Politik

"Ideologie beiseitelegen" Altmaier regt längere Öffnungszeiten an

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Altmaier will Unternehmen die Chance geben, Umsätze nachzuholen.

(Foto: imago images/Reiner Zensen)

Der Einbruch der deutschen Wirtschaft infolge der Corona-Krise ist noch immer nicht in Gänze absehbar. Klar ist aber schon jetzt: Das Ausmaß ist historisch. Wirtschaftsminister Altmaier skizziert nun, wie ein Durchstarten gefördert werden könnte.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier fordert zur Belebung der Konjunktur einen Verzicht auf ideologische Dernkmuster. Bedenkenträgern könne er nur sagen, für einen neuen Aufschwung müssten alle bereit sein, "Ideologie beiseitezulegen. Das sind wir Politiker den Unternehmen und ihren Beschäftigten, die um ihre Zukunft kämpfen, schuldig", sagte er der "Welt am Sonntag".

Konkret forderte er eine Flexibilisierung bestimmter bürokratischer Anforderungen und warb dafür, "Unternehmen die Chance zu geben, ihre verlorenen Umsätze nachzuholen". Denkbar seien etwa "verlängerte Öffnungszeiten" und die "Möglichkeit, ausgefallene verkaufsoffene Sonntage nachzuholen", sagte der CDU-Politiker. Weitere Schritte könnten eine zeitliche Aussetzung bestimmter bürokratischer Belastungen sowie beschleunigte Planungs- und Genehmigungsverfahren sein.

"Es herrscht in Deutschland immer noch zu stark die Furcht, es könnte durch eine Liberalisierung und Entbürokratisierung, und sei sie nur temporär, um eine Krise zu überwinden, zur Aufgabe lang erkämpfter Standards kommen", warnte der Ressortchef. Zugleich warb er eindringlich dafür, in den "nächsten Jahren schrittweise zu ausgeglichenen Haushalten zurückkehren". Dann aber brauche es eine "Fitnesskur für unseren Standort". Dazu zählten strukturelle Verbesserungen und Maßnahmen, "die wenig oder gar kein Geld kosten, vielleicht sogar neue Einnahmen schaffen".

Quelle: ntv.de, jwu