Politik

"Ich mache meine Arbeit" Altmaier unbeeindruckt von Merz-Vorstoß

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Altmaier will Merz Vorschlag nicht weiter kommentieren, er konzentriere sich lieber auf seine Arbeit.

(Foto: imago images/Christian Spicker)

Kaum hat er die Wahl zum CDU-Vorsitzenden verloren, schlägt Friedrich Merz vor, er könne ja Wirtschaftsminister werden. Die Kanzlerin lässt eine Kabinettsumbildung umgehend dementieren. Jetzt äußert sich auch der amtierende Wirtschaftsminister Peter Altmaier zu Merz' Vorschlag.

Wirtschaftsminister Peter Altmaier zeigt sich unbeeindruckt von dem Vorstoß von Friedrich Merz, seinen Posten zu übernehmen. "Die Kanzlerin und der neue Vorsitzende haben dazu das Ihrige gesagt, und das sind auch diejenigen, die über solche Fragen zu entscheiden hätten", sagte der CDU-Mann der "Rheinischen Post". "Ich mache meine Arbeit, denn die Unternehmen, von denen viele in dieser Corona-Krise gerade um ihre Existenz kämpfen, zählen auf uns. Wir müssen dafür sorgen, dass die deutsche Volkswirtschaft und die Unternehmen ihre Stärke behalten - und bislang gelingt uns das recht gut."

Nach seiner Niederlage im Kampf um die Parteiführung hatte Merz dem neuen CDU-Chef Armin Laschet überraschend angeboten, in die jetzige Bundesregierung einzutreten und das Wirtschaftsministerium zu übernehmen. Kanzlerin Angela Merkel wies das umgehend zurück. "Die Bundeskanzlerin plant keine Regierungsumbildung", sagte ein Regierungssprecher auf Anfrage. Auch Laschet äußerte sich kritisch. Noch bevor Altmaier sich direkt zu dem Angebot von Merz äußerte, konnte man auf Twitter schon am Wahlabend lesen, was der Wirtschaftsminister davon hält, wenn auch nur indirekt. Altmaier klickte dort bei zwei Tweets auf "Gefällt mir", die das Agieren von Friedrich Merz deutlich kritisieren.

Auf die Frage, wie man Merz und seine Anhänger denn einbinden könne, sagte Altmaier der "Rheinischen Post": "Ich war und bin davon überzeugt, dass in der CDU Platz für unterschiedliche Charaktere und Persönlichkeiten ist. Außerdem ist Integration besser als Spaltung. Die große Mehrheit möchte aber, dass wir jetzt die Ärmel hochkrempeln und uns um das Land kümmern - darum geht es, nicht so sehr um die Frage, wer welche Position besetzt, wenn die Bundestagswahl gewonnen und eine Koalition verhandelt ist."

Quelle: ntv.de, jhe/dpa