Politik

Kliniken sollten aufrüsten Behörden warnen vor Cyberangriffen

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In der aktuelle Krise könnten Cyberangriffe auf Kliniken besonders gravierend sein, heiißt es von den Sicherheitsbehörden.

(Foto: imago images/Westend61)

Sicherheitsbehörden warnen systemrelevante Unternehmen wie Krankenhäuser vor potenziellen Hackerangriffen während der aktuellen Corona-Krise. Laut einem Medienbericht gab es in anderen Ländern bereits Fälle, in denen die Firmen erpresst wurden. Es bestehe ein "erhöhtes Bedrohungsrisiko".

In den Sicherheitsbehörden herrscht Sorge vor Cyberattacken auf Krankenhäuser und andere wichtige Einrichtungen wie Energieversorger. Die Auswirkungen solcher Angriffe wären derzeit "noch gravierender" als sonst, warnen Kriminalisten von Bund und Ländern in einem vertraulichen Bericht, wie das Magazin "Spiegel" berichtet. In der Vergangenheit hatten Hacker bereits mehrfach die IT von Kliniken lahmgelegt, um Lösegeld zu erpressen.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik drängt demnach systemrelevante Unternehmen, ihre IT-Schutzmaßnahmen zu verschärfen. Für Hersteller von Medizinprodukten, Pharmafirmen und Forschungseinrichtungen bestehe "ein erhöhtes Bedrohungsrisiko". Dem Behördenpapier zufolge behaupteten einzelne Cyberkriminelle zwar öffentlich, ihre Angriffe auf medizinische Einrichtungen während der Corona-Epidemie auszusetzen. Doch nicht alle halten sich demnach an den digitalen Waffenstillstand.

In Frankreich und Tschechien gab es bereits Attacken auf Kliniken, auch die Weltgesundheitsorganisation WHO geriet ins Visier von Hackern. In Deutschland soll es dem Bericht zufolge zumindest einen Versuch gegeben haben, eine Gesundheitseinrichtung mit der Androhung eines Angriffs zu erpressen.

Quelle: ntv.de, sgu/AFP