Politik

Zusammen statt gegeneinander AfD-Vorstand ordnet Wiedervereinigung an

Frauke Petry und Jörg Meuthen, die Sprecher des AfD-Bundesvorstands, begrüßen sich in Berlin vor Beginn der Tagung.

Frauke Petry und Jörg Meuthen, die Sprecher des AfD-Bundesvorstands, begrüßen sich in Berlin vor Beginn der Tagung.

(Foto: dpa)

Die Spaltung der Stuttgarter AfD-Fraktion und die Machtkämpfe an der Parteispitze schaden dem Image der Partei: Der Bundesvorstand will nun endlich wieder Ruhe einkehren lassen und spricht ein Machtwort.

Die gespaltene AfD-Fraktion im Stuttgarter Landtag hat von der Parteispitze die Order erhalten, sich zusammenzuraufen. Der Bundesvorstand vertrat bei einer Sitzung in Berlin die Auffassung, "dass unsere Partei in Baden-Württemberg nur durch eine Landtagsfraktion repräsentiert werden kann". Dies zu erreichen, sei vorrangig Aufgabe des Landesverbandes Baden-Württemberg. "Der Bundesvorstand wird diesen Prozess aktiv unterstützen", hieß es weiter.

Der Streit in Stuttgart hatte sich an der Frage entzündet, wie die AfD mit dem Abgeordneten Wolfgang Gedeon umgehen soll. Gedeon, der die Fraktion inzwischen verlassen hat, wird Antisemitismus vorgeworfen. In der vergangenen Woche hatte der AfD-Parteichef und bisherige Vorsitzende der baden-württembergischen Landtagsfraktion, Jörg Meuthen, gemeinsam mit 13 Parteikollegen die Fraktion verlassen.

Er reagierte damit auf die Weigerung einiger Mitglieder, seinem Antrag, Gedeon auszuschließen, zu folgen. Meuthen warf der Co-Bundesvorsitzenden Frauke Petry vor, sie habe sich in die Belange seiner Fraktion eingemischt und dadurch die Lage verkompliziert.

Quelle: n-tv.de, sro/dpa

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