Politik

Spitzendiplomat mit Erfahrung Biden nominiert Burns als CIA-Chef

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Burns blickt auf eine 33-jährige Karriere im diplomatischen Dienst zurück.

(Foto: picture alliance / dpa)

Bereits vor seiner Amtseinführung hatte US-Präsident Biden angekündigt, den einstigen Vize-Außenminister Burns an die Spitze des Geheimdienstes setzen zu wollen. Nun folgt die offizielle Nominierung. Burns steht für Themen, die bei Biden weit oben auf der außenpolitischen Agenda stehen: Russland und der Iran.

Der neue US-Präsident Joe Biden hat den früheren Karrierediplomaten William Burns formell als Chef des Auslandsgeheimdienstes CIA nominiert. Burns war unter dem ehemaligen Präsidenten Barack Obama Vize-Außenminister gewesen. Das Weiße Haus erklärte nun, Burns' Nominierung sei an den Senat geschickt worden. Die von Bidens Demokraten kontrollierte Kongresskammer muss über die Personalie abstimmen.

Biden hatte schon vor seiner Amtseinführung am 20. Januar angekündigt, dass er Burns als CIA-Chef einsetzen will. Bereits im Januar sagte er: "Bill Burns ist ein vorbildlicher Diplomat, der über jahrzehntelange Erfahrung auf der Weltbühne verfügt", erklärte Biden. "Er teilt meine Grundüberzeugung, dass ein Geheimdienst unpolitisch sein muss."

Burns habe die Erfahrung und das Geschick, Anstrengungen der gesamten Regierung und auf der ganzen Welt zu bündeln, um sicherzustellen, dass die CIA in der Lage sei, das amerikanische Volk zu schützen - ganz gleich, "ob es um Cyberangriffe aus Moskau, die Herausforderung durch China oder die Bedrohung durch Terroristen und andere nichtstaatliche Akteure geht", hieß es weiter.

Burns verhandelte Atom-Deal

Burns, der unter anderem an der Universität Oxford promovierte, blickt auf eine 33-jährige Karriere im diplomatischen Dienst zurück. Vor seiner Zeit als Vize-Außenminister war er unter anderem als US-Botschafter in Jordanien, und zwischen 2005 und 2008 vertrat er die USA als Botschafter in Russland. 2014 schied er aus dem Staatsdienst aus und übernahm die Leitung der Carnegie-Stiftung für internationalen Frieden in Washington. Unter Obama war Burns auch an den Geheimgesprächen mit dem Iran beteiligt, die den Weg für das internationale Atomabkommen von 2015 ebneten, das die Fähigkeiten des Iran zum Bau einer Atombombe beschränkte.

Sollte der US-Senat Burns' Ernennung bestätigen, würde er die Nachfolge von Haspel antreten, die 2018 als erste Frau in der Geschichte der CIA die Leitung des mächtigen US-Auslandsgeheimdienstes übernommen hatte. Sie löste damals Mike Pompeo ab, der unter Ex-Präsident Donald Trump das Amt des US-Außenministers bekleidete. Seit dem Machtwechsel am 20. Januar führt dort David Cohen kommissarisch die Geschäfte. Burns wäre nach Angaben von Bidens Team der erste Karrierediplomat auf dem Posten des CIA-Chefs.

Quelle: ntv.de, hek/dpa/AFP

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