Politik

Essener Tafel hilft wieder allen Aufnahmestopp für Ausländer endet bald

Weil der Andrang zu groß ist, nimmt die Essener Tafel seit Anfang Januar keine Ausländer mehr auf. Inzwischen haben sich die Zahlen laut Tafelchef Sartor soweit "ins Gleichgewicht bewegt", dass die umstrittene Maßnahme beendet werden kann.

Die Essener Tafel wird den umstrittenen Aufnahmestopp für Ausländer voraussichtlich Ende März aufheben. "Wir gehen davon aus, dass es in zwei, drei Wochen so sein wird, Ende des Monats", sagte der Vorsitzende des Trägervereins, Jörg Sartor. Der Aufnahmestopp sei von vornherein als eine vorübergehende Maßnahme für sechs bis acht Wochen, maximal drei Monate, geplant gewesen. "Die Zahlen haben sich ins Gleichgewicht bewegt. Sie werden zum Ende des Monats ein für uns akzeptables Verhältnis haben, davon gehen wir aus", erklärte Sartor.

Die Stadt Essen informierte am Sonntag über einen Runden Tisch mit Vertretern des Vereins Essener Tafel, der Essener Wohlfahrtsverbände sowie des Verbundes Essener Migrantenselbstorganisationen, der am Freitag tagte. "Im Verlauf des Gesprächs haben sich alle beteiligten Organisationen und Verbände darauf verständigt, die derzeitigen vorübergehend eingeführten Beschränkungen schnellstmöglich aufzuheben", hieß es in einer Mitteilung.

Seit dem 10. Januar nimmt die Essener Tafel keine Ausländer mehr als Neukunden an. Die Entscheidung des Vereins, bedürftigen Ausländern neue Bezugskarten für Lebensmittel vorerst zu verwehren, sorgte bundesweit für heftige Debatten auch um die Sozialpolitik.

Quelle: n-tv.de, chr/dpa

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