Politik

Mehrere Soldaten getötet Anschlag auf Sicherheitskräfte in Afghanistan

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Taliban und US-Regierung werfen sich gegenseitig vor, gegen das Friedensabkommen zu verstoßen.

(Foto: imago images/Xinhua)

15 Soldaten kommen bei einem Taliban-Anschlag in Afghanistan ums Leben. US-Präsident Biden wirft den Islamisten vor, gegen das Friedensabkommen zu verstoßen.

Bei einem Anschlag der radikalislamischen Taliban auf einen Militärstützpunkt in Afghanistan sind mindestens acht Sicherheitskräfte getötet worden. Ein Selbstmordattentäter fuhr mit einem mit Sprengstoff beladenen Fahrzeug in den Stützpunkt im Osten des Landes, wie das Büro des Gouverneurs der Provinz mitteilte. Kurz zuvor hatten sich die US-Regierung und die Taliban gegenseitig Verstöße gegen das im Februar vergangenen Jahres unterzeichnete Friedensabkommen vorgeworfen.

Der stellvertretende Leiter des Provinzrats von Nangarhar sprach von 15 toten Soldaten und fünf Verletzten. Die Taliban bekannten sich zu der Tat. Seine Gruppe habe den Angriff ausgeführt, sagte Taliban-Sprecher Sabihullah Mudschahid. Das Büro des Gouverneurs teilte mit, dass Sicherheitskräfte ein weiteres mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug in der Nähe der Stadt Dschalalabad beschlagnahmt hätten. In der Provinz Nangarhar gab es in letzter Zeit mehrere tödliche Anschläge, die allerdings von der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) verübt wurden.

Trotz des vor knapp einem Jahr geschlossenen Friedensabkommens zwischen den Taliban und Washington gibt es nahezu täglich Angriffe der Aufständischen auf Sicherheitskräfte. Mit dem Abkommen verpflichteten sich die Taliban, die Gewalt in Afghanistan deutlich zu reduzieren und direkte Gespräche mit der Regierung in Kabul aufzunehmen. Die seit September laufenden Verhandlungen sind allerdings bislang ergebnislos verlaufen. Die neue US-Regierung unter Präsident Joe Biden hatte den Taliban am Donnerstag vorgeworfen, die Gewalt nicht zu verringern. Die Aufständischen wiederum erklärten, die USA würden gegen das Abkommen verstoßen.

Quelle: ntv.de, fni/AFP

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