Politik

Ausbrechen nicht wieder zulassen AKK pocht auf bewaffnete Drohnen

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Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer schreibt die Anschaffung bewaffneter Drohnen ganz oben auf die Agenda.

(Foto: imago images/photothek)

Die heutige Verteidigungsministerin will nach der Wahl alles daran setzen, bewaffnete Drohnen für die Bundeswehr anzuschaffen. Ein erneutes Ausbrechen eines Koalitionspartners dürfe ihre Partei nicht zulassen. Deutschland brauche die "Waffen der Zukunft". Dafür muss allerdings erst ein Wahlsieg her.

Bei einem Wahlsieg der Union im September will Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer die Bewaffnung von Drohnen als klares Ziel einer künftigen Koalition festschreiben. "Eines habe ich in dieser Legislaturperiode gelernt: Wenn die Union an den nächsten Koalitionsverhandlungen beteiligt sein sollte, und falls ich da ein Wort mitzureden habe, werde ich sehr genau darauf achten, dass das Thema Bewaffnung von Drohnen im Vertrag so formuliert ist, dass nicht wieder ein Koalitionspartner während der Legislaturperiode ausbrechen kann", sagte die CDU-Politikerin der Zeitschrift "Internationale Politik".

Das Vorhaben war am Koalitionspartner SPD gescheitert, der auf der Zielgeraden einer Entscheidung weiteren Gesprächsbedarf angemeldet hatte. "Drohnen werden ganz sicher eine noch größere Rolle spielen", sagte Kramp-Karrenbauer. Sie verwies auf den Konflikt um Berg-Karabach, wo Aserbaidschan die unbemannten Fluggeräte gegen armenische Soldaten eingesetzt und ganze Frontverläufe verändert hatte. "Drohnen sind nicht nur leicht beschaffbar, sondern auch vergleichsweise günstig. Und deswegen sind sie auch eines der Waffensysteme der Zukunft", sagte die Verteidigungsministerin.

Sie bezeichnete das Thema Bewaffnung der Drohnen als "ausdiskutiert". "Wir haben sogar über die im Koalitionsvertrag vereinbarten Debatten hinaus Diskussionsprozesse aufgesetzt. Und wir haben die Einsatzgrundsätze für bewaffnete Drohnen mitentwickelt und entsprechende Fragen geklärt. Die Frage ist längst entscheidungsreif", so Kramp-Karrenbauer. "Die SPD sollte endlich Farbe bekennen; das gilt auch für die Grünen, die sich da gerade etwas hinter der SPD verstecken."

Quelle: ntv.de, mra/dpa

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