Politik

Mindestens 20 Menschen sterben Bagdad von zwei Anschlägen erschüttert

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Sicherheitskräfte untersuchen den Tatort in Bagdad.

(Foto: REUTERS)

Auch nach dem Sieg gegen die Terrormiliz Islamischer Staat bleibt die Sicherheitslage im Irak prekär. Nun kommt es in Bagdad zu einem der schlimmsten Anschläge der letzten Jahre, bei dem sich die Täter auf einem Marktplatz in die Luft sprengen.

Bei zwei Selbstmordanschlägen in der irakischen Hauptstadt Bagdad sind mindestens 28 Menschen getötet und mehr als 70 weitere verletzt worden. Das sagte der Leiter des Zivilschutzes, Kadhim Buhan, nach dem Angriff. Die beiden Attentäter hätten sich während einer Verfolgungsjagd mit Sicherheitskräften auf einem Marktplatz in die Luft gesprengt, sagte Armeesprecher Jahia Rasul. Zu der Tat im Viertel Bab al-Scharki im Stadtzentrum hat sich bisher niemand bekannt.

Videos von den Augenblicken nach den Explosionen zeigten mehrere Tote und Verletzte auf einem Marktplatz liegend. Retter versorgten die Opfer. Auf dem Boden waren Blutpfützen zu sehen. Es ist der schwerste Selbstmordanschlag im Irak seit mehr als einem Jahr. Einer der schwersten Anschläge der vergangenen Jahre ereignete sich im Januar 2018, als zwei Attentäter auf einem belebten Marktplatz in Bagdad 38 Menschen töteten.

Das Land leidet noch immer unter den Folgen des Kampfes gegen die sunnitische Terrormiliz Islamischer Staat (IS), die zwischen 2014 und 2017 große Gebiete im Norden und Westen des Iraks beherrscht hatte. Die irakischen Sicherheitskräfte konnten den IS mit internationaler Unterstützung - insbesondere der USA - militärisch besiegen.

Zellen der Terroristen sind aber weiterhin aktiv und verüben regelmäßig Anschläge. In Bagdad kam es in den vergangenen Monaten zudem immer wieder zu Raketenangriffen, die sich auch gegen irakische Militärstützpunkte richteten, die von US-Truppen genutzt werden. Meist stecken dahinter örtliche Milizen, von denen manche vom Nachbarland Iran unterstützt werden.

Quelle: ntv.de, mli/dpa