Politik

Kurz nach BrandanschlagBrandenburgs Antisemitismusbeauftragter erhält Morddrohung

06.01.2026, 14:14 Uhr
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Büttner ist seit 2024 Antisemitismusbeauftragter im Land Brandenburg. (Foto: picture alliance/dpa)

Andreas Büttner ist erneut Opfer gefährlicher Anfeindungen geworden. Erst vor wenigen Tagen legen Unbekannte ein Feuer auf seinem Grundstück. Dieses Mal erreicht ihn ein Brief mit einem verdächtigen Symbol.

Nach einem Brandanschlag auf das Grundstück des Brandenburger Antisemitismusbeauftragten ist beim Brandenburger Landtag ein Brief mit einer Morddrohung und Beschimpfungen gegen Andreas Büttner eingegangen. Das teilte die Landtagsverwaltung mit. Die Polizei bestätigte entsprechende Ermittlungen gegen den unbekannten Absender wegen Bedrohung und Beleidigung.

Dem Brief war zudem eine verdächtige Substanz beigefügt. Die Beamten untersuchten daraufhin nach eigenen Angaben den Inhalt des Schreibens unter Sicherheitsvorkehrungen. Das graue Granulat erwies sich als ungefährlich. Der Briefumschlag war über die Poststelle des Landtages an Büttner übermittelt worden.

Laut Landtagsverwaltung stand auf dem Brief unter anderem "Wir töten dich" sowie ein gezeichnetes Dreieck. Dieses Zeichen steht demnach als Symbol der Hamas. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen.

Das private Grundstück von Büttner in Templin in der Uckermark wurde vor wenigen Tagen nach seinen Angaben Ziel eines Brandanschlags. Der Staatsschutz nahm Ermittlungen wegen Brandstiftung auf. Die Polizei berichtete vom Brand eines Schuppens in einem Templiner Ortsteil. Bei dem Feuer sei niemand verletzt worden. Nach Informationen aus Sicherheitskreisen soll auf der Haustür ein rotes Dreieck aufgebracht worden sein. 2024 hatten Unbekannte auf Büttners Privatauto Hakenkreuze eingeritzt.

Quelle: ntv.de, raf/dpa

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