Politik

Nach schwieriger Zeit mit Obama Al-Sisi heimst in Washington Lob ein

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Im Gegensatz zu Angela Merkel gibt es für Abdel Fattah al-Sisi einen Handschlag mit Donald Trump.

(Foto: imago/UPI Photo)

Von Barack Obama wurde er ignoriert, von Donald Trump wird er hofiert: Ägyptens Machthaber Al-Sisi wird in Washington regelrecht mit Lob überschüttet. Trump bescheinigt seinem Gast, einen "fantastischen Job" zu machen.

US-Präsident Donald Trump hat den wegen der Menschenrechtslage in seinem Land heftig umstrittenen ägyptischen Staatschef Abdel Fattah al-Sisi für einen "fantastischen Job in einer sehr schwierigen Lage" gelobt. Trump sicherte Al-Sisi bei einem Treffen im Weißen Haus in Washington den "sehr starken Rückhalt" der USA zu.

Al-Sisi wiederum hob hervor, dass sein Land im Kampf gegen den islamistischen Terrorismus auf der Seite der Vereinigten Staaten stehe. Er werde Trump in einer "effektiven Anti-Terrorismus-Strategie" beistehen, sagte er.

Al-Sisi war 2013 durch einen Militärputsch gegen seinen demokratisch gewählten Vorgänger Mohammed Mursi an die Macht gekommen. Proteste ließ er gewaltsam niederschlagen.

Trumps Vorgänger Barack Obama hatte Al-Sisi deswegen sehr reserviert behandelt: Eine Einladung nach Washington gab es für ihn nicht, die US-Militärhilfe für Ägypten von jährlich 1,3 Milliarden Dollar wurde zeitweise ausgesetzt.

Trump machte hingegen schon in der Vergangenheit keinen Hehl aus seiner Bewunderung für Al-Sisi. Im Vorfeld des Treffens hieß es dann von der US-Regierung, Menschenrechtsfragen sollten dabei in "eher privater, diskreter Weise" angesprochen werden.

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) kritisierte, ein Treffen mit Al-Sisi "während Tausende von Ägyptern in den Gefängnissen dahinvegetieren und die Folter wieder an der Tagesordnung ist" sei eine "seltsame Art, um eine stabile strategische Beziehung aufzubauen".

Quelle: n-tv.de, wne/AFP

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