Behandlung in RusslandIrans Religionsführer Chamenei soll in Moskauer Klinik sein

Die USA haben ein hohes Kopfgeld auf Modschtaba Chamenei ausgesetzt. Über seinen Gesundheitszustand und Aufenthaltsort wird derzeit spekuliert. Nach US-Angaben ist Irans neuer oberster Führer "wahrscheinlich entstellt". Laut einem Bericht wurde er außer Landes geschafft.
Nach den US-Angaben über eine Verletzung des neuen obersten Führers des Iran, Modschtaba Chamenei, soll er sich einem Medienbericht zufolge derzeit in Moskau befinden. Wie die kuwaitische Zeitung "Al-Jarida" unter Berufung auf einen Insider berichtet, wird Chamenei in einem Krankenhaus in einem der Präsidentenpaläste des Kreml-Chefs Wladimir Putin behandelt. Demnach ist Irans Religionsführer wegen seines Gesundheitszustands und seiner Sicherheitslage in einer streng geheimen Operation mit einem russischen Militärflugzeug am 12. März nach Moskau verlegt worden.
Der Sohn des Ayatollahs Ali Chamenei soll bei einem Angriff der USA und Israels auf das Haus und das Büro des obersten Führers in Teheran verletzt worden sein. Der 56-Jährige sei am ersten Tag der Angriffe verletzt worden, sagen drei iranische Beamte und zwei israelische Militärs der "New York Times". Chamenei habe unter anderem Verletzungen an den Beinen, hieß es in dem Bericht der Zeitung.
Wie die kuwaitischen Zeitung "Al-Jarida" unter Berufung auf einen Insider weiter berichtet, soll Chamenei an seiner linken Seite von Kopf bis Fuß durch Trümmerteile verletzt worden sein. Die Trümmerteile seien in seiner Nähe und nicht direkt auf ihn gefallen. Den Worten des US-Verteidigungsministers Pete Hegseth zufolge ist Modschtaba Chamenei "verwundet und wahrscheinlich entstellt". Um welche Verletzungen es sich handele und wie es dazu gekommen sei, führte Hegseth jedoch nicht aus.
Nach seiner Ankunft in Moskau soll sich Chamenei einer erfolgreichen Operation unterzogen haben. Laut der Quelle von "Al-Jarida" würden die Verletzungen ein gut ausgestattetes Krankenhaus, eine engmaschige medizinische Nachsorge und eine besondere Überwachung erfordern. Dies sei im Iran angesichts der anhaltenden Bombardierungen nicht zu gewährleisten. Zumal Israel angekündigt hatte, den neuen obersten Führer des Iran ins Visier zu nehmen.
Die Sorge der iranischen Sicherheitsdienste sei groß gewesen, dass Chameneis Aufenthaltsort bekannt werden könnte. So sei der Empfehlung zugestimmt worden, die Behandlung nach Russland zu verlegen. Putin habe während seines Telefonats mit dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian am vergangenen Donnerstag vorgeschlagen, Chamenei in Moskau behandeln zu lassen, heißt es in dem Bericht weiter.
Seine erste Stellungnahme, die am 12. März veröffentlicht wurde, sei nicht von Chamenei, sondern vom iranischen Sicherheitschef Ali Laridschani verfasst worden. Darin hatte er Rache für die Kriegsopfer gefordert. Es bestünden jedoch Zweifel, dass Chamenei überhaupt davon wusste, berichtet "Al-Jarida" weiter unter Berufung auf eine den Reformern nahestehende iranische Quelle. Demnach wurde der Ajatollah-Sohn nicht einmal über die Rede informiert. Sein Nichterscheinen in der Öffentlichkeit und das Fehlen einer Audioaufnahme der Rede bestärkten diese Vermutungen.
Indes haben die USA eine Belohnung in Höhe von bis zu zehn Millionen US-Dollar für Hinweise auf Führungsfiguren des iranischen Regimes ausgesetzt. Das US-Außenministerium bittet in einem X-Beitrag um Hinweise zu den "iranischen terroristischen Anführern". Unter den genannten Namen ist auch der neue oberste Führer Modschtaba Chamenei.