen binden, so dass sie nicht zur Unterstützung im Donbass eingesetzt werden können". Präsident Alexander Lukaschenko wäge wohl ab zwischen der Unterstützung Russlands und dem Wunsch, eine direkte militärische Verwicklung zu vermeiden.

+++ 09:46 Gouverneur: Russische Truppen kämpfen um Sjewjerodonezk +++
In der Region Luhansk bleibt die Lage nach Angaben des dortigen Gouverneurs Serhij Gaidai schwierig. Die russischen Truppen versuchten weiterhin, die Stadt Sjewjerodonezk einzunehmen, sagt Gaidai im Fernsehen. Die Anführer der selbst ernannten prorussischen Volksrepublik Lugansk hätten die Generalmobilmachung ausgerufen.

+++ 09:17 Kreml droht Schweden und Finnland wegen NATO-Beitritt +++
Ein NATO-Beitritt Schwedens und Finnlands wäre nach Einschätzung der russischen Regierung ein Fehler. "Dies ist ein weiterer schwerer Fehler mit weitreichenden Folgen", sagt Vize-Außenminister Sergej Rjabkow der russischen Nachrichtenagentur Interfax. Ein solcher Schritt würde die weltweite Lage radikal ändern. Schweden und Finnland sollten sich keine Illusionen darüber machen, dass Russland ihre Entscheidung so einfach hinnehmen würde, sagt Rjabkow. In den beiden skandinavischen Ländern beraten im Laufe des Tages die Parlamente über die Vorschläge der Regierungen, dem westlichen Militärbündnis beizutreten.

+++ 08:32 Hinterhalt am Fluss - Experten beziffern russische Verluste +++
In der vergangenen Woche wurde eine russische Einheit bei der Überquerung des Flusses Siwerskyj Donez von einem ukrainischen Artillerieschlag überrascht. Die "New York Times" berichtet nun, dass der Hinterhalt bei der Ortschaft Bilohoriwka zu den tödlichsten Gefechten des ganzen Krieges zählt. Demnach schätzt das Blatt die russischen Verluste auf 485 Tote und Verwundete. Zudem seien mehr als 80 Ausrüstungsgegenstände wie Militärfahrzeuge zerstört worden. Bei den Zahlen beruft sich die Zeitung auf das US-Institut für Kriegsforschung (ISW).

Nach Angaben der "New York Times" schickte das russische Oberkommando am 11. Mai etwa 550 Soldaten der 74. motorisierten Schützenbrigade zum Fluss Siwerskyj Donez um ukrainische Streitkräfte in der Nähe von Rubischne in der Region Luhansk einzukreisen. Nachdem erste Fahrzeuge das Gewässer über Pontonbrücken passierten, eröffneten Geschütze der 17. ukrainischen Panzerbrigade das Feuer.

+++ 07:55 Ukraine erwartet neue Offensive im Donbass +++
Die Ukraine bereitet sich auf eine neue russische Offensive im Osten des Landes vor. Nach dem Rückzug russischer Einheiten rund um Charkiw würden nun weitere Soldaten in den Donbass verlegt, sagt der ukrainische Präsidentenberater Oleksij Arestowitsch. Die Ukraine bereite sich auf "neue Angriffsversuche" der russischen Armee im Donbass vor, die darauf abzielten, "ihre Bewegungen in den Süden der Ukraine zu verstärken", sagt Präsident Wolodymyr Selenskyj in der Nacht in einer Videobotschaft. "Die Besatzer wollen immer noch nicht zugeben, dass sie sich in einer Sackgasse befinden", fügt er hinzu.

+++ 07:24 US-Experten: Moskau steckt Söldner in Luftlandeeinheiten +++
Das US-Institut für Kriegsforschung (ISW) geht davon aus, dass die Personalreserven der russischen Streitkräfte weitgehend erschöpft sind. Daher sei das russische Oberkommando gezwungen, dezimierte Einheiten mit Söldnern oder fachfremden Soldaten aufzufüllen, heißt es im aktuellen Lagebericht des Instituts. Die Militärexperten berufen sich dabei auf Berichte, wonach russische Söldner mittlerweile in Luftlandeeinheiten der regulären Armee dienen würden. Zudem soll die 810. Marineinfanterie-Brigade der Schwarzmeerflotte mit Besatzungsmitliedern von Marineschiffen aufgefüllt worden sein. Das Institut hält es für unwahrscheinlich, dass die umgruppierten Einheiten im Kampf effektiv sein werden.

+++ 06:32 US-Institut: Russen befestigen Stellungen im Süden +++
Das US-Institut für Kriegsforschung (ISW) geht weiterhin davon aus, dass Russland seinen Plan eines großen Zangenangriffs im Donbass verworfen hat und sich stattdessen auf eine kleinere Einkreisung in der Region Luhansk konzentriert. Das russische Oberkommando wird wahrscheinlich der Schlacht von Sjewjerodonezk in Zukunft Priorität einräumen, heißt es im aktuellen Lagebericht des Instituts. Die russischen Streitkräfte würden derzeit ihre Bemühungen fortsetzen, die Stadt von Norden und Süden her zu erobern. Im Süden der Ukraine im Gebiet Cherson sehen die US-Experten Anzeichen, wonach russische Truppen ihre Stellungen befestigen – wahrscheinlich um dauerhafte Kontrolle über das Gebiet auszuüben.

+++ 06:05 Ukraine plant Briefmarke zum ESC-Sieg +++
Die ukrainische Post will den Sieg der Band Kalush Orchestra beim Eurovision Song Contest rasch mit einer Briefmarke würdigen. Über die Motive entscheide zwar ein Kunstgremium, schreibt Post-Chef Igor Smilyanskij bei Facebook. Er denke aber, dass er genügend Argumente dafür haben werde, die Ausgabe einer solchen Briefmarke zu beschleunigen. Kalush Orchestra hatte den ESC in der Nacht zu Sonntag dank eines beispiellosen Zuspruchs der Fernsehzuschauer klar gewonnen. Zuletzt landete die ukrainische Post einen Hit mit einer Briefmarke, die ukrainischen Soldaten von der Schlangeninsel gewidmet war, die es mit obszönen Worten ablehnten, sich einem russischen Kriegsschiff zu ergeben.

+++ 05:26 Selenskyj will in Afrika und Asien um Unterstützung werben +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will verstärkt auch in Afrika und Asien um Hilfe im russischen Angriffskrieg gegen sein Land bitten. Er wolle dafür vor Parlamenten in weiteren Ländern sprechen, erklärt Selenskyj in einer Videoansprache. In den vergangenen Monaten hatte er bereits unter anderem bei Parlamentariern in Europa per Videoschalte um Unterstützung geworben. In einer Woche wolle er sich auch an das Weltwirtschaftsforum in Davos wenden, wo unter anderem über den Wiederaufbau nach dem Krieg gesprochen werde. Ein Ziel sei auch die Verschärfung der Sanktionen gegen Russland, betonte Selenskyj. "Die Besatzer müssen den steigenden Preis des Krieges für sie ständig spüren."

+++ 04:17 Ukraine nimmt Gasverteilerstationen in Charkiw wieder auf +++
Die Ukraine kann den Gastransit in zwei Verteilerstationen wieder aufnehmen. Der Betreiber des ukrainischen Gastransitsystems teilt mit, dass zwei Knotenpunkte in der Region Charkiw nach der Reparatur von kriegsbedingten Schäden an der Hauptgasleitung wieder in Betrieb seien und die Gasversorgung sichergestellt sei. Etwa 54 Gasverteilerstationen in sieben Regionen der Ukraine blieben weiterhin abgeschaltet.

+++ 03:37 Bericht: Sanktionen richten Milliardenschäden in Belarus an +++
Die westlichen Sanktionen gegen Belarus verursachen nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Belta Ausfälle in Milliardenhöhe. "Aufgrund der Sanktionen sind fast alle belarussischen Exporte in die Länder der Europäischen Union und nach Nordamerika blockiert", zitiert Belta Regierungschef Roman Golowtschenko aus einer Abschrift eines Interviews mit dem in Dubai ansässigen Fernsehsender Al-Arabija. Der Schaden belaufe sich "auf etwa 16 bis 18 Milliarden Dollar pro Jahr".

+++ 02:04 Generalstab: Russische Truppen teilweise nur zu 20 Prozent ausgerüstet +++
Bei den russischen Truppen herrscht nach ukrainischen Angaben ein teilweise desaströser Materialmangel. Auf Facebook teilt der Generalstab der ukrainischen Armee mit, dass Russland erhebliche Verluste bei Mensch und Material verzeichne. In einigen Fällen sollen russische Truppen deshalb nur noch zu 20 Prozent ausgerüstet sein. Bei Pospana hätten sich Soldaten deshalb mit Söldnertruppen zusammengetan, um den Angriff fortsetzen zu können.

+++ 01:03 Ukrainische Truppen stoßen bei Charkiw zur russischen Grenze vor +++
Ukrainische Truppen melden einen symbolträchtigen Erfolg bei ihrer Gegenoffensive im östlichen Gebiet Charkiw: Sie sind zumindest an einer Stelle bis zur Grenze zu Russland vorgestoßen. Das ukrainische Verteidigungsministerium veröffentlichte in der Nacht ein Video mit einem Dutzend Soldaten neben einem Grenzpfahl in den Nationalfarben Blau und Gelb. Sie gehören den Angaben zufolge zu einer Freiwilligen-Brigade aus der Stadt Charkiw. Das ukrainische Militär hatte bereits in den vergangenen Tagen berichtet, dass es schrittweise gelinge, russische Truppen bei Charkiw zurückzudrängen.

+++ 00:27 Lwiw meldet russischen Hackerangriff auf Verwaltung +++
Die Stadtverwaltung der westukrainischen Stadt Lwiw ist Ziel eines Cyberangriffs mutmaßlich russischer Hacker geworden. Durch die Attacke am Freitag seien einige städtische Dienstleitungen nicht mehr verfügbar gewesen, schrieb Vize-Bürgermeister Andrij Moskalenko bei Facebook. Ein Teil davon sei bis Sonntag wiederhergestellt worden. Die Angreifer hätten auch interne Informationen der Stadtverwaltung erbeutet, die danach in "feindlichen" Informationskanälen beim Chatdienst Telegram veröffentlicht worden seien, schrieb Moskalenko. Russland führe auch Angriffe an der "IT-Front" und man müsse offline wie online vorsichtig sein.

+++ 23:30 Baerbock betont Bedeutung der NATO +++
Bundesaußenministerin Annalena Baerbock hebt die Bedeutung des transatlantischen Bündnisses hervor: "Die Nato ist als Bündnis aktueller und wichtiger denn je", sagt sie zum Abschluss des informellen Treffens der Nato-Außenminister in Berlin.

+++ 22:09 Weitere Militärhilfen: EU-Außenminister treffen ukrainischen Außenminister +++
Die Außenminister der Europäischen Union beraten am morgigen Montag in Brüssel mit dem ukrainischen Außenminister Dmytro Kuleba über den russischen Angriffskrieg. Erwartet wird, dass die EU-Staaten weitere 500 Millionen Euro Militärhilfe für die Ukraine billigen. Dies hatte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell am Freitag am Rande des G7-Treffens in Schleswig-Holstein vorgeschlagen. Auch Bundesaußenministerin Annalena Baerbock wird in Brüssel erwartet. Kuleba hatte zuletzt mehr Panzerhaubitzen von der Bundesregierung gefordert. Berlin hat bisher sieben Artilleriegeschütze zugesagt.

+++ 21:46 Gouverneur: Ukraine kontrolliert weiter zehn Prozent von Luhansk +++
Ungeachtet schwerer russischer Angriffe kontrolliert die ukrainische Armee Angaben des regionalen Gouverneurs zufolge weiter rund zehn Prozent des ostukrainischen Gebiets Luhansk. Insbesondere die Außenbezirke der Städte Rubischne, Sjewjerodonezk und Lyssytschansk hätten die Russen bislang nicht einnehmen können, teilte Serhij Hajdaj am Sonntag mit. Moskau hatte in der vergangenen Woche erklärt, dass prorussische Separatisten mit Hilfe der russischen Armee knapp elf Wochen nach Kriegsbeginn bis an die Verwaltungsgrenzen von Luhansk vorgedrungen seien. Hajdaj bezeichnete diese Aussagen damals als "Fantasie". In der ebenfalls ostukrainischen Region Donezk wurden unterdessen am Sonntag laut der Regionalverwaltung bei russischen Angriffen 3 Zivilisten getötet und 13 weitere verletzt.

+++ 21:15 "Historischer Tag": Litauen begrüßt Finnlands NATO-Entscheidung +++
Aus immer mehr der 30 NATO-Mitgliedsstaaten werden freudige Stimmen über eine mögliche Erweiterung des Militärbündnisses laut: Nun hat Litauen Finnlands Entscheidung begrüßt, einen Antrag auf Beitritt zur NATO zu stellen. "Historischer Tag", schrieb Staatspräsident Gitanas Nauseda auf Twitter. "Dies wird die Sicherheit Finnlands, der Ostseeregion und des gesamten Bündnisses stärken". Finnland könne auf dem Weg zu einer vollwertigen NATO-Mitgliedschaft auf die volle Unterstützung und Hilfe Litauens zählen, schrieb der Staatschef des baltischen EU- und NATO-Landes.

+++ 20:41 USA rechnen mit baldigem NATO-Beitritt von Schweden und Finnland +++
US-Außenminister Antony Blinken geht trotz kritischer Töne der Türkei von einem baldigen NATO-Beitritt von Schweden und Finnland aus. Es gebe dafür breite Unterstützung in der NATO und noch weitere Gespräche der Türkei mit den beiden skandinavischen Staaten.

+++ 20:12 Grünen-Urgestein Ströbele beklagt "Kriegsrhetorik" in seiner Partei +++
Der frühere und langjährige Grünen-Bundestagsabgeordnete Hans-Christian Ströbele hat die Haltung seiner Partei zur Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine kritisiert. "Wir sollten wirklich auf diese Kriegsrhetorik verzichten. Wenn einige immer mehr und immer mehr offensive Waffen liefern wollen, dann führt das zu einem noch größeren Krieg", mahnt Ströbele im Interview mit dem "Spiegel" laut Vorabmeldung. "Wenn die ukrainische Armee durch den Einsatz schwerer Waffen Geländegewinne erzielt, wird Putin noch viel mehr Truppen und Waffen einsetzen, am Ende vielleicht taktische Atomwaffen."

Frühere Entwicklungen des Ukraine-Konfliktes können Sie hier nachlesen.

Quelle: ntv.de, jpe/chr/dpa/rts/AFP

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