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Easa warnt vor russischen Raketen Airlines fürchten Ukraine-Szenario

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Beim Abschuss einer Rakete von einem russischen Kriegsschiff im Kaspischen Meer.

(Foto: REUTERS)

Bei seinen Angriffen in Syrien setzt Russland auch Raketen ein, die von Kriegsschiffen im fernen Kaspischen Meer starten. Die Marschflugkörper kreuzen dabei den Weg vieler Flugzeuge aus Europa. Erinnerungen an die MH17-Katastrophe werden wach.

Internationale Luftfahrt-Organisationen und Airlines sind nach Informationen der "Welt" wegen der im Syrienkrieg eingesetzten russischen Marschflugkörper alarmiert. Die Europäische Agentur für Luftfahrtsicherheit Easa habe eine entsprechende Sicherheitsinformation für Fluggesellschaften veröffentlicht, die den Luftraum über dem Kaspischen Meer, dem Iran und dem Irak nutzten.

Einige der vielbeflogenen Routen von Europa in den Mittleren Osten und in den Süden Asiens führten durch dieses Gebiet, berichtet das Blatt. Allerdings fliegen Marschflugkörper normalerweise auf einer deutlich geringeren Flughöhe als Passagierflugzeuge.

Im Juli 2014 war eine Passagiermaschine der Malaysia Airlines mit der Flugnummer MH17 über dem ukrainischen Kriegsgebiet Donbass abgeschossen worden. An Bord waren 298 Menschen. Die Hintergründe der Katastrophe sind noch nicht restlos aufgeklärt. Die niederländischen Ermittler wollen am morgigen Dienstag ihren Abschlussbericht vorlegen.

Die Easa spricht in ihrem Hinweis noch keine speziellen Empfehlungen für die Fluggesellschaften aus. Sie werde jedoch den Sicherheitshinweis entsprechend ergänzen, wenn sie weitere Informationen zu der Lage in der betroffenen Region erhalte. Die Situation dort könne sich jeden Moment ändern, sagte ein Easa-Sprecher.

Air France reagiert bereits

Laut "Welt" hat Air France auf Empfehlung ihrer eigenen Sicherheitsdirektion hin am Samstag spezielle Vorkehrungen für den Überflug des Iran und des Kaspischen Meeres getroffen. Aus Sicherheitsgründen habe die französische Fluggesellschaft jedoch keine weiteren Einzelheiten nennen wollen. Derzeit fliege Air France nicht über den Jemen, die Ostukraine, Syrien, den Irak und Libyen, teilte die Airline der Zeitung mit. Die Sicherheitsabteilung habe zudem angeordnet, dass eine Pufferzone zwischen der vom Überflug verbotenen Zone und der Flugroute eingehalten werden müsse.

Nach aktueller Erkenntnis bestehe keine Erfordernis, auf alternative Routen auszuweichen, sagte eine Sprecherin von Lufthansa der "Welt". Aber grundsätzlich sei die Lage "volatil". Deshalb stehe Lufthansa in ständigem Austausch mit den deutschen und europäischen Flugsicherheitsbehörden, um reagieren zu können, falls die Lage dies erforderlich mache.

Russland feuerte nach eigenen Angaben vor wenigen Tagen erstmals auch von Kriegsschiffen im Kaspischen Meer aus Raketen auf Ziele in Syrien ab. Die Raketen legen bis zu ihrem Zielen mehrere Hundert Kilometer zurück und durchqueren dabei unter anderem den Luftraum des Irans und Iraks.

US-Militärkreisen zufolge schlugen am vergangenen Mittwoch mehrere im Kaspischen Meer gestartete Marschflugkörper versehentlich im Iran ein. Russland dementierte dies.

Quelle: n-tv.de, mbo/dpa

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