Politik

Trump genug unterstützt?Bericht: USA unterziehen Nato-Verbündete einem Loyalitätstest

14.08.2026, 13:54 Uhr
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Ein US-Panzer bei einer Übung im bayerischen Grafenwöhr. (Foto: picture alliance / abaca)

Bis zum Jahresende wollen die USA ihre Truppenpräsenz in Europa unter die Lupe nehmen. In den Nato-Staaten wird mit einer Reduktion der Soldaten vor Ort gerechnet. Doch vorab werden die Verbündeten jetzt offenbar gezwungen Farbe zu bekennen, wie loyal sie zum US-Präsidenten stehen.

Die USA wollen offenbar die Loyalität von Nato-Mitgliedern mithilfe eines Fragebogens überprüfen, bevor gegebenenfalls militärische Unterstützungen gekürzt werden. In dem Dokument stellen die USA eine Reihe von Fragen, mit denen die Unterstützung für das Vorgehen des Präsidenten ausgelotet werden soll, berichtet Bloomberg.

Dazu zählen bereits Fragen, ob das Land die Außenpolitik der USA "öffentlich unterstützt" hat oder welche "Einschränkungen" das Land dem US-Militär hinsichtlich der Nutzung seiner Stützpunkte auferlegt hat. In der Frage zur öffentlichen Unterstützung der US-Außenpolitik werden beispielsweise ausdrücklich "Initiativen" im Nahen Osten und in der westlichen Hemisphäre erwähnt. In beiden Regionen - Venezuela und Iran - hat Trump ohne Unterstützung des Bündnisses Militärschläge durchgeführt.

Abgefragt wird auch, ob das jeweilige Land bei der US-Verteidigungsindustrie einkauft und ob sich das Land womöglich für eine Regelung ausgesprochen hat, die vorsieht, dass die europäischen Staaten primär ihre Verteidigungsgüter innerhalb des eigenen Kontinents einkaufen.

Truppenabzug aus Europa deutet sich an

Die Verbündeten wehren sich dem Bericht zufolge gegen den Schritt, da sie ihn als Versuch betrachten, sie im Austausch für den Schutz der USA zu einer ideologischen Angleichung zu zwingen. Der Fragebogen erreicht die Nato-Staaten wenige Monate vor einer lange angekündigten Überprüfung der US-Präsenz in den europäischen Staaten. Diese soll bis Dezember abgeschlossen sein.

US-Präsident Donald Trump und Verteidigungsminister Pete Hegseth sprachen diesbezüglich wiederholt von einer möglichen Truppenreduktion. Die europäischen Verbündeten schauen mit Blick auf Russland besorgt auf einen Abzug von Teilen der US-Truppen aus Europa.

Die USA haben bereits angekündigt, 5000 Soldaten aus Deutschland abzuziehen und andere Truppen ohne Ersatz an anderen Orten zu stationieren. Trump versprach jedoch, zusätzlich Truppen nach Polen zu entsenden, und verwies dabei auf die Wahl des Nationalisten Karol Nawrocki zum Präsidenten.

Quelle: ntv.de, lme

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