Politik

"FFF"-Aktivisten enttäuscht Blasel: SPD und FDP ohne Klimaschutzideen

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Die "Fridays for Future"-Aktivisten Blasel (r.) und Neubauer sind enttäuscht von den Plänen der möglichen Ampel-Koalition zum Klimaschutz.

(Foto: picture alliance/dpa)

Von den möglichen Ampel-Koalitionären hätten einzig die Grünen wirksame Ideen in Sachen Klimaschutz, kritisieren Aktivisten von "Fridays for Future" das Sondierungspapier. Von SPD und FDP kämen kaum Ideen und die Grünen scheinen von einer einstigen roten Linie abzuweichen.

Der "Fridays for Future"-Aktivist und bei der Bundestagswahl gescheiterte Grünen-Kandidat, Jakob Blasel, hält die bisherigen Vereinbarungen von SPD, Grünen und FDP zum Klimaschutz für unzureichend. Das am gestrigen Freitag verabredete Sondierungspapier sei "in vielen Punkten tragbar und teils sogar gut", sagte er dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (RND), fuhr jedoch fort: "Ich glaube, es wird harte Koalitionsverhandlungen brauchen, damit das 1,5-Grad-Ziel nicht völlig außer Reichweite gerät. Insbesondere im Verkehrs- und Landwirtschaftssektor hatte ich höhere Erwartungen." Es wundere ihn zudem, so Blasel, "dass die Grünen augenscheinlich die Einzigen sind, die für konsequenten Klimaschutz verhandeln". Von SPD und FDP seien ja fast keine Klimaschutzideen zu sehen.

Die Grünen-Spitze hatte im Wahlkampf immer wieder unterstrichen, dass es ohne 1,5-Grad-Pfad keine Regierungsbeteiligung geben werde. Davon war zuletzt keine Rede mehr.

Neubauer: "Was nicht im Papier steht, ist das Problem"

Die bekannteste deutsche "Fridays for Future"-Aktivistin, Luisa Neubauer, hatte erklärt, das Problem sei weniger das, was im Papier stehe, "als das, was nicht drinsteht. Kein verbindlicher Kohleausstieg, kein realistischer, gerechter CO2-Preis, kein Ende der Flächenversiegelung. Das geht nicht auf."

Grünen-Sozialexperte Sven Lehmann sagte dem RND: "Die Ampel ermöglicht einen gesellschaftspolitischen Aufbruch. Auch soziale Projekte wie die Kindergrundsicherung sind ein Meilenstein. Jedes Kind hat das Recht, dazu zu gehören." Das Hartz-IV-System werde indes "erst dann überwunden, wenn Menschen über den Monat kommen und keine Angst mehr vor Sanktionen und Kontrolle haben müssen. Hier müssen wir in den Koalitionsverhandlungen noch nachbessern."

Quelle: ntv.de, als

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