Politik

Kurden-Konflikt als Auslöser? Auto vor türkischer Botschaft angezündet

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Vor der türkischen Botschaft wurde das Auto eines Diplomaten durch Feuer stark beschädigt.

(Foto: imago/Arnulf Hettrich)

Rauchwolken steigen aus Richtung der türkischen Botschaft in Berlin-Kreuzberg auf, ein zufällig vorbeifahrender Autofahrer alarmiert sofort die Feuerwehr. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. Anlass dafür könnte Erdogans jüngste Militäroffensive gegen die Kurden sein.

In Berlin hat in der Nacht zum Freitag das Auto eines türkischen Diplomaten gebrannt. Wie eine Polizeisprecherin sagte, bemerkte ein Autofahrer die Flammen an dem geparkten Wagen der türkischen Botschaft und alarmierte die Rettungskräfte. Feuerwehrleute löschten das Auto, das nach Angaben der Polizei stark beschädigt wurde.

Der Polizeiliche Staatsschutz ermittelt wegen des Verdachts auf Brandstiftung. Ein Grund dafür könnte die Militäroffensive gegen die kurdischen Kräfte im Norden des Bürgerkriegslands Syrien sein. In Berlin und anderen deutschen Städten hatten am Donnerstagabend zahlreiche Menschen gegen die türkische Militäroffensive in Nordsyrien demonstriert. Eine "untere vierstellige Zahl" war nach Polizeiangaben in Kreuzberg zusammengekommen.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte vor wenigen Tagen den Beginn der Offensive im Norden Syriens verkündet. Sie richtet sich gegen die kurdische YPG-Miliz, die von der Türkei als Terrororganisation angesehen wird. Ob ein Zusammenhang besteht, ist aber noch offen.

Quelle: n-tv.de, can/afp/dpa

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