Politik

Im Team mit Parteichef Chrupalla Alice Weidel will AfD-Spitzenkandidatin werden

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Fraktionsvorsitzende und Parteichef: Weidel und Chrupalla wollen Spitzenkandidaten der AfD werden.

(Foto: picture alliance/dpa)

Bis Mittwochmittag können sich Teams um die Spitzenkandidatur der AfD für die Bundestagswahl bewerben. Mit Alice Weidel und Tino Chrupalla wirft nun ein Duo aus der Parteispitze den Hut in den Ring. Ein weiteres Team steht bereits fest.

Alice Weidel will sich nun doch um die Spitzenkandidatur ihrer Partei bewerben - zusammen mit AfD-Chef Tino Chrupalla. Dies berichtet der "Spiegel" unter Berufung auf die Fraktionschefin der Alternative für Deutschland. "Wir wollen uns integrativ in den Dienst der Partei stellen und bitten um die Unterstützung der Parteimitglieder", wird Weidel zitiert.

Bis Mittwochmittag läuft die Bewerbungsphase der Partei für die Spitzenkandidatur. Geplant ist, mit einem Duo in die Bundestagswahl zu ziehen. Die Entscheidung darüber fällt bei einem Mitgliederentscheid, der bis zum 25. Mai läuft. Erreicht kein Team eine absolute Mehrheit, gibt es eine Stichwahl.

Auf dem AfD-Parteitag Anfang April hatte Weidel erklärt, vorerst auf eine Spitzenkandidatur zu verzichten. Sie begründete dies mit dem Gezerre um das damals noch ungeklärte Verfahren zur Nominierung. Auf dem Parteitag wurde dann entschieden, die Spitzenkandidaten nicht sofort zu küren, sondern eine Mitgliederentscheidung durchzuführen.

Cotar geht mit Wundrak ins Rennen

Zuvor hatten der pensionierte Generalleutnant Joachim Wundrak und die Bundestagsabgeordnete Joana Cotar ihre Bewerbung bekannt gemacht - beide zählen zum eher gemäßigten Teil der Partei. "Mir ist an einer Lösung gelegen, die die AfD in ihrer Breite abbildet, mit der sich die Basis der AfD und unsere Wähler identifizieren können", sagte Cotar. Parteichef Chrupalla habe ihr Angebot, ein Team zu bilden, nicht angenommen. Daher hätten sie und Wundrak beschlossen, sich gemeinsam zu bewerben.

Wundrak und Cotar werden eher Außenseiter-Chancen eingeräumt, da Weidel und Chrupalla, der auch Vize der Fraktion ist, wesentlich bekannter sind. Letztere dürften zudem vom völkischen Teil der Partei unterstützt werden. Die niedersächsische AfD hatte Wundrak im Dezember zu ihrem Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl gewählt. Seine Parteimitgliedschaft hatte der bislang ranghöchste ehemalige Soldat in der AfD erst nach seinem Ausscheiden aus der Bundeswehr öffentlich gemacht. Cotar ist digitalpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion und Nummer Zwei der hessischen Landesliste für die Wahl am 26. September.

Quelle: ntv.de, mli/dpa

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