Frau tot, Schwager enthauptetBericht: Irans neuer Oberster Führer überlebte Angriff nur durch Zufall

Zum Auftakt des Krieges töten die Israelis den Obersten Führer des Iran in seinem Wohnkomplex. Auch sein Sohn, der später zum Nachfolger ernannt wird, ist eigentlich Ziel einer Rakete. Doch einem Bericht zufolge rettet ihm ein Zufall das Leben.
Der neue Oberste Führer des Iran, Modschtaba Chamenei, ist dem Tod bei einem israelischen Angriff offenbar nur knapp entkommen. Er wurde bei derselben Attacke ins Visier genommen, bei der auch sein Vater, Ajatollah Ali Chamenei, getötet wurde, berichtet "The Telegraph" unter Berufung auf Audio-Mitschnitte eines iranischen Offiziellen.
Der Protokollchef des getöteten Ajatollahs, Mazaher Hosseini, berichtet in den Aufzeichnungen hohen Geistlichen und der Führung der Revolutionsgarden, was in dem Wohnkomplex des iranischen Anführers rund um den Angriff am 28. Februar geschah. Modschtaba Chamenei verließ demnach kurz vor dem israelischen Angriff mit "Blue Sparrow"-Raketen am Morgen das Wohnhaus, um sich in seinem Garten etwas Bewegung zu verschaffen. "Es war Gottes Wille, dass Modschtaba in den Hof gehen musste, um etwas zu erledigen, und dann zurückkehren sollte", so Hosseini. "Er befand sich draußen und war gerade auf dem Weg nach oben, als das Gebäude von einer Rakete getroffen wurde."
Modschtaba Chamenei hat den Aussagen des Protokollchefs bei der israelischen Attacke eine "leichte Beinverletzung" erlitten. Seine Frau und sein Sohn seien hingegen sofort tot gewesen, sein Schwager sei durch den Angriff enthauptet worden.
Der Chef des Militärbüros von Ajatollah Ali Chamenei sei "in Stücke gerissen" worden, wird Hosseini zitiert. Man habe von diesem lediglich "ein paar Kilo Fleisch" gefunden. Diese seien dazu geeignet gewesen, ihn zu identifizieren.
Parallel schlugen in dem Areal gleich mehrere Raketen ein. Laut Hosseini war das israelische Ziel, die gesamte Familie Chamenei auf einen Schlag zu töten. "Diese Teufel hatten mehrere Orte innerhalb des Bürokomplexes als Angriffsziele ins Auge gefasst - einer davon war der Sitz des Obersten Führers", sagte er. "Sie haben diesen Ort mit drei Raketen getroffen." Auch der iranische Verteidigungsminister und der Chef der Revolutionsgarden wurden bei dem Auftaktangriff der Israelis ausgeschaltet.
Modschtaba Chamenei wurde rund eine Woche nach dem Tod seines Vaters als neuer Oberster Führer vom sogenannten Expertenrat ernannt. In der Öffentlichkeit hat sich der 56-Jährige bisher jedoch nicht gezeigt. In der vergangenen Woche wurde lediglich eine Erklärung des Obersten Führers im Staatsfernsehen verlesen, in der er Vergeltung für die im Krieg mit den USA und Israel Getöteten ankündigte.
In den vergangenen Tagen hatte es Berichte gegeben, dass Chamenei sich in Moskau befinden könnte, um dort wegen seiner erlittenen Verletzungen behandelt zu werden. Eine Bestätigung gibt es hierfür jedoch nicht.