Zwei Wochen nach US-AngriffenBritische und französische Luftwaffe bombardieren IS in Syrien

Militärisch ist der Islamische Staat besiegt, aber der Westen will ein Wiederaufleben der Terrormiliz verhindern. Zwei Wochen nach US-Angriffen auf das Gebiet im syrischen Palmyra schlagen Briten und Franzosen mit Lenkbomben zu.
Das britische Militär hat unterstützt von der französischen Luftwaffe eine Anlage der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien angegriffen. Nördlich der antiken Stätte von Palmyra sei ein gemeinsamer Angriff auf eine unterirdische Anlage der Terroristen ausgeführt worden, teilte die britische Regierung in der Nacht mit. Es seien Lenkbomben eingesetzt worden, um Zugangstunnel zu der Anlage zu zerstören, in der der IS "höchstwahrscheinlich" Waffen und Sprengstoff lagere. Erste Auswertungen deuteten auf einen Erfolg der Operation hin.
Die britische Regierung teilte weiter mit, die Operation sei durchgeführt worden, um ein Wiederaufleben der Terrormiliz zu verhindern. In der Umgebung der Anlage gibt es keine zivilen Wohngebiete. Der britische Verteidigungsminister John Healey sagte, die Aktion zeige die Entschlossenheit der Verbündeten, jegliches Wiederaufleben des IS im Nahen Osten zu unterbinden.
Erst vor rund zwei Wochen hatte das US-Militär mehr als 70 Ziele der Terrormiliz in Syrien attackiert. Wenige Tage zuvor waren bei einem mutmaßlichen IS-Angriff in Syrien drei Amerikaner getötet worden. Es waren die heftigsten Angriffe der USA in Syrien seit dem Sturz von Langzeit-Machthaber Baschar al-Assad Ende vergangenen Jahres.
18 Tote bei Anschlag auf Moschee
Die USA führen in Syrien eine internationale Koalition zum Kampf gegen den IS an. Der IS gilt zwar als militärisch besiegt. IS-Zellen sind aber weiter aktiv und verüben auch weiter Anschläge. US-Präsident Donald Trump hatte deutlich gemacht, gegen die syrische Übergangsregierung unter Interimspräsident Ahmed al-Scharaa richteten sich die jüngsten Schläge nicht. Er prognostizierte dem Land eine "glänzende Zukunft", wenn der IS ausgerottet werde.
Erstmals seit dem Sturz von Machthaber Baschar al-Assad gab es kurz nach Weihnachten einen islamistischen Anschlag auf eine Moschee. Dabei wurden in der Stadt Homs acht Menschen getötet, 18 weitere Menschen wurden verletzt. Das Innenministerium in Damaskus sprach von einem Terroranschlag. Die bisher weitgehend unbekannte Dschihadistengruppe Saraja Ansar al-Sunna reklamierte den Anschlag für sich. Die Gruppe scheint einer ähnlichen extremistischen Ideologie zu folgen wie die Terrormiliz Islamischer Staat (IS), auch wenn die möglichen Verbindungen zum IS nicht eindeutig sind.