Politik

Labour mit großem Vorsprung Britische Konservative verlieren dramatisch an Zuspruch

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Es läuft derzeit nicht für sie: Die neue britische Premierministerin Liz Truss hat mit schwachen Umfragewerten zu kämpfen.

(Foto: REUTERS)

Die neue britische Premierministerin Truss sieht das öffentliche Vertrauen in ihre Partei massiv schwinden. Laut einer neuen Umfrage liegen die Konservativen in der Wählergunst weit hinter Labour. Es ist sogar der größte Abstand zwischen Parteien seit Ende der 1990er-Jahre.

Die regierenden Konservativen in Großbritannien unter Premierministerin Liz Truss haben wenige Tage vor dem Start ihres Parteitags dramatisch an Zuspruch der Wähler verloren. Wie aus mehreren Umfragen hervorging, konnte die oppositionelle Labour-Partei ihren Vorsprung in der Wählergunst weiter ausbauen.

Einer Erhebung des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der konservativen Zeitung "The Times" zufolge führen die britischen Sozialdemokraten mit 33 Prozentpunkten vor den Konservativen. Demnach sagten 54 Prozent der Befragten, sie würden Labour wählen, nur 21 Prozent sprachen sich für die Tories aus.

Nur wenige Tage zuvor hatte YouGov einen Vorsprung von nur 17 Prozentpunkten ermittelt. Der neue Wert entspricht der "Times" zufolge dem größten Umfragevorsprung einer Partei in Großbritannien seit Ende der 1990er-Jahre. Eine Umfrage des Instituts Survation bescheinigte Labour immerhin einen Vorsprung von 21 Prozentpunkten.

Steuerpläne sorgen für Wirbel

Für Truss, deren Konservative sich von Sonntag bis Mittwoch zum Parteitag in Birmingham treffen, ist das eine verheerende Bilanz ihrer ersten vier Wochen im Amt. Den schlechten Umfrageergebnissen waren heftige Reaktionen der Finanzmärkte auf die vergangene Woche vorgestellten Pläne zu Steuersenkungen der britischen Regierung vorangegangen. Profitieren sollen davon vor allem Reiche.

Doch Investoren hatten die ohne Pläne zur Gegenfinanzierung vorgestellten Maßnahmen nicht goutiert: Der Pfund-Kurs stürzte im Vergleich zum US-Dollar auf ein Rekordtief ab. Die britische Notenbank musste eingreifen und langfristige Staatsanleihen kaufen, um Pensionsfonds vor dem Kollaps zu bewahren.

Quelle: ntv.de, kst/dpa

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