Politik

Serie von Bombendrohungen Bekennerschreiben deutet auf Neonazis hin

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Wegen einer Bombendrohung am Zug musste der Bahnhof Neumünster evakuiert werden.

(Foto: picture alliance/dpa)

Etliche Drohschreiben alarmieren die Bundespolizei. Jetzt wendet sich der mutmaßliche Täter via Mail an eine Tageszeitung und gibt deutliche Hinweise auf einen nationalsozialistischen Hintergrund.

Nach der Bombendrohung in einem Regionalexpress in Schleswig-Holstein liegt der Bundespolizei ein Bekennerschreiben einer "Nationalsozialistischen Offensive" vor. Das Schreiben zu dem Vorfall am Bahnhof Neumünster sei als Mail beim "Hamburger Abendblatt" eingegangen, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Der Tenor des Schreibens deutet darauf hin, dass die Tat im Zusammenhang mit einigen anderen Bombendrohungen gegen Rathäuser oder Gerichte im Norden in den vergangenen Wochen steht.

Die Bombendrohung hatte den Bahnverkehr am Montagabend für mehrere Stunden lahmgelegt. In der Zugtoilette eines Regionalexpress war am Bahnhof Neumünster der Schriftzug "Bombe im Zug" entdeckt worden.

Seit Monaten gibt es eine deutschlandweite Serie von Drohschreiben mutmaßlicher Rechtsextremisten an Politiker, Prominente, Behörden oder Gerichte. Die Berliner Staatsanwaltschaft, die federführend ermittelt, spricht inzwischen von bundesweit mehr als 100 Fällen. Unterzeichnet waren die E-Mails auch mit  "Nationalsozialistische Offensive", "NSU 2.0" oder "Wehrmacht".

Im März sind in mehreren deutschen Städten Rathäuser, Verwaltungsgebäude und öffentliche Plätze evakuiert worden. Grund dafür sind Drohschreiben, die als Mail eingegangen waren. Betroffen waren Augsburg, Göttingen, Kaiserslautern, Chemnitz, Neunkirchen im Saarland und Rendsburg in Schleswig-Holstein.

Quelle: n-tv.de, joh/dpa

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