Politik

Verdächtige Substanz im Landtag Brief an Björn Höcke löst Großeinsatz aus

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Einsatzkräfte vor dem Thüringer Landtag.

(Foto: picture alliance/dpa)

Björn Höcke bekommt einen Brief an seine Privatadresse und bringt ihn mit in den Thüringer Landtag. Dort wird er geöffnet - und löst einen Polizei- und Feuerwehreinsatz aus. Teile des Gebäudes werden gesperrt, mehrere Personen dekontaminiert.

Eine verdächtige Briefsendung an Thüringens AfD-Fraktionschef Björn Höcke hat zu einem größeren Polizei- und Feuerwehreinsatz im Erfurter Landtag geführt. Nach Polizeiangaben enthielt sie eine unbekannte Substanz, bei der es sich nach ersten Analysen aber nicht um Sprengstoff handelte. Auch radioaktiv war sie nicht. Weitere Untersuchungen des Stoffs laufen.

Demnach war die Sendung an Höckes Privatadresse geschickt worden. Ersten Angaben zufolge hatte Höcke die Sendung selbst mit in den Landtag genommen, wo sie dann in der Poststelle bearbeitet und geöffnet wurde. Dabei entdeckten Mitarbeiter die Substanz und alarmierten Polizei und Feuerwehr.

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Diesmal nur indirekt für Trubel im Thüringer Landtag verantwortlich: Björn Höcke.

(Foto: picture alliance/dpa)

Teile des Landtags wurden gesperrt, das Gebäude aber nicht geräumt. Personen, die in Kontakt mit der verdächtigen Sendung gekommen waren, seien dekontaminiert worden. Verletzt wurde niemand.

Im Einsatz waren Gefahrgutexperten der Feuerwehr sowie Spezialisten des Landeskriminalamts. Die abschließenden Untersuchungen der unbekannten Substanz erfolgen nach Angaben der Polizei in den Laboren des Landeskriminalamts sowie des thüringischen Landesamts für Verbraucherschutz.

Höcke selbst soll im Laufe des Tages befragt werden. Laut Landtagsverwaltung können die Analysen der Substanz bis zu einer Woche dauern. Landtagspräsidentin Birgit Keller von der Linken verurteilte "jede Art von Bedrohung". Das gelte "ganz gleich gegen wen", erklärte sie in Erfurt.

Quelle: ntv.de, mra/dpa/AFP