Politik

Eklat beim Linken-Parteitag Aktivist bewirft Wagenknecht mit Torte

Grund für den Tortenwurf war Wagenknechts Position zur Willkommenskultur in Deutschland.

Grund für den Tortenwurf war Wagenknechts Position zur Willkommenskultur in Deutschland.

(Foto: picture alliance / dpa)

Sahra Wagenknechts Äußerung zur deutschen Willkommenskultur hat ihr eine Tortenattacke eingebracht. Aktivisten nutzen den Parteitag der Linken in Magdeburg, um eine eindeutige Botschaft zu überbingen - und die lautet: "Torten für Menschenfeinde!"

Die Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht ist auf dem Linken-Parteitag in Magdeburg mit einer Torte beworfen worden. Zu der Aktion bekannte sich die Antifaschistische Initiative "Torten für Menschenfeinde". Die Aktivisten gingen an Wagenknecht vorbei, die in der ersten Reihe der Parteitagshalle saß und warfen ihr die Torte direkt ins Gesicht.

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Die Erklärung für die Attacke im Wortlaut.

Nach der Attacke wurde Wagenknecht von Co-Fraktionschef Dietmar Bartsch aus der Halle begleitet. Begründet wurde sie in einem ausgeteilten Handzettel mit Wagenknechts Position, dass nicht alle Flüchtlinge nach Deutschland kommen könnten. Der Parteitag konnte nach kurzer Unterbrechung fortgesetzt werden.

Zuvor hatte Gysi den Umgang seiner Partei mit der Flüchtlingskrise kritisiert. "Die Willkommenskultur war richtig", sagte der ehemalige Fraktionsvorsitzende. "Aber wir hätten parallel dazu darum kämpfen müssen, dass den unteren Bevölkerungsgruppen Jobs angeboten werden. Und wir hätten kluge Vorschläge für die Integration machen müssen."

Die Linke ringt seit längerem um den richtigen Umgang mit den Erfolgen der AfD in der Flüchtlingskrise. Wagenknecht hatte für Kritik gesorgt, nachdem sie unter anderem gesagt hatte, nicht alle Flüchtlinge könnten nach Deutschland kommen. Im Leitantrag des Parteivorstandes für den Magdeburger Parteitag wird eine "gesellschaftliche Gegenbewegung gegen Rassismus und den Rechtsruck" gefordert, die politisch flankiert werden müsse, hieß es.

Quelle: n-tv.de, sro/dpa/AFP

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