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Bekenner der Anschläge von Paris Al-Kaida-Anführer im Jemen getötet

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Nasr al-Ansi

(Foto: dpa)

Der Terroranführer, der sich zu dem Anschlag auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo" bekannt hat, ist bei einem US-Luftangriff getötet worden. Das teilt Al-Kaida selbst mit. Neben Al-Ansi sei auch dessen Sohn getötet worden.

Bei einem amerikanischen Drohnenangriff im Jemen ist ein Anführer von Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel (AQAP) getötet worden. Nasr al-Ansi hatte im Januar in einem Video erklärt, dass die islamistische Terrororganisation die Verantwortung für den Terrorangriff auf die französische Satirezeitung "Charlie Hebdo" trage. Al-Ansi sei zusammen mit seinem Sohn und mehreren weiteren Kämpfern angegriffen worden, teilte seine Organisation mit.

Der Beschuss sei in der Hafenstadt Mukalla erfolgt. Zeugen berichteten, eine amerikanische Drohne habe ein geparktes Fahrzeug getroffen und sechs mutmaßliche Al-Kaida-Kämpfer getötet.

In seinem Bekennervideo vom 14. Januar sagte Al-Ansi, der Al-Kaida-Chef Aiman al-Sawahiri habe den Angriff auf den Sitz von "Charlie Hebdo" angeordnet, um die Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen zu rächen. Kurz darauf hatte Al-Ansi per Video-Botschaft Muslime zu Einzelattacken auf Ziele in der westlichen Welt aufgerufen.

Schon im Bosnien-Krieg gekämpft

Al-Ansi trat auch in Bekennervideos zur Geiselnahme und Tötung des amerikanischen Fotojournalisten Luke Somers im Dezember 2014 in Erscheinung. Somers und eine weitere Geisel waren bei einer missglückten amerikanischen Kommandoaktion im Jemen getötet worden.

Der in der jemenitischen Stadt Taes geborene Al-Ansi kämpfte im Jahr 1995 im Bosnienkrieg. Später reiste er über den Jemen und Kaschmir nach Afghanistan, wo er sich in Al-Kaida-Camps militärisch ausbilden ließ. Im Jahr 2011 schloss er sich dann dem jemenitischen Ableger von Al-Kaida an.

Quelle: n-tv.de, ppo/AFP/dpa

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