Politik

Nach Kritik an Trump-Rede AKK teilt gegen Habeck aus

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Kann Robert Habecks Äußerungen nicht nachvollziehen: Annegret Kramp-Karrenbauer.

(Foto: dpa)

Fast im Stile von Trump selbst kritisiert Grünen-Chef Habeck den US-Präsidenten für seine Rede in Davos. Nun sagt Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer, was sie davon hält. Die Worte sind deutlich.

Die heftige Kritik von Grünen-Chef Robert Habeck an US-Präsident Donald Trump stößt bei Annegret Kramp-Karrenbauer auf wenig Verständnis. "Was hat Herr Habeck mit seiner Äußerung im Interesse der Bundesrepublik Deutschland, im Interesse Europas, auch im Interesse des Klimaschutzes, mit dieser Äußerung verbessert? Nichts", sagte die Verteidigungsministerin und CDU-Chefin am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos. "Jeder hat vermutlich eine persönliche Meinung zu den Aussagen Donald Trumps. Für mich sind die deutschen Interessen wichtiger", so AKK weiter.

Die Rede Trumps sei nicht überraschend gewesen, sie spiegele nur wider, was Trump in den drei Jahren als Präsident bisher gesagt und getan hat, so Kramp-Karrenbauer. Sie forderte ein engagierteres Vorgehen Europas im Handelskonflikt mit den USA: "Die Frage ist, was wir klug tun können im Interesse Deutschlands und Europas und wie wir selbstbewusst mit unserem wichtigen Partner, den Vereinigten Staaten von Amerika, sprechen." Europa müsse die gemeinsamen Interessen stärker benennen und handlungsfähiger werden, um diese Interessen durchzusetzen.

Habeck hatte Trump für seine Rede beim Weltwirtschaftsforum in Davos heftig kritisiert. "Trumps Rede war ein Desaster für die Konferenz", sagte er am Dienstag in Davos. Nach dem Auftritt des US-Präsidenten sei "noch klarer" zu sehen, dass die Richtung gewechselt werden müsse: "Wir müssen den Kampf mit Donald Trump aufnehmen, er steht auf der anderen Seite."

Der US-Präsident hatte in Davos vor Pessimismus gewarnt. Angst und Zweifel seien nicht gut, man sollte optimistischer nach vorne schauen. "Wir müssen den andauernden Prozess des Untergangs und die Vorhersagen einer Apokalypse ablehnen", sagte Trump, ohne das Wort Klimawandel in den Mund zu nehmen.

Quelle: ntv.de, vpe