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Gericht lehnt Revision ab Asia Bibi darf Pakistan verlassen

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Vor acht Jahren war Asia Bibi wegen angeblicher Gotteslästerung zum Tode verurteilt worden.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Christin Asia Bibi ist in ihrem Heimatland Pakistan in ständiger Gefahr, Extremisten fordern ihren Tod. Eine Gerichtsentscheidung macht es nun möglich, dass sie ausreisen kann. Möglicherweise kommt sie nach Deutschland.

Das Oberste Gericht Pakistans hat einen Berufungsantrag gegen den Freispruch der Christin Asia Bibi für unzulässig erklärt. "Der Berufungsantrag ist abgelehnt", sagte Richter Asif Saeed Khosa in Islamabad. Das Gericht ordnete gleichzeitig die sofortige Freilassung Bibis an. Somit kann die 51-Jährige nun ausreisen. Islamisten hatten den Antrag eingereicht, nachdem ein vor acht Jahren verhängtes Todesurteil gegen Bibi im Oktober aufgehoben worden war.

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Der Richterspruch vom Dienstag dürfte den jahrelangen Rechtsstreit beenden. Aktivisten verlangten eine sofortige Ausreiseerlaubnis aus Pakistan, weil die Christin in ihrem Heimatland nach wie vor in Gefahr ist. Die Regierung weigert sich, ihren Aufenthaltsort bekanntzugeben, islamistische Extremisten fordern ihren Tod.

Bibi war vor acht Jahren wegen angeblicher Gotteslästerung zum Tode verurteilt worden. Zwar hob das Oberste Gericht des Landes Ende Oktober das Todesurteil auf und sprach sie von allen Vorwürfen frei, doch konnte sie wegen massiver Proteste von Islamisten ihre Heimat bisher nicht verlassen. Die Kundgebungen und Blockaden hörten erst auf, nachdem die Regierung und die Islamistenpartei Tehreek-e Labbaik Pakistan (TLP) ein Abkommen geschlossen hatten, das auch einen Revisionsantrag gegen das Urteil vorsah. Die TLP erreichte bei der Regierung, in Berufung gegen das Urteil gehen zu dürfen.

Neue Proteste befürchtet

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Die Islamistenpartei Tehreek-e Labbaik fordert den Tod von Asia Bibi.

(Foto: picture alliance / dpa)

Seit November ging die Regierung von Ministerpräsident Imran Khan dann vermehrt gegen die TLP vor. Laut Behördenangaben wurden mehr als 3000 Mitglieder und Funktionäre der Partei festgenommen. TLP-Chef Khadim Rizvi und weitere Parteimitglieder wurden wegen Aufwiegelung zum Aufruhr angeklagt.

Aus Sorge vor erneuten Protesten wurden am Dienstag Tausende Sicherheitskräfte in die Städte entsandt. Man werde erneute Demonstrationen wie im Oktober von Gruppen wie der TLP nicht mehr zulassen, hatte der Informationsminister der Provinz Punjab, Fayyaz Chohan, am Montag gesagt.

Es wird erwartet, dass Bibi Asyl in einem europäischen oder nordamerikanischen Land beantragt. Als mögliches Aufnahmeland für die Christin ist auch Deutschland im Gespräch. Einem unbestätigten Bericht zufolge sind ihre Kinder bereits nach Kanada geflohen.

Quelle: n-tv.de, cam/AFP/dpa

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