Politik

Abschiebungen auf Höchststand Behörden weisen wohl 26.500 Asylanträge ab

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Schätzungen haben ergeben, dass bis Ende dieses Jahres 26.500 Menschen aus Deutschland ausgewiesen werden.

(Foto: dpa)

Die Anzahl der Abschiebungen könnte in diesem Jahr einen neuen Höchststand erreichen. Fast 20.000 Asylanträge wurden bislang abgelehnt, die Zahl steigt aber noch. Die Anträge stammen vor allem von Menschen aus den Balkanstaaten.

Deutschland schiebt einem Zeitungsbericht zufolge in diesem Jahr vermutlich so viele Menschen ab wie seit mehr als zehn Jahren nicht mehr. Bis einschließlich September dieses Jahres habe es 19.914 Abschiebungen gegeben, berichtet die "Rheinische Post". Das Blatt beruft sich dabei auf Unterlagen der Bundespolizei.

Im gesamten vergangenen Jahr waren es knapp 21.000 Abschiebungen gewesen. Bis zum Ende des Jahres könnten die Zahlen Schätzungen zufolge auf 26.500 steigen. So hoch war die Quote zuletzt im Jahr 2003. Mit Abstand am häufigsten würden Illegale und abgelehnte Asylbewerber aus den Westbalkanstaaten abgeschoben, heißt es in dem Bericht. Albanien, der Kosovo, Serbien, Mazedonien, Bosnien-Herzegowina und Montenegro machten mit 14.529 Abschiebungen bis September fast drei Viertel aller Fälle aus.

Die Zahl der Abschiebungen von aus Syrien stammenden Asylbewerbern hat sich dem Bericht nach mit 426 im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. Auch Abschiebungen von Afghanen nähmen zu. Seien es im vergangenen Jahr noch 178 gewesen, so seien es bis einschließlich September bereits 199. Die meisten davon würden in andere EU-Länder oder Drittstaaten gebracht.

Quelle: n-tv.de, kpi/rts

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