Politik
Berufe mit geringer körperlicher Belastung können auch im Rentenalter noch attraktiv sein.
Berufe mit geringer körperlicher Belastung können auch im Rentenalter noch attraktiv sein.(Foto: picture alliance / dpa)
Donnerstag, 08. November 2018

Unionsplan gegen Steuererhöhung: Arbeit im Rentenalter soll sich lohnen

Dem Land fehlen Arbeitskräfte während die Rente immer schwerer zu finanzieren ist. CDU und CSU überlegen, wie die Arbeit jenseits von 67 Lebensjahren gefördert werden kann. Es dürfe kein "Denkverbot" geben.

Um Steuererhöhungen zur Finanzierung der Rente zu vermeiden, wird in der Union über neue Anreize für ein Arbeiten über 67 Jahre hinaus nachgedacht. "Wir lehnen Steuererhöhungen zur Rentenfinanzierung strikt ab", sagte der stellvertretende Unionsfraktionschef Hermann Gröhe der "Rheinischen Post". "Aber es wird künftig einen Maßnahmen-Mix geben müssen, um die gesetzliche Rente dauerhaft über 2025 hinaus zu stabilisieren." Die Anreize sollen den Angaben zufolge von 2030 an greifen.

"Es darf kein Denkverbot geben, ob wir Anreize benötigen, auch länger als bis 67 Jahre zu arbeiten", sagte Gröhe, der zugleich Mitglied der Rentenkommission der Bundesregierung ist. "Dass wir jetzt die Erwerbsminderungsrente deutlich verbessern, ist geradezu eine Voraussetzung dafür, dass wir in der Rentenkommission auch über ein längeres Arbeiten sachlich reden können", sagte der CDU-Politiker.

Wie die Anreize aussehen könnten, präzisierte er nicht. Denkbar wären aber beispielsweise zusätzliche Rentenerhöhungen für Ältere, die sich für ein Arbeiten über 67 Jahre hinaus entscheiden.

Quelle: n-tv.de