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Asylbewerber werden nicht erfasst Bamf: Keine Papiere - keine Statistik

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Nur rund 40 Prozent der in Deutschland ankommenden Flüchtlinge haben ein Identifikationsdokument.

(Foto: dpa)

Rund 60 Prozent der in Deutschland ankommenden Flüchtlinge können keine Identifikationspapiere vorweisen. Vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge wird diese Gruppe dennoch nicht statistisch erfasst.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) hält bis heute nicht nach, wie viele Asylbewerber ohne Ausweisdokumente nach Deutschland kommen. "Wie viele Asylsuchende keine Dokumente vorlegen können, wird vom Bundesamt statistisch nicht erfasst", teilt eine Sprecherin mit.

Die Behörde hatte 2016 geschätzt, dass etwa 40 Prozent der Antragsteller dem Bamf ein Identifikationsdokument präsentieren. Hat ein Sachbearbeiter Zweifel an den Angaben eines Antragstellers zu seiner Identität oder gibt der Dolmetscher einen entsprechenden Hinweis, können den Angaben zufolge im Einzelfall außerhalb der förmlichen Anhörung Tonaufnahmen angefertigt werden. Diese Sprechproben hört sich ein externer Sprachgutachter an, um den Herkunftsstaat zu bestimmen.

Da es in den Bamf-Außenstellen in Nordrhein-Westfalen viele Dolmetscher gab, die auf den nordafrikanischen Sprachraum spezialisiert sind, wurden dort zunächst viele Asylbewerber aus dem Maghreb hingeschickt. Im Januar 2016 klagte NRW-Innenminister Ralf Jäger, es sei unfair, seinem Land rund 80 Prozent der marokkanischen und etwa 50 Prozent der algerischen Asylsuchenden zuzuweisen. Denn mit alleinreisenden jungen Männern dieser Nationalitäten gebe es oft Probleme. 

Die Bamf-Sprecherin sagte, die Länder könnten im Einvernehmen mit dem Bundesinnenministerium Änderungen am Verteilungssystem veranlassen - "auf Wunsch des Landes NRW erfolgte im konkreten Fall im Jahr 2016 eine solche Anpassung".

Quelle: n-tv.de, bdk/dpa

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