Politik

Präsident? "Nur über meine Leiche." Boehner nennt Cruz "Hurensohn"

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War von 2011 bis 2015 Sprecher des US-Repräsentantenhauses: der Republikaner John Boehner.

(Foto: REUTERS)

Die US-Republikaner fremdeln nicht nur mit einem möglichen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump. Der Ex-Sprecher des Repräsentantenhauses geht Ted Cruz scharf an.

Er ist der frühere Sprecher des US-Repräsentantenhauses, und er ist Republikaner. Das hält John Boehner jedoch nicht davon ab, offen zu sagen, wie wenig er von seinem Parteifreund, dem US-Präsidentschaftsbewerber Ted Cruz hält.

"Ich habe demokratische Freunde und republikanische Freunde", sagte der 66-Jährige bei einer Diskussionsveranstaltung an der Stanford Universität im kalifornischen Palo. "Ich komme mit fast jedem aus, aber ich habe niemals mit einem schlimmeren Hurensohn zusammengearbeitet." Boehner sagte weiter: "Nur über meine Leiche wird er Präsident werden." Cruz sei der "leibhaftige Teufel". Deutliche Worte.

Cruz hat inzwischen auf die Äußerungen reagiert. Boehner habe "seinen inneren Trump herausgelassen", sagte der Senator aus Texas. "Wenn John Boehner mich Teufel nennt, richtet er sich nicht an mich. Er richtet sich an euch." Boehner nehme es ihm übel, dass er, Cruz, "an der Seite des amerikanischen Volkes" stehe und die Konservativen im Repräsentantenhaus anfeuere und ermutige, zu den gemachten Zusagen zu stehen.

Gegen einen möglichen republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump hätte Boehner dagegen wahrscheinlich nicht viel einzuwenden. Bei der Veranstaltung in Stanford verriet er, dass er mit dem Milliardär nicht nur freundschaftliche SMS hin- und herschicke, sondern auch viele Jahre Golf gespielt habe.

Quelle: n-tv.de, cro

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