Politik

"Generationengerechtigkeit" Berlin will Wahlalter auf 16 Jahre absenken

imago0152684088h.jpg

Jugendliche sollen bei Wahlen zum Abgeordnetenhaus künftig abstimmen dürfen.

(Foto: IMAGO/Christian Spicker)

Bis jetzt müssen junge Berliner unter 18 Jahren einfach hinnehmen, wer in der Hauptstadt regiert. Das soll sich nun ändern, fordern sowohl Rot-Grün-Rot als auch die FDP. Bisher scheiterten die Pläne immer an der CDU.

Die rot-grün-rote Regierungskoalition in Berlin hat sich mit der FDP-Fraktion auf eine Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre geeinigt. "Junge Menschen verdienen eine Stimme", erklärte der Chef der SPD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, Raed Saleh. FDP-Fraktionschef Sebastian Czaja nannte die Ausweitung des Wahlrechts ein "Zeichen für gelebte Generationengerechtigkeit".

Mehr zum Thema

"Die Entscheidungen, die wir aktuell politisch treffen, muss diese Generation später übernehmen und verantworten", führte Czaja weiter aus. Das die heute 16-Jährigen sehr engagiert seien, zeige sich etwa in deren Einsatz für eine bessere Bildungspolitik. Zusammen mit der FDP kommt die rot-grün-rote Koalition in Berlin auf die nötige Zweidrittelmehrheit für die notwendige Verfassungsänderung.

Bisher ist die Absenkung des Wahlalters immer an der CDU gescheitert: "Das Wahlrecht gehört an die Volljährigkeit und damit auch an die Geschäftsfähigkeit gekoppelt. Punkt", sagte CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak der Düsseldorfer "Rheinischen Post".

Quelle: ntv.de, can/AFP

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen